Salif Keita Ampere München 2017

Wer sich an diesem Mittwochabend in das Ampere aufmachte, war vielleicht etwas skeptisch was ihn dort erwarten würde. War die Tournee, auf der Salif Keita in München Station machte, doch als Akustiktour angekündigt worden. Begleitet werden sollte er von Gitarre, Kora, Ngoni, Perkussion und zwei Backgroundsängerinnen. Nachdem auf der Bühne ein Schlagzeug stand, war klar, dass die Besetzung eher dem entsprechen sollte, was man von Keita gewohnt war. Die Gitarre war elektrisch  und statt Ngoni war ein Keyboard aufgebaut. Positiv überrascht dürfte zudem gewesen sein, wer sich über den Gesundheitszustand des Meisters Gedanken gemacht haben sollte. Bestritt er doch vor zwei Jahren seinen Auftritt bei den Afrikatagen auf der Theresienwiese fast ausschließlich im Sitzen. Dieses Mal wurde der sich auf der Bühne befindende Stuhl einzig vom Koraspieler benutzt, was ob der Handhabbarkeit des Instrumentes niemand überrascht haben dürfte. So stand einem angenehmen Abend, bei dem das Publikum die Hüften kontinuierlich kreisen lassen konnte, nichts mehr im Wege. Salif Keita zeigte Präsenz durch seine unverkennbare Stimme, wobei er seinen Musikern genug Raum ließ, den passenden Klangteppich um ihn herumzuweben.

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Soy de Cuba – Das Tanzmusical aus Havanna

Feurige Tänze zu pulsierenden Rhythmen, gefühlvolle Gesangseinlagen und eine bewegende Liebesgeschichte vor der brillanten Kulisse Havannas: Im Handumdrehen führt Soy de Cuba auf eine unvergessliche Reise und mitten ins Herz der karibischen Insel. Schon 2015 sorgte das eindrucksvolle Tanzmusical für ausverkaufte Häuser und eroberte das Publikum im Sturm. Mit seinem glühenden Ausruf „Soy de Cuba“ – „Ich komme aus Kuba!“ meldet sich das erstklassige kubanische Ensemble endlich wieder zurück – im April 2017 auf großer Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Soy de Cuba erzählt vom Tanz und von der Liebe. Im Zentrum steht die junge Ayala, die nach Havanna kommt, um ihr Glück als Tänzerin zu versuchen. Dort lernt sie schnell die Schattenseiten einer schillernden Welt kennen, in der Intrigen, Eifersucht und Rivalität an der Tagesordnung sind. Doch Ayala gibt nicht auf. Sie weiß, sie wird sich als Tänzerin beweisen und das Herz ihrer großen Liebe erobern.

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Sommerhighlight aus Kuba – Pedro Lugo Martinez – El Nene – live in München

Ein seltenes und herausragendes Konzertereignis bietet uns der Veranstaltungskalender in diesem Sommer. Pedro Lugo Martinez, besser bekannt unter dem Namen El Nene, der mit seiner unverwechselbaren Stimme herausragende Sänger und „Weiterentwickler“ des kubanischen Son, sorgt für akustischen, rhythmischen und auch höchst tanzbaren Genuss. Martinez war viele Jahre mit der Formation Los Jovenes Clasicos del Son unterwegs. Daneben nahm er auch einige Solowerke auf. Seit ein paar Jahren spielt er mit seiner eigenen Formation Son del Nene. Geblieben sind von den Jovenes Clasicos die „klassische“ Sieben-Mann-Besetzung und die Qualität und Frische der Stücke. Selten schaut El Nene bei uns vorbei. Zuletzt war als Teil eines Ensembles unter dem Namen The Sons of Cuba in Verbindung mit dem Film Musica Cubana auf der Bundesgartenschau 2005 in Riem zu sehen. Nicht nur Fans kubanischer Klänge sollten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Gleich zwei Termine stehen zur Auswahl: Am 29. Juli um 22h beim Gräfelfinger Kulturfestival und am 5. August um 20h im Rahmen der Buena Vista Cuba Party im Brunnenhof der Residenz.

 

Ein Abend mit der Mapuche-Dichterin Rayen Kvyeh aus Chile in München

Rayen KvyehZeremonieller Gesang der Mapuche
Spirituelle Weltsicht der Mapuche

Rayen Kvyeh
im Süden Chiles als Kind von Mapucheindianern geboren, wuchs sie in den comunidades indígenas (indigenen Gemeinden) auf. Dichterin, Heilerin und unermüdliche Kämpferin für die Rechte ihres Volkes.

So gut ihre Gedichte auch sind, so spektakulär ist die Vortragsweise von Rayen Kvyeh, wenn sie in der traditionellen Tracht der Mapuche und auf Mapudungun, der Mapuchesprache, rezitiert, ihre Verse skandiert und besingt, immer von der Handtrommel, der Kultrun begleitet. Dann bekommt ihr Gesang eine beunruhigende Intensität, die sich auch denen mitteilt, die Mapudungun nicht verstehen. Ein unvergessliches spirituelles Erlebnis.

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Adalberto Alvarez live ersetzt durch MERCADO NEGRO – Fiesta Latina – Lateinamerikanischer Faschingsball im Bayerischen Hof München

Adalberto Alvarez hat seine Tour komplett abgesagt. Es spielt an diesem Abend Mercado Negro.

Mehr Infos

Endlich wieder ein großes Salsa-Konzert in München. Mit Adalberto Alvarez live auf der Fiesta Latina im Bayerischen Hof München, am (Faschings)Sonntag den 07.02. ab 20:30 Uhr.

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Der Pianist, Komponist und Orchesterleiter Adalberto Álvarez ist zweifelsohne der modernste kubanische Sonero. Sein harmonischer Stil und charakteristische Melodien gaben ihm den Titel  „Son Gentleman“. Álvarez verwandelt ganz geschickt den traditionellen Son in die zeitgenössischen Genres, was ihn in der Tat zum einflussreichsten kubanischen Sonero der letzten 30 Jahre macht.

 

 

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Ana Tijoux live im Ampere München – Mittwoch, 21. Oktober 2015

Latino pur, gepaart mit HipHop: Das macht die Musik von Ana Tijoux so unglaublich kraftvoll, lebendig und ausdrucksstark. Panflöten treffen auf Rap, Jazz auf Latino-Rhythmen, Folklore auf Funk. Klare Lyrics voller Politik, Protest und zubeißender, verspielter Art. Die in Frankreich geborene Chilenin hat sich in den letzten Jahren zu einem Symbol des modernen Südamerika entwickelt und dafür schon drei Grammy-Nomierungen erhalten. Die New York Times nennt sie „Südamerikas Antwort auf Lauryn Hill“.

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Mittwoch, 21. Oktober 2015
ANA TIJOUX
Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20:30 Uhr
VVK € 15 / AK € 19 / Ort: Ampere

https://www.youtube.com/watch?v=S-ZGljqUqWM

Mehr Infos:
http://www.muffatwerk.de/de/events/view/2422

Bericht: Konzert Chico Trujillo am 30.07.2015 im Ampere des Muffatwerk München

Image2_DetailWer am 4. Juli 2008, einem heißen Sommertag, in die Muffathalle zur Noche Musica Latina gepilgert war, konnte neben den beiden Hauptattraktionen Ricardo Lemvo & Makina Loco und Maravilla de Florida im Café noch eine Band mit Namen Chico Trujillo sehen. Die waren die eigentliche Überraschung dieses Abends, als sie sich unter saunaartigen Bedingungen auf der kleinen Bühne im überfüllten Raum wie Schwerstarbeiter abarbeiteten. Ein Jahr später kamen sie noch einmal ins Ampere zu „Fun for Free“. Nach einer nun längeren Zeitspanne machte sich eine Anhängerschar erwartungsvoll wieder auf den Weg ins Ampere, das ausverkauft war. Ein großer Teil davon waren chilenische Landsleute, die viele Lieder auswendig konnten und entsprechend für eine gute Stimmung von Anfang an sorgten. Nun, Chico Trujillo scheint sich etabliert zu haben in den vergangenen Jahren. Sie haben einige CDs veröffentlicht und Tourneen absolviert.

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Bericht: Tony Allen Band – Jazz Sommer im Bayerischen Hof – 22.07.2015

20150722_Tony-Allen-Band_Jazz-Sommer-Bayerischer-Hof_MunichIMG_7686Tony Allen Band – Jazz Sommer im Bayerischen Hof – 22.07.2015

Mit großem Interesse erwarten Musikfans in München jeden Sommer das Programm des etablierten Jazz Sommers im Bayerischen Hof. Interessant wird es immer auch deshalb, da der Begriff Jazz weit ausgelegt wird und damit eine breite Zuhörerschicht anspricht. Den Auftakt durfte dieses Mal Tony Allen mit seiner Band machen. Viel wurde vorab über ihn berichtet. Bekannterweise war er mal der Schlagzeuger in der Band von Fela Kuti. Wobei man fairerweise anmerken muss, dass Allen die Band eigentlich musikalisch zusammengehalten hat. Ohne ihn hätte es keinen Fela Kuti gegeben, wie er uns in Erinnerung geblieben ist und den Begriff Afrobeat, der viele, auch nichtafrikanische Musiker inspiriert und beeinflusst hat, würde es ohne Allen wahrscheinlich nicht geben. Im gutbesuchten Festsaal erwarteten die Besucher einen entspannten Tony Allen. Im mittlerweile reifen Alter, in dem man sich üblicherweise und ohne schlechtes Gewissen seiner Rente widmen dürfte, muss er niemandem mehr etwas beweisen.

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Bericht und Fotos: Latin-Fiesta auf dem Praterstrand München

20150802135813_DetailBericht: Latin Fiesta am Praterstrand München – Sonntag den 2. August 2015

Es gibt ja inzwischen so einige „Strände“ in München, der längste ist sicher der Isarstrand. Aber zu den sympathischsten gehört der Praterstrand, nicht nur wegen dem leckeren Essen! Vor allem wenn dort eine Latin-Fiesta mit gleich zwei Salsa-Livebands und drei DJs angesagt ist.

Control Bacano, die Band die als erstes spielte, erfreute bereits sehr früh am Nachmittag des 2. August mit ihrer „musikalischen Rundreise durch Kolumbien“ die noch nicht so zahlreichen Gäste. Trotzdem schafften sie es, mit ihrem Groove die ersten Leute auf die Tanzfläche zu ziehen. Apropos Tanzfläche, die war im Sand, oder einem recht schmaler Holzsteg vor der Bühne. Das störte aber die wenigsten und tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

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Bericht Buena Vista Social Club auf dem Tollwood 2015

0107_rz_OBVSC_Foto_Alejandro_GonzalezBericht zum Abschiedskonzert des Buena Vista Social Club am Mittwoch den 1. Juli 2015 auf dem Tollwood München.
Soll es das nun wirklich gewesen sein? Das Orquesta Buena Vista Social Club befindet sich auf Abschiedstournee. Ein würdiger Rahmen war an diesem Abend eigentlich gesetzt: Das Musikzelt auf dem Tollwoodgelände fast ausverkauft, die Temperaturen vor allem im Zelt wahrlich kubanisch und das Publikum erwartungsvoll gut gelaunt. 20 Jahre waren sie in unterschiedlicher Zusammensetzung und mit Unterbrechungen immer wieder unterwegs, längst als eingetragenes Markenzeichen. Fast ist man geneigt zu sagen, es war eine permanente Abschiedstour von Anfang an. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Großteils der Musiker konnte man von vornherein nicht auf eine lange Beständigkeit bauen. Hatte am Anfang überhaupt jemand diesen Erfolg erwartet? Tatsächlich ist im Lauf der Jahre die überwiegende  Anzahl der Mitglieder gestorben. Die entstandenen Lücken wurden mit jüngeren Musikern gefüllt. An diesem Abend wurde dabei einmal mehr klar, dass die Nachrücker zwar technisch gut waren. Was ihnen aber fehlte, war die Seele der Alten, das Flair des Vergangenen, die Morbidität des alten Kuba. Mit ihrem individuellen Charme, der langjährigen Erfahrung, der auf ihre alten Tage wiedergefundenen Freude am Spielen und Auftreten erzeugten sie im Ensemble diese einzigartige Atmosphäre. So waren zum Schluss von den dominanten Akteuren nur noch Omara Portuondo und Eliades Ochoa übrig. Die Harmonie der Individuen war aber nicht mehr dieselbe. Nichtsdestotrotz lieferte die Truppe eine vereinnahmende Vorstellung ab. Wie erwartet, wurde langsam ein Spannungsbogen aufgebaut.

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