|
12. Oktober 2003. Wieder ein kalter
Herbstabend in der Stadt. Gegen 21:00 Uhr trafen wir uns für
einen musikalischen Leckerbissen der besonderen Art vor dem
Skyline. An diesem Abend sollte
Aramis Galindo, Gewinner des
Latin Grammy, mit seinem 13-köpfigen Orchester auftreten. Wie
bitte? Ein 14 Personen starke Gruppe im Skyline? Wo sollten
die ganzen Musiker Platz finden? Fragen über Fragen... Aber so
viel sei hier schon verraten, sie haben alle auf die Empore
gepasst. Alle 14!
Für Aramis Galindo (Kuba), der sein Auge auf die musikalische
Historie Kubas gerichtet hat, war schon von klein auf klar,
dass er eines Tages Sänger werden würde. Begonnen hat er seine
Karriere jedoch als Baseball Profi. Bevor er im Jahre 2000
sein eigenes 13-köpfiges Orchester gründete, war er fünf Jahre
beim Orchester Adalbert Alvarez y su Son (Kuba) Leadsänger.
Aber genug der Historie. Kurz nach 22:00 war es so weit.
Aramis y Orquestra kamen auf die Bühne. Und das Candela das
sie dann entzündeten, brannte so heiß, dass man es nicht in
Worte fassen kann. Das muss man erlebt haben!!! Schade
eigentlich, das sich für diesen Leckerbissen kein größeres
Publikum gefunden hatte. Und wo wir gerade beim Publikum
sind... ...irgendetwas muss in dieser Stadt um sich greifen.
Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Künstler die solch
ein musikalisches Feuer der Leidenschaft entzünden das
Publikum nicht mitreißen können und selbigen erst zeigen
müssen was man mit zwei gesunden Händen alles machen kann. Zum
Beispiel klatschen... :-)
|
Aber zurück zur Musik. Senor Galindo y Grupo präsentierten an
diesem Abend "nicht irgendeinen kubanischen Son… Dieser Son
war modern, nicht zu bremsen, smoothy und elegant…" um einen
anderen Begeisterten zu zitieren. Was dieser Mann mit seiner
Stimme machte war unglaublich. Ein schier nicht zu endender
Bewegungsdrang und seine Leidenschaft zeigte er mit seinem
ganzen Körper. Inklusiver seines nackten Bauches :-))
Aramis und das Publikum hatte an diesem Abend nach den
erwähnten Anlaufschwierigkeiten trotzdem seinen Spaß. Und so
feierte und tanze man sich durch den Abend. Pech, für jeden
der nicht dabei war. Es war ein Super Abend.
Rico Fabig
(alias El Compadrejo)
Zu den Fotos |