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Gestern Abend trat die neunköpfige SON
Legende Sierra Maestra aus Cuba in München im Brunnenhof auf.
Für die normaler weise in Brunnenhof stattfindenden Konzerte
eine eher unübliche Musikrichtung. Finden hier doch eher im
Rahmen der Paulaner Oper Air Serie klassische Konzerte statt.
Dementsprechend war dann leider auch das Publikum. Steif und
reserviert und wohl nur deshalb da, weil es ein „Abo“ hatte.
Schade eigentlich. Denn an der Abendkasse standen noch einige
Leute, in der Hoffnung, noch Karten zu bekommen. Allerdings
blieb uns verschlossen, ob diese Armen Seelen noch Karten
bekommen haben oder nicht.

Voller Vorfreude und mit einer Packung
Magnum Eis ausgestattet, warteten wir auf den Beginn des
Konzerts. Hier sollten wir dann die erste Überraschung
erleben. Nachdem Lations bekanntlich nicht der Ruf haben
pünktlich zu sein, haben Sierra Maestra dann ziemlich
pünktlich um 20:03 mit dem Konzert begonnen.

Kaum das die ersten Töne erklangen,
konnten wir kaum noch ruhig auf den Stühlen sitzen bleiben.
Ach ja das Thema Stühle ist wohl auch noch so eine Sache.
Konzerte bei denen SON, Salsa, oder ähnliche Musik gespielt
wird, eignen sich weniger für große Bestuhlung. Eher denn für
eine große Tanzfläche. Aber hier sei wieder an das „allgemeine
Publikum“ erinnert.
Spätestens nach dem Ausspruch, dass Ihre
Musik nicht nur Musik fürs Herz sei sondern vor allem zum
tanzen, hat es und dann nach kurzer Zeit endgültig nicht mehr
auf den Stühlen gehalten und wir sind als erste nach vorne und
haben rechts vor der Bühne getanzt. Was sich allerdings als
eine ziemliche Anstrengung herausstellte, da das Tanzen auf
dem gepflasterten bzw. Betonboden alles andere als leicht war.
Nachdem wir den Anfang gemacht hatten, fand dann doch das eine
oder andere Paar den Mut auch aufzustehen und zu tanzen.

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Allerdings hielt es sich mit drei Paaren
vor der Pause ziemlich in Grenzen.

Nach 45 Minuten war dann die erste Hälfte
des Konzerts vorüber und ging nach einer ca. 25 minütigen
Pause weiter. Nun fanden sich doch mehr und mehr Leute vor der
Bühne ein und begannen zu tanzen. Oder sagen wir besser sich
zur Musik zu bewegen. Was aber völlig egal war, denn bei
diesen Leuten kam die Musik in den Herzen und in den Füßen an
(so an die 30 Personen). Leider konnte man das nicht von allen
sagen. Dies zeigte sich dann auch am Ende des Konzerts gegen
22:00 als Sierra Maestra von der Bühne gingen und einige Leute
sich sofort Richtung Ausgang begeben haben, ohne abzuwarten,
ob es das restliche Publikum nicht doch schaffen würde die SON
Legenden mit entsprechendem Beifall und sonstigen
Jubelbekundungen noch einmal auf die Bühne zu locken.

Schade eigentlich, dass diese tolle Musik
nicht aller erreicht hat. Haben doch die Jungs von Sierra
Maestra mit Ihre Musik das kubanische Lebensgefühl und die
Freude am Leben in hervorragender Weise präsentiert. Aber
trotz allem reichte das restliche Publikum aus, und erkämpfte
sich seine Zugaben. Nach zwei Zugaben war dann endgültig
Schluss. Schade. Wir hätten die ganze Nacht so weiter machen
können...

Rico Fabig
alias El Compadrejo
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