Fiesta Latina – Afro Cuban All Stars live in München – 03.03.2019

Juan de Marcos ist eine Schlüsselfigur der Son-Renaissance und ein begnadeter Netzwerker, der im Umfeld der großen kubanischen Musiklegenden aufwuchs. Seine Mission ist es, als Komponist, Produzent und Bandleader das musikalische Erbe Kubas zu Bewahren.
Er holte die Veteranen des Buena Vista Social Clus aus der Versenkung und verhalf der traditionellen kubanischen Musik zu einem fulminanten Comeback!
Mit dem Afro Cuban All Stars lässt er das traditionelle kubanische Bigband-Format wieder aufleben und präsentiert die Altmeister Seite an Seite mit den jungen Talenten.

Es erwartet uns ein Konzert von absoluter Weltklasse.

In den Pausen und im Anschluss: DJ Chuck Herrmann

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Bericht Buena Vista Social Club auf dem Tollwood 2015

0107_rz_OBVSC_Foto_Alejandro_GonzalezBericht zum Abschiedskonzert des Buena Vista Social Club am Mittwoch den 1. Juli 2015 auf dem Tollwood München.
Soll es das nun wirklich gewesen sein? Das Orquesta Buena Vista Social Club befindet sich auf Abschiedstournee. Ein würdiger Rahmen war an diesem Abend eigentlich gesetzt: Das Musikzelt auf dem Tollwoodgelände fast ausverkauft, die Temperaturen vor allem im Zelt wahrlich kubanisch und das Publikum erwartungsvoll gut gelaunt. 20 Jahre waren sie in unterschiedlicher Zusammensetzung und mit Unterbrechungen immer wieder unterwegs, längst als eingetragenes Markenzeichen. Fast ist man geneigt zu sagen, es war eine permanente Abschiedstour von Anfang an. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Großteils der Musiker konnte man von vornherein nicht auf eine lange Beständigkeit bauen. Hatte am Anfang überhaupt jemand diesen Erfolg erwartet? Tatsächlich ist im Lauf der Jahre die überwiegende  Anzahl der Mitglieder gestorben. Die entstandenen Lücken wurden mit jüngeren Musikern gefüllt. An diesem Abend wurde dabei einmal mehr klar, dass die Nachrücker zwar technisch gut waren. Was ihnen aber fehlte, war die Seele der Alten, das Flair des Vergangenen, die Morbidität des alten Kuba. Mit ihrem individuellen Charme, der langjährigen Erfahrung, der auf ihre alten Tage wiedergefundenen Freude am Spielen und Auftreten erzeugten sie im Ensemble diese einzigartige Atmosphäre. So waren zum Schluss von den dominanten Akteuren nur noch Omara Portuondo und Eliades Ochoa übrig. Die Harmonie der Individuen war aber nicht mehr dieselbe. Nichtsdestotrotz lieferte die Truppe eine vereinnahmende Vorstellung ab. Wie erwartet, wurde langsam ein Spannungsbogen aufgebaut.

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