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Bericht Septeto Nacional im Night Club
Bayerischer Hof am 18.04.06
Wer sich wieder oder überhaupt einmal
mit der Historie kubanischer Musik in Sachen Son befassen
wollte, hatte an diesem Abend mit einem Klassiker eine gute
Gelegenheit dazu. Das Septeto Nacional, in, worauf der Name
schon hindeutet, traditioneller Siebenmannbesetzung, gab sich
die Ehre im Night Club. Nun bietet uns diese Lokalität
dankenswerterweise immer wieder interessante Gruppierungen
auch abseits der Kassenfüller. Die selten mit Überraschungen
aufwartende, einzigartige Mischung an Publikum machen die
Abende dort zu einem meist kalkulierbaren Ereignis. So trafen
auch dieses Mal einige bekannte, zum Teil mit Bewegungsdrang
ausgestattete Individuen aus der hiesigen Salsaszene mit
interessierten, aber eher einen Zustand der Ruhe vorziehenden
Hotelgästen zusammen.
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Angetrieben vom Sänger Eugenio Rodríguez Rodríguez „Raspa“
sorgte das Septeto dafür, dass alle Gekommenen auf ihre Kosten
kamen. In zwei gepflegten Sets spielten sie sich mit all ihrer
Routine, aber nicht ohne eine Portion Frische durch ihr in
einigen Jahrzehnten aufgebautes Repertoire. Dabei vergaßen sie
nicht, Werbung in eigener Sache zu machen. Welche noch aktive
Gruppierung kann schon einen solchen Werdegang vorweisen? Für
eine kubanische Gruppe etwas überraschend war jedoch der
Abgang. Trotz durchaus vernehmbarer Äußerungen nach einer
Zugabe, musste man sich gleich mit Musik aus der Konserve
begnügen. Wer wollte, hatte somit anschließend mehr Zeit,
seine Sonstudien zuhause mit dem letzten Werk des Septeto
Nacional fortzusetzen.
Stephan
(alias
el
misionario)
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