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Charanga Habanera
live im Skyline München am
4. März 2004
Es war schon wieder einige Zeit her und in diesen Breiten
angesiedelte Anhänger guter kubanischer Gruppen werden ja
nicht gerade überschwemmt mit Konzertangeboten. Nun waren sie
aber wieder angesagt, die Salsa Timba Band Kubas: Charanga
Habanera.
Viele Münchener Kubaner und kubanischen Münchner, auch aus
Vororten wie zum Beispiel dem Raum Freiburg und dem nördlichen
Italien machten sich also auf den Weg mit dem wie immer etwas
bangen Gefühl: Hoffentlich sind wir nicht umsonst gekommen.
Wie viele würden überhaupt kommen? Oder würden sie lieber zur
Konkurrenz am gleichen Abend gehen? So stand aber dann schon
gegen 21.00 eine kleinere Schlange vor dem Aufzug und wartete
geduldig, nach oben fahren zu dürfen.
Das Skyline war auch schon erstaunlich gut gefüllt für
diese Uhrzeit. Wäre nicht die Bühne aufgebaut gewesen, man
hätte sich fast wie an einem normalen Donnerstag gefühlt. Die
Musik aus der Konserve war nämlich wie immer. Dem Rezensenten
wurde aber schon warm ums Herz, als er eine Nummer von
Adalberto Alvarez zu Gehör bekam.
Um zwanzig nach zehn war es dann tatsächlich so weit, einer
Uhrzeit, zu der Kubanerinnen zu hause in Havanna noch nicht
einmal angefangen hätten, sich aufzubrezeln für die Nacht.
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Die Instrumentalisten betraten die Bühne. Nach ein
bißchen Instrumentalgeplänkel kamen die Sänger und zuletzt der
Meister „himself“ David Calzado und brachten die Bandstärke
auf 14. „Soy cubano, soy popular“, die erste Nummer der
letzten CD sollte gleich zeigen, wo es lang geht. Diese CD
bestimmte auch einen Großteil des Programmes.
Langsam wurden die Jungs auch warm. Schließlich machten die
vier Sänger genug Gymnastik. Sie spielten routiniert einen
ersten Set von einer Dreiviertelstunde. Die Stimmung war
ordentlich aber die Hoffnung lag schon auf einer Steigerung im
zweiten Set.
Nach einer etwa halbstündigen Merenguepause kam dann die
zweite Ladung. Die war etwa gleich lang wie die erste, aber
wieder nur routiniert und leider nicht geballt genug.
Das mag auch am Sound gelegen haben, eine sowieso nicht
leichte Aufgabe im Skyline. So wummerte der Bass, die Bläser
waren zu leise. Wie konnte der Mixer es auch hören. Er saß ja
seitlich von der Bühne.
So blieb am Ende das Gefühl, man war ja schon froh, dass
sie uns überhaupt beehrt hatten. Die Party im Skyline ging in
bewährter Weise noch weiter in die Nacht. Aber wie gesagt, der
hiesige Fan ist genügsam und wird ja nicht gerade
überschwemmt...
von Stephan
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