Bericht und Fotos vom Salsa Congress Innsbruck
 23 - 25.Januar  2004

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Interview mit Bernard und Sonyo Martinez

anlässlich des Salsa-Congresses in Innsbruck vom 23. bis 25. Januar 2004

Interview und Fotos von Carlos und Agnes

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Interview mit Bernard und Sonyo Martinez

 DJ, Choreographer, Performer, Promoter, Instructor

www.mambocaliente.com

 Bernards Eltern kommen aus Puerto Rico, er selbst wurde in New York geboren.

Er tanzt seit 13 Jahren Salsa und unterrichtet seit 9 bis 10 Jahren.

Er wurde von vielen unterschiedlichen Lehrern unterrichtet.

 

Aktivitäten:

Er unterrichtet on1 und on2, unterrichtet auch andere Lehrer, reist viel als Lehrer. Er und seine Frau haben sich vor kurzem in Californien niedergelassen, wo sie – hoffentlich bis Ende diesen Jahres – ihre eigene Tanzschule eröffnen werden.

 

Sein Stil beschreibt er folgendermaßen:

 

„Economy of motion“, d.h. weniger ist oft mehr!

Und „work with the music“.

Er ließ sich u.a. von „Martial arts“ und Bruce Lee beeinflussen, denn auch dort geht es darum, die Energie richtig einzusetzen.

Auch er wurde – wie viele Salsa-Tänzer übrigens – vom Standard- und Latein-Tanz beeinflusst.

Er ist bekannt als „technical dancer“, er hat einen flüssigen und weichen Tanzstil und er möchte das, was bereits gut ist, noch besser machen.

 

 

Seine Projekte sind - wie bereits oben erwähnt – eine eigene Tanzschule eröffnen,

weiter als Lehrer zu arbeiten und in diesem Zusammenhang neue DVDs zu produzieren,

Events zu organisieren (z.B. Salsakongresse),

professionelle Tanzgruppen aufzubauen, reisen.

 

Salsa ist für ihn – er sieht es sogar philosophisch – eine Art Lebensweise, „way of life“, geworden.

Salsa hat ihm so viel gegeben, seine Karriere, seine Ehefrau, er darf reisen und Dinge tun, die er gern tut, und wird noch dafür bezahlt!

Er hat großen Respekt vor dem Tanz und der Musik; er möchte erstens beides den Menschen näherbringen, zweitens möchte er der Salsa, der er so viel zu verdanken hat, auch etwas zurückgeben.

Salsa steht für Freude, die für jeden zugänglich ist, Salsa „gehört“ niemandem. Sie soll geschätzt, gut behütet und gepflegt werden, damit das Feuer immer weiter lodert.

Ihre Geschichte und ihre Kultur sind so reich, so bedeutend, wir sollten ihr unbedingt Respekt zollen und ihr etwas zurückgeben für all das, was sie uns gibt, und nicht nur nehmen.

Salsa wird immer mehr und größer werden.

 

Zur Zukunft der Salsa sagt er Folgendes:

 

·        Warum nicht irgendwann als olympische Disziplin?

·        Warum nicht als Schulfach, als Teil der Erziehung!

·        Salsa wird auf jeden Fall weiter wachsen, schon aufgrund ihrer bedeutenden Geschichte und Kultur.

·        Salsa wird überall getanzt werden, auf allen Kontinenten;

·        Warum nicht Salsa auf dem Mond?

 

Er wünscht sich, falls es einmal ein riesiges Salsabuch geben sollte, dass er mit einem Kapitel oder Absatz dort erwähnt wird, in dem Maße, in dem er zur Salsa beigetragen hat.

 

______________________________

 

Sonyo Martinez wurde in Korea geboren, zog dann in die USA, zunächst New Jersey, dann New York, wo sie vor 6 Jahren das Salsa-Tanzen lernte. Vorher tanzte auch sie Standard und Latein.

Ihr Lehrer ist hauptsächlich ihr Mann; demnächst wird auch sie unterrichten, besonders Frauen.

Sie hat ihren eigenen Tanzstil entwickeln können, da er ihr durch seinen weichen Führungsstil genug Raum dazu läßt.

 

Salsa bedeutet für sie: ein Teil einer Gemeinschaft sein, und zwar weltweit gesehen.

Egal ob in kleinen oder großen Städten, Salsa wird überall getanzt und man gehört einfach dazu zu dieser Familie. Alle sind irgendwie „verbunden“, man hat etwas „Gemeinsames“.

Außerdem wollen alle sich noch verbessern, was zu einem regen Austausch von Informationen und Können führt.

 

Sie wünscht sich für die Zukunft, dass Salsa „politik-frei“ und „widerstands-frei“ bleibt;

dass es nicht nur um „Geld machen“ gehen darf, sondern um Liebe für die Kultur der Salsa; dass es um das „Gemeinsame“ geht und das „Zusammenkommen“.

Salsa ist Leidenschaft, aber auch ein ständiger Lernprozeß. Wir lernen täglich voneinander, sogar von Kindern können wir lernen.

Carlos und Agnes

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Bericht und Fotos vom Salsa Congress Innsbruck
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