Bericht und Fotos vom Salsa Konzert 
AFRICANDO im Nightclub des Bayerischen Hof München 10.Nov. 2003

Zur Salsa-Munich Latin-Event-Seite.

  Zurück zur Auswahl

 

AFRICANDO im Nightclub Bayerischer Hof München
Konzert am 10.November 2003

von Rico Fabig

Zu den Fotos

 Leidenschaft und pure Energie

war das Konzert von Africando, eine der schillernsten und erfolgreichsten Weltmusikgruppen, zu Gast im Nightclub des Bayerischen Hof. Zweifelsohne eine der musikalischen Höhepunkte in diesem Jahr was das Thema Salsa betrifft.

Zu den Fotos
Der Nachtclub war ordentlich gefüllt aber nicht so voll, dass sich das Publikum hätte wie Sardinen in der Dose fühlen müssen. Gegen 21:20 Uhr war es dann soweit. Africando betraten die Bühne. Und was dann folgte sollte seinesgleichen suchen...

Es ist wohl den meisten bekannt, dass Salsa und speziell die kubanischen Rhythmen ihre Wurzeln in Africa haben.
Es jedoch durchaus zutreffend, das die Ströme auch in die Gegenrichtung flossen und noch fließen.
Diese Art der Musik kehrte regelrecht zu ihren Wurzeln zurück. Sie wurde von den Senegalesen, Angolanern und Kongolesen begeistert aufgenommen. Daraus entwickelten sich dann Genres wie Soukouss oder die (afrikanische) Rumba.

 Africando ist durch die unterschiedlichsten Einflüsse zu einem Schmelztiegel geworden dessen Musik direkt durch das Ohr ins Tanzbein fährt. In einen solchen Schmelztiegel hat dann auch Africando den Night Club des Bayerischen Hof verwandelt und hat das Publikum mit seinem unverwechselbaren Charme aus Afrikanischen Klängen und den Rhythmen aus Lateinamerika in seinen Bann gezogen.
Das Publikum ging von den ersten Takten an mit der Gruppe und feierte eine ausgelassene „Fiesta de la musica y baile“ mit Africando. Auch wenn es für´s Tanzen nicht wirklich viel Platz gab, fanden doch einige an der Seite und in den Durchgängen ausreichend Platz.

Zum Foto
Überrascht und begeistert von der Tatsache dass einzelne im Publikum ganze Lieder mitsingen konnten, wurde die Stimmung bei den Musikern auf der Bühne noch ein Stück euphorischer. Besonders bemerkenswert war das mitsingen vor allem deshalb, weil es sich nicht um einen Text in Spanisch oder Englisch, sonder um eine für mich nicht auszumachende Sprache handelte.

In der Pause wollten wir eigentlich nur kurz vor die Tür um uns etwas abzukühlen. Bei dieser Gelegenheit trafen wir dann auf einzelne Musiker, die ohne Scheu auf uns zukamen und uns begrüßt haben. Meine Begleitung, die Africando kannte und auch einige CDs von ihnen hat, nutzte dann auch die Chance und hat sich ihr Lieblingslied gewünscht. Leider wurde sie enttäuscht. Der Grund war schlicht und ergreifend der, dass Africando mit wechselnden Musikern spielte und die hier anwesenden Musiker aus Cuba, Frankreich, Guadeloupe, Spanien und Vietnam dieses Stück nicht probten und daher auch nicht spielen konnten.

 


Der zweite Teil des Konzerts begann wie der erste geendet hatte. Feurig! Standen wir beim ersten Teil noch auf den Treppenstufen zum kleinen Auditorium, so hatten wir nun ein Platz im selbigen direkt vor der Bühne ergattert und uns auch ein wenig Platz verschafft um unsere Körper von der Musik und dem Feuer treiben zu lassen. Das Publikum und Africando feierten eine ausgelassene Party, die leider viel zu früh (ca. 23:45 Uhr) mit einer hart erkämpften Zugabe endete.

Zum Foto
Wie wir im spontanen Interview mit Ronnie Barro nach dem Konzert erfahren haben, ist die Gründung von Africando unter anderem auf einen nächtlichen Anruf des afrikanischen Produzenten Ibrahim Sylla bei Ronnie Barro im Frühjahr 1992 zurückzuführen. (Ronny Barro ist übrigens der mit seiner Halbschwester von Produzenten Ibrahim Sylla verheiratet) Ronny Barro war zum damaligen Zeitpunkt bereits eine bekannte Salsagröße in New York und ist heute einer der Leadsänger und Köpfe von Africando. Ronnie erzählte uns auch, dass wir im Januar mit einem neuen Album rechnen dürfen. Jedoch hat das ganze auch einen Wehrmutstropfen. Es wird wohl das letzte Album sein, da sich Africando in der jetzigen Form auflösen wird und sich die einzelnen Mitglieder ihren eigenen Projekten widmen wollen.
Wenn man sich jedoch die Geschichte von Africando durchliest, wird man feststellen, das Africando immer eine Gruppe war, die in unterschiedlichster Besetzung formiert hat und dem stetigen Wandel der Mitglieder und Musiker unterzogen war. Somit bleibt denn auch die Hoffnung, dass wir Africando eines Tages wieder begegnen werden und weiter ihre exzellente Musik genießen dürfen.

Mehr Informationen und Hintergründe zu Africando findet Ihr unter anderem hier:
www.exil.de

Rico Fabig

(alias El Compadrejo)

Zu den Fotos
 

 

Bericht und Fotos vom Salsa Konzert 
AFRICANDO im Nightclub des Bayerischen Hof München 10.Nov. 2003

Die komplette Seite Salsa-Munich laden  Klick hier

  [ Home | aktuelle/regelmäßige Veranstaltungen | Links/Kontakte | Berichte/Interviews |
Salsa-Fotos
|
Meinungen/Berichte/Erfahrungen/Treffen | Tanzpartnervermittlung | Spielecke | CD/DVD-Shop |
Newsletter | Kleinanzeigen | Impressum | Haftungsausschluss | Email ]
 
Copyright©Salsa-Munich