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Bericht Sonora Universal im
Brunnenhof der Residenz München
am 13. August 2006
Sollte man nun halb verärgert oder doch eher halb erfreut
sein, ob der schwankenden Wettersituation an diesem Abend? Es
mag paradox klingen, aber ein solch grauer Tag mit Regenwolken
am Himmel und eher kühlen Temperaturen ist auch in Kuba nicht
ungewöhnlich. Dort findet man ihn allerdings eher im Winter.
Hat man ihn nun erwischt, diesen Tag, ist es wirklich
ungemütlich. Es zieht überall durch und man kann sich nicht so
leicht mal eben schnell im nächsten Cafe mit einem heißen
Getränk aufwärmen. Derlei Lokalitäten sind nämlich eher rar.
Nun mag manch einer schon an den Christkindlmarkt ob des dort
erhältlichen Glühweins gedacht haben. In Ermangelung dessen
entschied sich das respektable Häuflein Gekommener dann doch
das Beste aus der Situation zu machen. Die Himmelsschleusen
blieben dafür auch weitgehend geschlossen. Der Ablauf war ja
bereits vertraut vom Vorjahr. Ein kleiner Einführungskurs
brachte den Besuchern das nötige Rüstzeug, um sich wärmende
Bewegungen im richtigen Takt durchführen zu können. Platz dazu
war genug, hatte man doch die Bestuhlung in die Seitenbereiche
verbannt.
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Den Rhythmus konnte man so schnell gar nicht vergessen,
knüpfte Sonora Universal doch nahtlos an ihnen bereits
vertrauter Wirkungsstätte an. Ausgewogenes Soundgemisch mit
der ganzen Routine aus dem kubanischen Oriente sorgte dafür,
dass den Mienen folgend zumindest innerlich gewisse
Schwingungen zu verzeichnen waren. Die den eben gelernten
Schwung konserviert hatten, brachten diese auch nach außen zum
Ausdruck. Inspirationen dazu offerierten immer wieder Tänzer,
die die Instrumentalvirtuosen mit kubanischen Drehungen auf
der großzügig dimensionierten Bühne garnierten. So war es
letztlich erfreulich, dass die eingangs erwähnte zweite
Alternative obsiegt hatte an diesem Abend. Bleibt zu hoffen,
dass aller guten Dinge drei sind, und wir bei der nächsten
Auflage mit wirklichem Sommer verwöhnt werden.
Stephan
(alias
el
misionario)
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