|
Interview mit Bernard und Sonyo Martinez
DJ, Choreographer, Performer, Promoter,
Instructor
www.mambocaliente.com
Bernards Eltern kommen aus Puerto Rico,
er selbst wurde in New York geboren.
Er tanzt
seit 13 Jahren Salsa und unterrichtet seit 9 bis 10 Jahren.
Er wurde von
vielen unterschiedlichen Lehrern unterrichtet.
Aktivitäten:
Er
unterrichtet on1 und on2, unterrichtet auch andere Lehrer,
reist viel als Lehrer. Er und seine Frau haben sich vor kurzem
in Californien niedergelassen, wo sie – hoffentlich bis Ende
diesen Jahres – ihre eigene Tanzschule eröffnen werden.
Sein Stil
beschreibt er folgendermaßen:
„Economy of
motion“, d.h. weniger ist oft mehr!
Und „work
with the music“.
Er ließ sich
u.a. von „Martial arts“ und Bruce Lee beeinflussen, denn auch
dort geht es darum, die Energie richtig einzusetzen.
Auch er
wurde – wie viele Salsa-Tänzer übrigens – vom Standard- und
Latein-Tanz beeinflusst.
Er ist
bekannt als „technical dancer“, er hat einen flüssigen und
weichen Tanzstil und er möchte das, was bereits gut ist, noch
besser machen.
Seine
Projekte sind - wie bereits oben erwähnt – eine eigene
Tanzschule eröffnen,
weiter als
Lehrer zu arbeiten und in diesem Zusammenhang neue DVDs zu
produzieren,
Events zu
organisieren (z.B. Salsakongresse),
professionelle Tanzgruppen aufzubauen, reisen.
Salsa
ist für ihn – er sieht es sogar philosophisch – eine Art
Lebensweise, „way of life“, geworden.
Salsa hat
ihm so viel gegeben, seine Karriere, seine Ehefrau, er darf
reisen und Dinge tun, die er gern tut, und wird noch dafür
bezahlt!
Er hat
großen Respekt vor dem Tanz und der Musik; er möchte erstens
beides den Menschen näherbringen, zweitens möchte er der Salsa,
der er so viel zu verdanken hat, auch etwas zurückgeben.
Salsa steht
für Freude, die für jeden zugänglich ist, Salsa „gehört“
niemandem. Sie soll geschätzt, gut behütet und gepflegt
werden, damit das Feuer immer weiter lodert.
Ihre
Geschichte und ihre Kultur sind so reich, so bedeutend, wir
sollten ihr unbedingt Respekt zollen und ihr etwas zurückgeben
für all das, was sie uns gibt, und nicht nur nehmen.
Salsa wird
immer mehr und größer werden.
|

Zur
Zukunft der Salsa sagt er Folgendes:
·
Warum nicht irgendwann als olympische Disziplin?
·
Warum nicht als Schulfach, als Teil der
Erziehung!
·
Salsa wird auf jeden Fall weiter wachsen, schon
aufgrund ihrer bedeutenden Geschichte und Kultur.
·
Salsa wird überall getanzt werden, auf allen
Kontinenten;
·
Warum nicht Salsa auf dem Mond?
Er wünscht
sich, falls es einmal ein riesiges Salsabuch geben sollte,
dass er mit einem Kapitel oder Absatz dort erwähnt wird, in
dem Maße, in dem er zur Salsa beigetragen hat.
______________________________
Sonyo
Martinez wurde in Korea geboren, zog dann in die
USA, zunächst New Jersey, dann New York, wo sie vor 6 Jahren
das Salsa-Tanzen lernte. Vorher tanzte auch sie Standard und
Latein.
Ihr Lehrer
ist hauptsächlich ihr Mann; demnächst wird auch sie
unterrichten, besonders Frauen.
Sie hat
ihren eigenen Tanzstil entwickeln können, da er ihr
durch seinen weichen Führungsstil genug Raum dazu läßt.
Salsa
bedeutet für sie: ein Teil einer Gemeinschaft sein, und zwar
weltweit gesehen.
Egal ob in
kleinen oder großen Städten, Salsa wird überall getanzt und
man gehört einfach dazu zu dieser Familie. Alle sind irgendwie
„verbunden“, man hat etwas „Gemeinsames“.
Außerdem
wollen alle sich noch verbessern, was zu einem regen Austausch
von Informationen und Können führt.
Sie wünscht
sich für die Zukunft, dass Salsa „politik-frei“ und „widerstands-frei“
bleibt;
dass es
nicht nur um „Geld machen“ gehen darf, sondern um Liebe für
die Kultur der Salsa; dass es um das „Gemeinsame“ geht und das
„Zusammenkommen“.
Salsa ist
Leidenschaft, aber auch ein ständiger Lernprozeß. Wir lernen
täglich voneinander, sogar von Kindern können wir lernen.

Carlos und
Agnes
Zu den Fotos |