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Es war endlich soweit - das Finale
Süddeutsche Salsa-Clubmeisterschaft 2004 im Mo’Town
Aus den 20 teilnehmenden Paaren aus Freiburg, Karlsruhe,
Stuttgart, Ulm, Kempten, Nürnberg, Würzburg, Regensburg,
München sowie die Augsburger Stadtmeister schafften es drei
Paare in die Schlussrunde:
Aus München Danay Bustamante Pileta (Cuba) und Daniel
Smilcevski (Germany), aus Stuttgart Jeanette Gebard (Germany)
und Tony Tucci (Germany) sowie die Augsburgerin Angi Zernickel
(Germany) und ihr Partner Emelito Herreras (Cuba)
Es ging immerhin um eine Siegprämie von 1.000 Euro.
Um 21.30 betraten die Gewinner der Salsa-Munich-Verlosung und
meine Wenigkeit die Lokalität. An der Kasse wurden wir nett
begrüßt und in die heiligen Hallen des Mo’Towns gelassen.
Schon an der Tür empfingen uns die von Vladimir aufgelegten
Salsa-Rhythmen. Der Raum war schon gut gefüllt - es herrschte
eine klasse Stimmung. Wir kamen gerade richtig zum
Einführungskurs Bacata und Merengue. Eine Menge Augsburger und
eigens zum Finale angereiste Auswärtige scharten sich um die
kleine Tanzfläche, um mitzumachen oder aus sicherer Entfernung
dem Treiben zuzusehen.
Das Finale war für 23.00 Uhr angekündigt – langsam machte sich
eine Spannung breit, das Publikum tanzte zu heißen Rhythmen
und lieferte sich eine erbitterte Absatzschlacht – lag es an
den vielen auswärtigen Gästen? Ich hatte leider meine
Schienbeinschoner und die Tanzschuhe mit Stahlkappen zu hause
gelassen und trotz des heroischen Einsatz meines Partners
bekam ich genügend Knuffe und Ellenbogen ab, von meinen armen
Füßen nicht zu sprechen.
Um viertel vor zwölf wurden sie dann endlich von Rafael
Sonnenschein angekündigt:
die Finalisten aus MUC, S und A.
Das Paar aus MUC war ganz in Weiß
gekleidet im Kontrast zu dem in rot gewandeten Paar aus S. Die
Augsburger traten in klassischen Weiß (er) und Schwarz (sie)
auf.
Die Jury setzte sich aus den lokalen Größen zusammen: Mimo aus
München, Alfredo aus Augsburg und Leo.
In der ersten Runde tanzten alle drei
Paare zusammen: die Damen wurden nur so über das Parkett
gewirbelt, geworfen, sich vor ihnen auf den Boden geworfen.
Hier zeigte sich die Unterschiedlichkeit der drei Paare: die
Münchener bestachen durch ihre Technik und Ausgefeiltheit der
Bewegungen und Figuren. Den Stuttgartern war die Leidenschaft
und Liebe zur Salsa anzusehen - getanzte Erotik und
Leidenschaft. Die Augsburger verbandelten die cubanische
Lässigkeit mit der deutschen Technik.
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In der Zweiten Runde tanzte jedes Paar für sich zu einer
selbst gewählten Musik. Dieser Part war bestimmt von der
Schnelligkeit der Stücke – die atemberaubende Geschwindigkeit
der Tänzer riss das Publikum mit – die Stimmung war klasse.
Nach diesen zwei Runden musste eines der Paare ausscheiden –
die Entscheidung der Jury traf das Paar aus Stuttgart.
Im eigentlichen Finale traten die beiden Paare aus München und
Augsburg an: das Publikum war mittlerweile außer Rand und Band
– die Akrobatikeinlagen wurden mit Beifall bedacht. Viele
Augen glänzten. Die Tänzer gaben ihr Bestes.
Und jetzt war das Publikum am Zug: jeder konnte
mitentscheiden, wer von den beiden die Sieger des Abends sein
sollten – zwei nette junge Damen gingen mit zu Abstimmurnen
umfunktionierten Schuh-schachteln herum und sammelten die
Abstimmlose ein.
Mittlerweilen war es schon kurz vor zwei – uuuahhh –
eigentlich die Zeit, um an der Matratze zu horchen und da die
Berichterstatterin in den teilweise sehr langen Pausen
zwischen den einzelnen Durchgängen fleißig das Tanzbein
geschwungen hatte und noch der lange Rückweg nach München
anstand, wurde der Beschluss gefasst, die Zelte abzureißen.
Rafael, leider sind nicht alle in der glücklichen Lage, an
einem Wochentag ausschlafen zu können. Daher haben wir keinen
Live-Eindruck von der Siegerehrung – allerdings wurde noch
eine nette junge Dame rekrutiert, die uns das Ergebnis
mitgeteilt hat. An dieser Stelle – Danke Martina!
Als Gewinner wurde vom Publikum mit 51 Stimmen das ……
Augsburger Paar gewählt (36 Stimmzettel für die Münchner). ???
Diese Entscheidung ruft allerdings Erstaunen bei mir hervor.
Lag es daran, dass das Finale in Augsburg ausgetragen wurde
und daher überproportional viele Anhänger von Angi und Emelito
bei den Stimmberechtigen anwesen waren? Denn im Vergleich gab
es zumindest für mich eine klare Sachlage. Wie mir berichtet
wurde, hat die Wahl auch einige der Anwesenden erstaunt.
Augsburg – ich finde es schade, zumal Rafael eingangs darauf
hingewiesen hat, fair zu sein und hier eine Entscheidung
aufgrund der Performance zu treffen. Das Münchener Paar war zu
Recht betroffen und enttäuscht.
Alles in allem ein Ereignis für Augsburg. Schade, dass die
Tanzfläche so klein ist, denn das Augsburger Mo´town ist eine
Alternative – die Musik gut, die Mannschaft hinter dem Tresen
super nett (danke dass ich Euren Tresen als Hochsitz verwenden
konnte), nur das Publikum sollte daran arbeiten, das
Kampftanzen zu lassen.
La Torbellina
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