Bericht, Interviews und Fotos vom 4. Salsa Festival  Latin-Chem
in Chemnitz 2003

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 Reisebericht zum Salsa Festival
Latin-Chem 2003
Chemnitz vom 4. - 7. Sept. 2003

http://www.latin-chem.de/

Zu den Fotos

„Chemnitz ist ein Phänomen“

Dieses Urteil gibt Lorenzo Sanchez (38) , Mitveranstalter und Mitbegründer des Latin-Chem, über Chemnitz ab. Er muß es wissen. Der gebürtige Kubaner, der seit seinem 6. Lebensjahr tanzt und mit 16 Jahren einen Abschluß in Musik und Tanz an der E.N.A. ( Escuela National de Arte ) ablegte, erklärt, dass die Salsa-Szene rund um Chemnitz unterschätzt wird. So gehört sie im ostdeutschen Raum zu den größten, neben Leipzig und Dresden.
So sei das Latin-Chem, welches zusammen mit Gerd Stiller und Dennis Pinillo bei einer Flasche Havanna Club aus der Wiege gehoben wurde,
der erste und älteste Salsakongress Deutschlands.

Das Ziel sei, vom Anfänger bis zum fortgeschrittenen Tänzer, von Cuban bis New York Style, jedem etwas zu bieten.
Der „Kontakt zum Publikum ist das wichtigste“ , erklärt Lorenzo und das glaubt man sofort, wenn man ihn im Umgang mit seinen Schülern beobachtet.

Latin-Chem in Zahlen

• 4. Latin-Chem
• 4 Veranstalter ( Sira, Gerd, Lorenzo und Dennis )
• 4 Parties
• 19 Tanzlehrer aus Kuba, Spanien, Mexiko, USA, England
   und Deutschland
• > 20 Crew – Mitglieder
• > 60 Workshops von Salsa, Rumba, Cha Cha über Streetdance,
     Afro Dance und Trommeln bis Rueda und Tango Argentino
• > 2200 Teilnehmer

Meinungen zur Latin-Chem

Andreas, 29 und Christina, 26:

“Wir sind beide zum ersten Mal hier und begeistert. Alles ist gut durchorganisiert.

Am Besten hat uns bisher der Kurs mit Leo gefallen. Er hat das, was er zeigen wollte, gut rüber gebracht.“

Jan, 29:

„Ich bin etwas angenervt, da ich einen Workshop für Fortgeschrittene besucht habe und das Niveau anders ist, als man es kennt. Man muß hier eine Stufe niedriger einsteigen, als man denkt. In der Mittelstufe bei Leo hat´s mir dann richtig Spaß gemacht.

Ansonsten hat es mir bisher gut gefallen.“

Zeljko, 35:

„Ich find´s einfach nur klasse. Besonders gut gefällt mir, das ursprüngliche Tanzen und die Rhythmik. Die Atmosphäre auf dem Kongress ist gut und die Parties sind klasse.“
 
Karin, 33:

„Es ist super klasse. Ich mache so etwas zum ersten Mal und fühle mich total gut hier.“
Andrea, 26:

„Mir ist hier erst bewusst geworden, was für „Cracks“ es in den Workshops gibt. Ich selbst tanze erst seit einem Jahr. Es ist spannend, den Unterschied zu langjährigen Tänzern zu sehen. Es ist zwar anstrengend, aber man nimmt aus allen Kursen etwas mit. Man hat Spaß statt Streß.“

 

Im Gespräch mit Birgit Schneider – Flores
(Tänzerin -Tanztherapeutin - Choreografin - Körpertherapeutin)
http://www.blu-caribe.de/


Zum Foto von Birgit Schneider – Flores

Nach einem interessanten Workshop über Tanz- und Führungstechnik im Salsa findet Birgit ein wenig Zeit, um sich mit uns über Salsa, Gefühl und nochmals Gefühl im Tanzen zu unterhalten.

Birgit bemängelt, dass viele Leute nicht wissen worauf es beim Tanzen ankommt. Ihrer Meinung nach kommt es nicht darauf an, viele Figuren zu tanzen, sondern Präsenz und Ausstrahlung zu zeigen. Beides zusammen ergibt dann Eleganz.

Auf die Frage in welcher Beziehung Sie zur Musik stehe, äußert sie, dass in Deutschland die Leute sehr im Kopf leben. „Warum soll ich den Schritt so machen, wenn ich ihn einfach so machen kann.“ Ihr sei es wichtig, das Gefühl vom Kopf in den Bauch zu bekommen. Darauf kann man hinarbeiten, wenn man dieses Ziel vor Augen hat. Zählen in der Musik sei wichtig, aber irgendwann müsse man sich davon lösen und im Körper zählen, fährt sie fort. „Der Kopf sagt dann vielleicht 1, 2, 3 zur Musik, der Körper aber vielleicht etwas ganz anderes.“ Während sie uns diese Antwort gibt, unterstreicht sie fast jedes Wort mit einer Bewegung. Man erkennt, dass sie das Gefühl von dem sie spricht verinnerlicht hat. Der Körper reagiert auf die Musik und nicht der Kopf.

Als wir sie fragen, wie sie zum Tanzen und speziell zum Salsa gekommen sei, lächelt sie. „Als Kind habe sie es im Fernsehen gesehen und irgendetwas habe sie angezogen.“ Über den orientalischen Tanz, Südamerika und Kuba, kam Birgit dann nach New York, wo sie mit Leo Garcia den Tanzstil revolutionierte.
„Die meisten lernen Tanzen über das Zählen und entwickeln dann das Gefühl.“ Bei Birgit war es genau umgekehrt. Sie hatte in Südamerika Salsa aus dem Bauch heraus gelernt, wie sie sagt, „Spaß gehabt“. Und nun musste sie dieses Gefühl ins Zählen umsetzen. Birgit bringt es kurz und bündig auf einen Nenner: „Ich denke nicht beim Tanzen.“

Über die Aufgabe der Frau im Tanzen sagt sie, dass die mitteleuropäische Frau sich hingeben muß. Und diese sollten den Männern auch die Chance lassen, das Führen zu lernen, um sich hingeben zu können. „Tanzen bedeutet keine feste Folge“, erläutert sie.
Für Birgit ist freies Tanzen die Summe aus dem, was der Herr führt und der Ausschmückung durch die Frau.

Vielen Dank Birgit.
 

Der Reisebericht von Rico und Sandra

Mittwoch 03. September 2003

A8 Richtung Stuttgart irgend wo zwischen Augsburg und Ulm. Unfall und Stau! Das fehlte mir gerade noch kaum unterwegs steht man schon wieder. Somit wurde mein Zeitplan gleich erst einmal wieder über den Haufen geworfen. Irgendwann ging es dann doch vorwärts und ich kam irgendwann gegen 22:30 Uhr in Fellbach, einem Vorort von Stuttgart an. Nachdem mich Sandra, meine Mitstreiterin, nach meiner Ankunft noch kurzer Hand mit SMACKS verköstigt hat, fielen wir beide total müde ins Bett. Sandra vom Dienst in der Klinik und ich vom Tag und von der Autofahrt.

Donnerstag 04. September 2003

06:45 Uhr, der Wecker klingelt unbarmherzig. Gut das es noch eine zweiten Wecker gab, der 15 Minuten später klingelte. Also noch einmal umdrehen und für kurze Zeit an der viel zu kurzen Nacht festhalten und dann langsam wach werden.
Nach einem kurzen Frühstück und den letzten Besorgungen ging es dann gegen 09:15 Uhr Richtung Chemnitz. Irgendwann auf der A9 fühlten sich meine Lieder irgendwie von der Schwerkraft angezogen und für mich ging die Fahrt dann doch ganz schnell. Naja mir kam es zumindest so vor. Habe ich doch einen ganzen Teil der Strecke geschlafen. Arme Sandra! Sie musste fahren und ich habe einfach gepennt und war irgendwo unter Palmen. OK, OK... dafür bin ich dann wenigstens noch die letzten 100 km gefahren und sie konnte auch mal eine kurze Stippvisite im Land der Träume machen.
So etwa gegen 14:45 sind wir dann wohl behalten und bei strahlendem Sonnenschein in Chemnitz angekommen.

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Nun hieß es erst einmal die Formalien erledigen. Ausweis organisieren, Überblick verschaffen und dann gleich ab zum ersten Workshop. Salsa Cuban Style für Anfänger mit Lorenzo und Nicole.

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Einige einfache Schrittkombinationen die uns, na sagen wir mal, nicht gerade überfordert haben. Aber für den Einstieg ganz gut. Als nächstes (16:30-18:00 Uhr) folgte dann Salsa NY-Style (Anfänger/Mittelstufe) mit Gerd und Kerstin. Als „Anfänger“ hätte ich den Kurs wahrscheinlich nicht „überlebt“, da es hier doch schon deutlicher zur Sache ging und „anspruchsvollere“ Schrittkombination gezeigt wurden die auch für Sandra und mich nicht ganz ohne waren.
Danach ging es ab in die Unterkunft, eine kleine Pension ca. 1km vom Veranstaltungsort, dem „Haus des Gastes“, entfernt. Kurze Verschnaufpause und etwas Frisch machen und dann ab in die City. Die Innenstadt von Chemnitz ist, so kam es mir vor, eine Kombination aus alter und neuer Architektur. Geschmackssache eben. Aber es gibt zweifelsohne schöne Ecken in der Innenstadt.

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Nach dem wir unsere Besichtigungstour abgeschlossen hatten, haben wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem begeben. Was, wie sich herausstellte, mit einer eingefleischten Vegetarierin gar nicht so ohne ist. Aber wir sind dann doch relativ schnell fündig geworden. Das „DON“, ein Restaurant, Bar, Lounge mitten in der Innenstadt. Hier herrschte eine sehr gemütliche Atmosphäre und wir haben sogar auch einen sehr guten Platz bekommen.

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 Das Essen war ausgezeichnet und der Kellner sehr nett und freundlich! Also ein Ort, den man gerne weiterempfiehlt. Sollte jemand von Euch mal nach Chemnitz kommen, auf jeden Fall hingehen und genießen...
Nachdem wir gestärkt waren, sind wir zurück in die Pension. Sandra hat dann die erste Auszeit genommen und ich bin alleine auf die erste Party.
Und was soll ich Euch sagen... ...oh weh! Ich habe mit Schrecken festgestellt das auf der Party überwiegend Salsa im Cubano Style getanzt wurde. Na wie gut, dass ich am Nachmittag den Anfängerkurs gemacht habe. Aber es hat sich dann doch noch eine nette Dame aus Ulm gefunden, die mit mir dann auch ein paar Lieder NY Style getanzt hat. Um ca. 01:00 Uhr hatte auch ich für den ersten Tag genug und bin schlafen gegangen.


Freitag, 05. September 2003

Wieder klingelt der Wecker schonungslos, Dieses mal um 08:30 und reißt uns aus dem Schlaf. Oh je, ich muss als erster ins Bad. Na gut... So nach dem Motto: „Die Person im Spiegel kenne ich zwar nicht, aber waschen und kämmen tue ich sie trotzdem“ habe ich mich so früh am Morgen durchs Bad gequält. Anschließend gab es dann ein ordentliches Frühstück.
10:30 Uhr, der erste Kurs für heute. Rueda de Casino für Anfänger mit Volker und Judith war angesagt. Für uns beide das erste mal, dass wir etwas mit Rueda zu tun hatten. Gesehen OK, das hatten wir Rueda hier und dort schon, aber getanzt? Fehlanzeige. Der Unterricht war für alle Beteiligten eine ziemlich lustige Angelegenheit. Die Gruppe hatte auf jeden Fall ihren Spaß auch wenn der eine, z. B. ich, oder die andere so ihre Probleme hatten. Nicht unbedingt wegen der Schritte. Aber wenn am als kleine Person von 1,64 m (ich) eine Frau, die ein gutes Stück größer ist und doch erheblich stabiler gebaut war, hochheben soll, können schon mal ein paar Komplikationen auftreten. Aber wie gesagt wir haben es alle mit Humor genommen und es gab keine Schwerverletzen :)  .
In der Mittagspause haben wir dann ein Interview mit Judith und Volker geführt.

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Bei dieser Gelegenheit sollten wir noch eine kleine Kostprobe einer Cubanisch-Polnischer Showeinlage bekommen. Judith und Anja haben uns um unsere Meinung gebeten, nachdem sie uns Ihre Show für den Abend gezeigt haben, die sie erst gar nicht tanzen wollten. Das wäre jedoch sehr schade gewesen...
Um 13:00 Uhr stand Afro Dance auf dem Programm. Der Instructor Kwashie, ein gebürtiger Ganese, den die Liebe nach Deutschland geführt hat, hatte mit dem bunt gemischten Kursteilnehmern ziemlich viel Spaß.

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 Auf jeden Fall war auch dieser Kurs eine sehr lustige Angelegenheit. Nicht zuletzt deshalb, weil wir mit den gesprochenen Silben zu den Schritten konfrontiert wurde. Eine Erfahrung ganz anderer Art, die sich hier nur schwer beschreiben lässt. Das muss man definitiv selbst erlebt haben...
Nachdem wir am Morgen „Rueda Blut“ geleckt hatten, entschieden wir uns für den zweiten Rueda Anfänger Workshop an diesem Tag bei Denni (Dr. Dagoberto Pinillo).

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Dies stellte sich für uns jedoch als Fehlentscheidung heraus. Der Workshop war in keinster Weise mit dem vom Morgen zu vergleichen. Sowohl die Gruppe als auch Dennis hatten so miteinander Ihre „Schwierigkeiten“.

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Aber wir ließen uns nicht entmutigen und gaben uns an diesem Tag das „volle Programm“. Somit war der 4. und letzte Workshop für diesen Tag an der Reihe. Salsa New York Style (Intermediate) bei Leo „Silk“ Garcia aus New York. Begonnen haben wir mit ein paar Basics und ein paar Shines zum „locker“ werden. Leo´s Slogen „always nice and esay“ blieb sofort bei jedem im Ohr hängen. Anschließend ging es mit diversen Abwandlungen des Cross Body Lead weiter. Diese stellten für die meisten keine großartige „Überforderung“ dar, haben aber sehr viel Spaß gemacht und konnten „always nice and esay“ getanzt werden.

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Am Abend war dann wieder Partytime angesagt. Diesmal die große Opening Party in allen Sälen mit Vorstellung der Lehrer,

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Shows und Live Musik von „Salsa feeling“. Eine Band mit Musikern aus drei verschiedenen Nationen (Peru, Puerto Rico und Deutschland).

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Auch hier bewahrheitete sich die Regel „gehe nie Pünktlich auf eine Party“. Als ziemlich pünktlich um kurz nach 21:00 Uhr eintrafen war noch gähnende Leere. Der kleine Saal und seine Tanzfläche füllten sich dann doch relativ schnell. Mit einer guten Stunde Verspätung begann dann im großen Saal das Rahmenprogramm. Es war ein Abend mit vielen guten Act´s und toller Musik.

 

Samstag, 06. September 03

Nach viel zu kurzer Nacht stand heute als erstes Tanz- und Führungstechnik (NY Style) bei Birgit Schneider-Flores aus Heidelberg auf dem Programm.

Zum Foto von Birgit Schneider – Flores

Birgit hat eine kleine Kombination mit uns aufgebaut und zuvor Stück für Stück in seinen Einzelteile zerlegt und hier die Tanz und Führungstechnik erklärt. Ein Workshop der uns sehr viel gebracht hat, da er sehr informativ war und sehr ins Detail ging.
In der Mittagspause haben wir es uns in der Sonne auf einer kleinen Mauer vor dem Haus des Gastes gut gehen lassen,

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nachdem wir zuvor von Volker und Judith eingeladen wurden, sie mit ein paar Freunden am Abend in ein kleines Kubanisches Restaurant zu begleiten.
Nach der Mittagspause haben wir uns getrennt und sind in verschiedene Workshops gegangen. Sandra zu Kwashie

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 in´s Afrikanischen Trommeln und ich zu Ian Salvador Lopés zum Street Dance für Anfänger.

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Unser Saal war „propen“ voll und überwiegend mit Frauen gefüllt. Ian ist den Unterricht ziemlich relaxt angegangen. Nachdem er zuvor ca. 45 Minuten WarmUp und Stretching mit uns gemacht hat, widmete er sich seiner Schrittfolge. Hier stellte sich jedoch heraus, das so einige der Kursteilnehmer – mich inklusive – ihre Schwierigkeiten mit der unabhängigen Koordination von Armen und Beinen hatten. Auch hier gab es wieder einiges zu Lachen. Aber niemand wurde ausgelacht...

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Nach der kurzen Trennung fanden Sandra und ich dann für den nächsten Workshop (Salsa NY-Style) bei Rafael Muñoz,

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den meisten Münchner Salseros wohl bekannt, zusammen. Hier stellte sich jedoch ziemlich schnell heraus, dass mein Aufnahmekapazität für diesen Tag ziemlich erschöpft war und mich das Mittelstufenniveau zu diesem Zeitpunkt überforderte. Also verließen wir kurzerhand den Workshop um uns „frisch“ zu machen und gönnten uns eine kleine Auszeit bis zu unserem letzen Workshop für diesen Tag „Tango Argentino für Anfänger“. Leider habe ich hier feststellen müssen, das Tango Argentino wohl nicht so ganz mein Tanz ist. Aber was soll´s! Ich habe mich trotzdem bemüht durch zu halten und es zumindest zu versuchen.
Dann kam das Abendessen im „Bistro Cuba“.

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Aus den Ursprünglich angekündigten 10 bis 12 Personen sind dann mal eben 24 geworden. Damit haben wir das Bistro dann komplett in Beschlag genommen. Wie gut, dass bei unserer Ankunft, nicht all zu viele Gäste da waren. Mit so einer großen Gruppe hatte die Küche leider nicht gerechnet und war somit auch leicht überfordert. Aber wir haben uns, während wir auf unser Essen gewartet haben, die gute Laune nicht verderben lassen

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und uns schon einmal für die Party am Abend in Stimmung gebracht.
Wie gesagt, ab Abend war wieder Partytime angesagt. Und so... Here we go!
Am Samstag war es noch voller und noch "heißer".

 

Und das in mehrerlei Hinsicht. Hatte man doch extra vorsorglich eine Lüftungsanlage angemietet, da man die Fenster wegen der "Lärmbelästigung" nicht öffnen durfte. Aber um Murphys Gesetz zu zitieren, "Was schief gehen kann, geht auch schief. So kam es dann, dass eine Sicherung durchbrannte und die Lüftungsanlage ihren Geist aufgab. Und was lag da näher, als die Fenster doch ein wenig zu öffnen, damit wenigstens etwas Frischluft in den Saal konnte. Als ich dann nach einiger Zeit das Foto und Videoequipment ins Auto brachte, habe ich bereits den ersten Nachbarn mit einem Phonemässgerät in der Hand entdeckt. Pfui sage ich da nur! Einfach den Leuten den Spass nicht gönnen. Denn um ganz ehrlich zu sein, trotz geöffneter Fenster war es wirklich nicht laut. Aber so ist das im Leben. Neider gibt es immer und überall...
An diesem Abend heizte Orquesta Naranja im Großen Saal ein.

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Eine Band mit sehr großem Repertoire aus Salsa, Rumba Guaguanco, Cha Cha Cha, Son Montuno, Latin Jazz, etc.
Während im gossen Saal sich die Musik überwiegend mit Salsa einpendelte, wurde im kleinen Saal überwiegend Bachata und Merengue gespielt. In der Bar lief dann noch Reggae, Ska, etc. Auch dieser Abend wurde wieder spät und die folgende Nacht kurz...

Sonntag, 07. September 03

So langsam zeigten sich Sandra und mir die ersten Erschöpfungserscheinungen. Doch wärend Sandra sich tapfer noch durch den ganzen Tag kämpfte war für mich um ca. 14:30 Finito. Angefangen hat Sandra am Sonntag mit Lady Style Salsa Cubana um 10:30 bis ca. 12:00 Uhr. In dieser Zeit habe ich mich meiner Aufgabe als Fotograf gewidmet

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und bin durch alle Kurse und Säle, um wieder etliche Fotos zu schießen. Den zweiten Kurs, Salsa NY-Style bei Birgit, haben wir dann noch einmal zusammen gemacht. Danach hieß es für mich Abschied nehmen und Saldras Corsa´le nach Stuttgart zu fahren und dann gleich weiter nach München.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich den Latin-Cham 2003 verlassen. Ein Festival, das die Bezeichnung "Latin" zu Recht trägt. Diese Vielfalt die hier geboten wurde, ist mir bisher weder begegnet noch habe ich bis dato davon gehört. Auch die ganze Atmosphäre, die ich als sehr freundlich und familiär empfunden habe hat zu einem gelungenem Aufenthalt beigetragen.

Während sich Sandra noch den Freuden der Afrikanischen Trommelei mit Kwaschie und Rueda mit Judith und Volker hingab, quälte ich mich bereits über Deutschland Autobahnen. Als ich dann am Abend gegen 21:30 Uhr im München ankam, war ich endgültig erschöpft und trotzdem relaxed. Schön, wenn man dann auch noch erwartet und sozusagen "gepflegt" wird.

Abschließend bleibt mir nur ein großes Lob an die Veranstalter und alle fleißigen Helfer! Gut gemacht und macht weiter so!!! Ich hoffe, dass ich einiger Münchner Salseras und Salseros ermutigen kann, sich uns nächstes Jahr anzuschließen. Denn wenn nichts dazwischen kommt, werde ich nächstes Jahr wieder kommen.

Un beso

Euer El Compadrejo
 

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Bericht, Interviews und Fotos vom 4. Salsa Festival  Latin-Chem
in Chemnitz 2003

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