Salsa Festival in Sofia
11. - 13. Mai 2007
1.) Donnerstag: Anreise
Kurzfristig und überraschend hatte ich von Fannilie die Aufgabe, für
Fotos und Bericht zu sorgen, übernommen, so daß ich – anders als
geplant – keinen bezahlbaren Flug mehr für Freitag bekommen hatte und
somit schon Donnerstags anreisen mußte. Dies brachte mich jedoch in den
unerwarteten Genuß der Pre-Opening-Party, aber dazu gleich noch mehr.
Den Abend vor der Abreise verbrachte ich anstatt mit Packen mit einem alten
und einem neuen Freund bei Prosecco und Zouk-Videos, so daß sich der
Anreisetag etwas hektisch gestaltete, mit früh aufstehen, in aller Eile
packen, Katzen versorgen und dann natürlich mit der letztmöglichen
S-Bahn zum Flughafen, die – wie könnte es anders sein – Verspätung
hatte. Da ich dann auch noch gegen sämtliche Handgepäckregelungen
verstoßen hatte, teils absichtlich (Größe, Gewicht – ich hasse
es, Gepäck einzuchecken), teils aus Unwissenheit (verflixte Kosmetika
in flüssiger und Gelform, ich vergeß´ es jedes Mal... – schon
peinlich für einen Ex-Reiseprofi!!), hätte ich um Haaresbreite den
Flug verpaßt, und nur der Herausgabe zweier Shampoo- und Conditioner-Fläschchen
sowie der Gutwilligkeit der Security-Mitarbeiter war zu verdanken, daß ich
mir nicht für viel Geld ein neues Ticket für den späten Abendflug
kaufen mußte... (neues Shampoo war billiger).
In Sofia angekommen, gingen erst mal die Diskussionen am Taxistand los. Von
Fannilies letztjährigem Bericht hatte ich noch was von 5 € im Sinn und
war daher nicht bereit, die 20 €, die die Taxifahrer mir bis zum Princess-Hotel
ankündigten, zu bezahlen (EU hin oder her – Preise vervierfachen fand
ich dann doch zu happig). Meine diesbezügliche Debatte wurde von zwei
bulgarischen Geschäftsleuten mit angehört, die mir anboten, mich
in ihrem Taxi mitzunehmen. Nun soll Frollein zwar nicht zu fremden Männern
ins Auto steigen, aber auf Reisen überkommt mich bisweilen die Abenteuerlust...
Es ging auch alles glatt; wir fuhren bis zum Stadtrand gemeinsam, dort trennten
sich unsere Wege, der eine fuhr mit dem Taxi weiter, der andere nahm mich in
seinem Privatwagen mit in die Innenstadt und brachte mich sicher und wohlbehalten
bis vor die Tür des Hotels, nicht ohne mich unterwegs schon auf die eine
oder andere Sehenswürdigkeit Sofias aufmerksam zu machen. Dies war nach
der eher unangenehmen Abreise von zuhause ein wirklich netter und angenehmer
Empfang in unserem Gastland.
2.) Abendessen und Pre-Opening Party
Im Hotel angekommen empfing mich bereits eine Nachricht vom Tanzbär und
seinem Freund Gunther; leider die einzige Nachricht, die während der kommenden
Tage zuverlässig und pünktlich zugestellt wurde, wie sich zeigte;
und kurz danach machten wir drei uns auf den Weg zum Abendessen in ein typisch
bulgarisches Restaurant, das die beiden im Laufe des Tages entdeckt hatten
und wir sofort zu unserem „Stammlokal“ für die nächsten Abende erklären
sollten.
Danach ging´s auf die Pre-Opening-Party im Salsa Club Plus, wo sich
die einheimischen Salseras und Salseros sowie die ersten angereisten Gäste
samt Celebrities (siehe Fotos) austobten... Das tänzerische Niveau war
durchgehend auffällig gut und die Stimmung nicht minder, somit war dies
ein sehr guter Vorgeschmack auf die kommenden Tage.
3.) Freitag: Sightseeing
Den Freitag verbrachten wir erstmal mit einem Besichtigungsspaziergang durch
Sofias Altstadt.
Vom Hauptbahnhof im Norden herkommend und damit quasi an unserem Hotel vorbei
führt der Bul. Knjaginja Marija geradewegs auf die Löwenbrücke
Luvov Most mit einem Quartett mächtiger Löwenskulpturen zu.
Kreuzungspunkt der wichtigsten Straßen und gleichzeitig Zentrum der
Metropole bildet der Platz Plostad Sv. Nedelja. Die gleichnamige Kirche Sv.
Nedelja war 1925 Schauplatz eines blutigen Attentats, bei dem 150 Menschen
starben und die Kuppel der Kirche einstürzte. Der heutige Bau geht auf
das 19./20. Jahrhundert zurück. Im Inneren sind einige Ikonen zu besichtigen.
Im Hof des Sheraton Hotels am selben Platz steht das älteste intakte
Gebäude Sofias, die Rotunde Sv. Georgi inmitten altrömischer Fundamente.
Sie entstand im 4. Jahrhundert als Mausoleum auf den Ruinen eines römischen
Bades und wurde im 6. Jahrhundert zur Kirche umgebaut. Bemerkenswert ist die
Ausmalung der Kuppel, auf älteren Farbschichten zeigen dort Fresken aus
dem 14. Jahrhundert einen Christus Pantokrator.
Vom Sheraton Hotel gelangt man durch eine Unterführung Richtung Norden
zur Kirche Sv. Petka Samardsiska aus dem 14. Jahrhundert. Das kleine, von außen
unscheinbare Gotteshaus ist im Inneren reich mit Fresken des 16./17. und 19.
Jahrhunderts geschmückt.
Den breiten Mittelstreifen des Boulevards über der Unterführung
dominiert der Engel von Sofia, ein anlässlich der Milleniumsfeiern aufgestelltes
Denkmal der Stadtpatronin. Unmittelbar nördlich steht rechter Hand die
1576 entstandene Moschee Djamija Banja Basi mit schlankem Minarett und Bleikuppeln.
Sie ist eins der wenigen erhaltenen Bauten aus osmanischer Zeit und dient noch
heute als islamisches Gotteshaus.
Ihr gegenüber locken die jüngst restaurierten Markthallen, eine
Glas- und Eisenkonstruktion von 1912, mit vielen Lebensmittelständen auf
zwei Etagen zu einer kulinarischen Entdeckungstour.
Hinter der Moschee erstrahlt das mit bunten Keramikplatten verzierte Sofijskata
Mineralna Banja in neuem Glanz. Das Mineral- oder auch Türkische Bad wurde
1905 anstelle eines kleineren Hammam gebaut. Es soll nach vollendeter Restaurierung
das historische Stadtmuseum aufnehmen.
Solchermaßen kulturell erbaut, kehrten wir noch kurz in die Markthallen
ein, um uns angemessen zu stärken, bevor wir uns auf den Rückweg
ins Hotel machten, in dessen Lobby und um den stark frequentierten Info-Desk
mittlerweile reger Betrieb herrschte.
4.) Showtime
Mit Shuttlebussen wurden wir dann zur Universiada Hall gebracht, in der die
Shows stattfanden. In dem amphitheater-ähnlichen Bau hatte man garantiert
gute Sicht auf die Tänzer und konnte während der ca. zweistündigen
Vorstellung bequem sitzen, was ich mit als einen der ganz großen Pluspunkte
dieser Veranstaltung betrachte. Unmöglich, alle Darbietungen des Abends
aufzuzählen; um nur einige zu nennen: Salsa Dance Squad, Swing Guys, Los
Hermanos, Taiti + Cristel, Salsa Caliente... Neben Salsa Caliente, deren „pfeffrige“
Show ich sehr mitreißend fand, war mein absoluter Favorit das „Theatre
The Last Dance“, die eine Salsa-Version von Romeo-und-Julia auf die Bühne
brachten, angereichert mit Elementen aus dem klassischen Ballett sowie Zouk
(nunmehr kannte ich mich ja aus...).
5.) Party
Wiederum standen die Busse bereit, um uns zur Party-Location 4KM-Partycenter
zu bringen, wo in Windeseile zu der Musik der DJs eine tolle Stimmung entstand.
Instructors, Performers und Celebrities mischten sich unter die einheimischen
und angereisten Kongressteilnehmer; wo man ging oder stand, hörte man
unterschiedliche Sprachen, die am weitesten angereisten Gäste kamen aus
der Karibik (Gouadeloupe). Auffällig war für uns angereiste Münchner,
daß der Altersdurchschnitt dieses Kongresses extrem jung war. Die absolut überwiegende
Mehrheit der Leute dürfte sich in der ersten Hälfte 20 bewegt haben
– da haben wir angereisten „alten Säcke und Schachteln“ den Schnitt ganz
ordentlich angehoben... Gegen Mitternacht stieß dann auch Robert/Canoso
nach einem reichlich verspäteten Flug zu uns, nach einigen Umwegen, da
ihm die Nachricht mit allen Veranstaltungsdetails, die ich im Hotel hinterlegt
hatte, leider nicht ausgehändigt worden war. Ab 03.00h standen dann die
Busse wieder bereit, um die Nachtschwärmer zurück ins Hotel zu bringen;
wer früher heimwollte, hatte keinerlei Probleme, ein Taxi zu bekommen,
und für ca. 5 Bulgarische Leva (ca. 2,5EUR) riß diese Extravaganz
auch kein Loch in die Reisekasse..
6.) Samstag: Workshops
Los ging´s nach einem gemeinsamen Frühstück mit der ganzen
Gruppe für Rob und mich mit „Cuban Style“ bei Miguel & Rossy. Eine
Wette habe ich diesbezüglich gewonnen; daß die Tagungsräume
des Hotels garantiert Teppichboden haben würden und daher ein Parkett
oder sonst ein behelfsmäßiger, tanztauglicher Boden gelegt werden
mußte, hatte ich am Vorabend noch heiß mit dem Tanzbär diskutiert.
Leider hat man die Teilnehmerzahlen bei den einzelnen Workshops wohl etwas
zu niedrig eingeschätzt, so daß die ausgelegte Fläche in der
Regel nie ausreichend war.
Anschließend besuchte ich den Afro-Workshop bei den Big Spenders – Leute,
werft die Tanzschuhe in die Ecke: Das ist ein echtes Workout, das mit jeder
beliebigen Stunde im Fitness-Center mithalten kann!
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Als letztes für den Vormittag haben wir uns dann alle
vier bei Super Mario und seinen „Fun Patterns“ wiedergetroffen,
die tatsächlich auch in der Praxis für sehr viel
„Fun“ sorgen, wie wir alle seither schon feststellen konnten.
Nach einem kurzen Mittagessen trennten sich unsere Wege;
und meiner führte mich direkt in mein Bett, den reichlich
kurz gekommenen Nachtschlaf etwas aufzubessern, um für
die abendliche Party wieder fit zu sein. Ein absolutes weiteres
Plus dieses Kongresses ist das Konzept, Workshop und Unterkunft
unter einem Dach zu haben – ich kann mir keine Konstellation
vorstellen, mit der man kürzere Pausen oder auch mal
eine „Freistunde“ in Form eines ausgelassenen Workshops effektiver
nutzen kann, als wenn man einfach nur mit dem Aufzug ins
Zimmer fährt und schnell mal ein frisches T-Shirt holt,
die Schuhe wechselt oder eben auch ohne großartige ´Rumfahrerei
ein Nickerchen einschieben kann.
7.) Abendessen, Showtime und Party
Wieder in unserem bulgarischen Stammlokal wurde dann die
Wette eingelöst, die seinerzeit am 20. Januar in Innsbruck
auf der Kongress-Party abgeschlossen wurde. Man erinnere
sich: Es ging da um den neuen Boden im Palacio und das zu
erwartende Datum...
Anschließend trafen wir endlich den fünften angereisten
Münchner und zweiten Gewinner der Freikarte, weil auch
ihm meine hinterlegte Nachricht tagelang nicht zugestellt
worden war, aber noch bevor die anschließende Show
losging, war er uns schon wieder abhanden gekommen. Es gibt
nicht mal ein einziges Beweisfoto für seine Existenz
und Anwesenheit...
Bei der darauffolgenden Show war es leider streng verboten,
Fotos zu machen. Betitelt war es als „Museum of Salsa“ und
bot im Rahmen eines getanzten Theaterstücks einen Abriß der
verschiedenen Tanzstile, aus denen die Salsa, wie wir sie
heute kennen, entstanden ist: Von den ersten Europäern,
die die Kolonialisierung betrieben und ihre Gesellschaftstänze
mit in die neue Welt brachten, über die Sklaverei, die
ihre traditionellen Tänze oftmals tarnen mußten,
um sie weiter ausüben zu können, hin zu religiösen
Einflüssen ganz unterschiedlicher Couleur bis hin zu
den 50er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, deren
jazzige Elemente den New-York-Style bis heute geprägt
haben. Im Rahmen dieser Show fanden sich dann auch einige
der Tänzer, die am Vorabend noch keinen Auftritt gehabt
hatten, so wie Susanna Montero und Leon Rose oder Luis Vazquez
mit Melissa Fernandez. Das Publikum tobte und dankte es den
Stars mit Standing Ovations.
Auf der anschließenden Party spielte die bulgarische
Band Tumbaito, entstanden um den berühmten bulgarischen
Percussionist Kalin Veliov. Auch dies war wieder ein Highlight
und eine tolle Abwechslung zu den beiden vorherigen Party-Abenden
mit Musik „aus der Konserve“. So eine Live-Band bringt einfach
eine ganz andere Stimmung mit und war für den dritten
Abend und damit Party-Höhepunkt absolut perfekt.
Auf vielfachen Wunsch fuhren die Shuttle-Busse an diesem
Abend schon ab 02.00h; der einzige Wermutstropfen waren die
Diskussionen, die man führen mußte, bis sie endlich
losfuhren, auch wenn noch ein oder zwei Plätze leer
waren, und dann zehn Menschen unter Umständen 20 Minuten
warten mußten, bis noch zwei Hanseln die Party verlassen
wollten, sowie die unverständliche Tatsache, daß die
beiden Sitze vorne neben dem Fahrer auf einmal nicht mehr
benutzt werden durften - mit dem Effekt, daß sich so
ziemlich auf jeder vollbesetzten Fahrt einer oder zwei Passagiere
im hinteren Teil zwischen die Sitze auf den Boden kauerten.
Naja, verstehen muß man das nicht...
8.) Sonntag: Workshops
Schon mit deutlich weniger Elan und etwas verschwiemelten Äugelchen
schleppte man sich am Morgen zum Frühstücksbüffet,
das netterweise doch etwas länger als 10.00h aufgebaut
blieb, so daß die zeitliche Lücke zu den ersten
Workshops um 11.00h nicht ganz so groß war.
Mich zog es wieder zum Afro Cuban, diesmal bei Alfredo.
Was haben die nur in ihren Knochen, und was fehlt mir, daß ich
diese geschmeidigen Bewegungen auch unter größten
Mühen nicht mal ansatzweise so schön nachmachen
kann?! Gottseidank hat der Blick in die Runde ergeben, daß es
auch der Mehrzahl der übrigen Teilnehmer nicht anders
ging; nur einige ganz wenige, die diesen Tanzstil offenbar
schon länger ausüben, bekamen einigermaßen
schön anzusehende Bewegungsabläufe hin, das hat
dann wieder etwas getröstet. Wir anderen haben zumindest
unser bestes gegeben und kamen auch wieder ordentlich ins
Schwitzen.
Zur zweiten Stunde trafen wir uns wieder alle bei Super
Mario zu „Partner Work on 1“. Leider sprach der junge Rumäne,
den ich als Partner abbekommen hatte, nicht sehr viel Englisch,
so daß die Verständigung über die Stelle,
an der die gezeigte Figur regelmäßig schiefging,
de facto unmöglich war. Aber was soll´s, wir haben
es sportlich genommen und uns lieber auf´s Zuschauerbänkchen
verzogen – da lernt man schließlich auch was.
Nach der Mittagspause besuchte der Tanzbär den „Spinning
Technique“-Kurs von Luis & Melissa, während Robert
und ich an „Rueda de Casino“ bei Jorge und Blaga teilnahmen.
Viel neues gab´s da nicht für uns, außer
neue Begriffe für altbekannte Figuren, aber Hauptsache,
Spaß dabei gehabt!
Anschließend habe ich den T-Shirt-Stand gestürmt,
obwohl ich mich ja vor der Abreise extra noch mit Salsa-Munich-Shirts
eingedeckt hatte, aber Tanzfähnchen kann frau ja nie
genug haben...
Und dann kam der berühmte Abend mit Luis Vazquez...
9.) Abendessen und Party
Wie immer gingen wir in das gleiche Restaurant – schließlich
hatten wir nach drei Abenden die Karte noch lange nicht durchprobiert,
und was besseres gab´s im fußläufigen Umkreis
von unserem Hotel sowieso nicht. Die Shows hatten wir an
diesem Abend ausfallen lassen und lieber noch ein Nickerchen
eingelegt, da uns die Ausscheidung zu dem Salsa-Finale nicht
so brennend interessierte (nicht bei dem Erschöpfungsgrad...),
so daß wir deutlich später zum Essen gingen als
die vorherigen Abende. Zu vorgerückter Stunde – unsereiner
hatte sämtliche Spieße bereits abgenagt – kam
die Prominenz. In jugendfrischer Begleitung, was uns aber
nicht davon abhielt, die Gunst der Stunde für uns zu
nutzen und die berühmte LA-Koryphäe LUIS VAZQUEZ
samt seiner charmanten Begleitung an unseren Tisch zu bitten.
An dieser Stelle ein ausdrückliches Dankeschön
an den Tanzbär, ohne dessen beherztes Handeln wir ihn
wohl nur von weitem angestaunt hätten (und seine Süße
ihr Date ungestört genossen hätte, aber manchmal
verliert man halt, und manchmal gewinnen eben die anderen...).
Es war wirklich eine tolle Runde, die wir da am Tisch hatten,
wir haben uns super unterhalten und hatten jede Menge Spaß miteinander.
Tja, und dann hat Luis tatsächlich sein Versprechen
wahrgemacht und auf der anschließenden Party mit mir
getanzt. Und obwohl es von allem und jedem Fotos gibt, war
ausgerechnet dann keiner zur Stelle, der diesen denkwürdigen
Moment hätte festhalten können. Zu meinem Glück
kam der Tanzbär gerade vorbei und hat alles gesehen,
und zu meinem noch größeren Glück habe ich
ihn nicht gesehen, sonst wäre ich vor lauter Nervosität,
beim Tanz mit Luis Vazquez beobachtet zu werden, demselbigen
wahrscheinlich ständig auf die Füße getreten
oder hätte ähnliche Peinlichkeiten begangen. So
blieb ihm und mir das Gottseidank erspart, und ich habe im
Tanzbär einen zuverlässigen Zeugen, daß es
tatsächlich stattgefunden hat!!
Auch dieser Abend ging in den frühen Morgenstunden
endlich zu Ende, und für Robert und mich war am Montagnachmittag
Abreise angesagt.
10.) Montag
Zunächst mal stand aber noch ein letzter Bummel durch
die Altstadt auf dem Programm, diesmal jedoch ohne meine
geschätzten Tätigkeit als Reiseführerin und
demzufolgenach ohne kunsthistorische Vorträge an jeder
zweiten Ecke. Einfach bummeln, shoppen und zwischendurch
ein Bierchen trinken war angesagt. Daß das am Ende
doch in leichte Hektik ausartete, lag ausnahmsweise mal nicht
daran, daß die einzige Frau in der Runde noch unbedingt
Geld unter die Leute bringen mußte, wie die Fotos unserer
kaufeifrigen Herren beweisen... (hatte ich alles schon am
ersten Tag erledigt!) Dementsprechend spät kamen wir
zurück ins Hotel gerannt, und dementsprechend angespannt
verlief die Fahrt zum Flughafen, begleitet von der bangen
Frage: „Schaffen wir es noch?“ Wir schafften es noch... und
hatten sogar noch genug Zeit für eine Zigarette vor
der Abflughalle und einen Kaffee am Gate...
11.) Fazit:
Tolles Konzept, super Organisation, ausgesprochen geeignete
Location-Wahl, wunderschöne Shows und eine große
Bandbreite an unterschiedlichen Workshops. Zwar erst mein
zweiter Kongress, aber doch schon abzusehen, daß da
so leicht kein anderer heranreicht.
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