Bericht und Fotos vom Salsa Konzert des
Adalberto Alvarez y su Son (Kuba) im Frankies München 22.Jan. 2004

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Adalberto Alvarez y su Son (Kuba) im Frankies München
Konzert am 22.Januar 2004

von Stephan

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Bericht: Adalberto Alvarez y su Son im Frankies am 22.01.04


Würden sie nun kommen oder nicht? Sie kamen – gegen viertel vor acht hielt ein Reisebus, der mich an die Siebzigerjahre erinnerte, vor der Hausnummer 23 in der Leopoldstraße. Nichts für ungut, in Kuba wäre der Bus glatt für neu durchgegangen. Nachdem der Bus quer zum Gehsteig geparkt wurde, wurden schnell die Instrumente für die Probe ausgepackt. Schließlich wollte man um halb elf anfangen.

Adalberto Alvarez war sozusagen auf der Durchreise – von Turin, wo sie die Nacht vorher aufgetreten waren, nach Groningen in Holland. Eine etwa zweiwöchige Tour führte die Gruppe kreuz und quer durch Europa: Italien, Frankreich, Holland, Österreich. München war die einzige Station in Deutschland. Jeden Abend Auftritt – Schlafen im Bus. Nicht so wie andere Gruppen es gewohnt sind: nach dem Auftritt den Abend in einem schönen Lokal ausklingen lassen und dann ins Hotel, von einem Ruhetag ganz zu schweigen.

Gegen zehn war das Frankies noch kaum besucht. Ein oder zwei vereinsamte Paare waren auf der Tanzfläche. Wäre nicht die Bühne aufgebaut gewesen, hätte man von einem ganz normalen Donnerstag ausgehen können. Auch der DJ hatte zunächst seine kubanische Selektion gänzlich unter Verschluß gehalten – „Mainstreamlatinosound“. Kurz nach halb zwölf gings dann los. Allen Widrigkeiten zum Trotz waren die Musiker gut gelaunt. Der Sound war gut ausgesteuert, was mir im Frankies gar nicht so einfach erscheint, wenn auch im oberen Lautstärkebereich. Die Nightcluberfahrung mag dem Mixer geholfen haben. Leider war die Anzahl der Besucher der Gruppe nicht angemessen. Circa 75 zählte ein Freund von mir im Laufe des Abends. Es wußte ja fast niemand etwas davon, kein Wunder bei dieser „wahnsinnigen Werbung“. So überraschte mich andererseits wie gut doch die Mundpropaganda funktioniert und immerhin so viele kamen.

 

 

Noch ein kleiner Wermutstropfen: Der Beleuchter muß entweder krank gewesen sein oder an diesem Abend frei gehabt haben. So würde man nicht einmal eine Schülerband ausleuchten. So mußte ein Teil der Band im Halbdunkel bis Dunkel durchspielen. Den Bassisten sah man zum Beispiel gar nicht. Gott sei Dank konnte man ihn gut hören. Die Songauswahl hatte wie zu erwarten einen Schwerpunkt in der neuen, übrigens ausgezeichneten, CD „Para bailar Casino...“ Aber auch ältere Nummern kamen nicht zu kurz. Ein paar kubanische Muchachas verbreiteten so etwas wie heimische Stimmung. Der Prozentsatz der Tanzenden war überdurchschnittlich hoch. Selbst eine kleine Rueda formierte sich zwischenzeitlich. Durchschnaufen war nicht drin bei dieser geballten Ladung son cubano. Keiner bereute gekommen zu sein. Um viertel nach eins wars dann auch schon wieder vorbei. Das merkte man spätestens beim schmerzlichen Übergang auf Musik aus der Konserve.

Um kurz nach drei in der Früh machten sie sich dann wieder auf den Weg. Die Groninger sollten am selben Abend das Vergnügen haben. Ein schwacher Trost für die, die dieses Mal nichts wußten oder nicht kommen konnten: Im Sommer soll Adalberto mit seiner Truppe wieder kommen – wenn sie denn kommen, was man bei Kubanern ja nie so genau weiß.

 

Stephan
(alias El Misionario)

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Adalberto Alvarez y su Son (Kuba) im Frankies München 22.Jan. 2004

 
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