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Prag –
Goldene Stadt an der Moldau
Das
Bacardi-Salsafestival hat sich bereits in der Vergangenheit
einen Namen durch die gute Organisation, das familiäre Flair
sowie die niedrigen Gesamtausgaben für Hotel, Anreise und
Unterkunft gemacht.Und so pilgerten auch dieses Jahr hunderte
von Salser@s nach Prag. Insgesamt kamen fast 1000 Leute zur
Samstagsparty, mehr als 600 Fullpass wurden verkauft.
Freitagmorgen,
Landung in Prag bei Sonnenschein, das Wochenende beginnt gut
;)
Abenteuerlustig verzichtete ich dieses Mal auf Taxis und
Shuttlebusse und stürzte mich hinein in Prags öffentlichen
Nahverkehr. Und siehe da, es war gar nicht schwer. Drei
Metros, die sich jeweils einmal kreuzen, die Richtungen werden
immer angegeben und mit ein bisschen Geschick geht auch das
„Buchstabenvergleichen“ mit der gewünschten Haltestelle recht
schnell. Keine Stunde später kam ich in meinem Hotel an,
welches angenehm in Laufnähe zu den Workshoplocations lag. So
dachte ich jedenfalls. Fakt war dann aber, dass ich umgebucht
wurde,….20 Minuten mit der Straßenbahn weg vom Kongress. Naja,
wir haben ja bereits den öffentlichen Nahverkehr durchschaut.
21 Uhr:
Congress-Centrum Prag:
Kopfkratz, wo
müssen wir eigentlich hin und wo ist der Eingang? Denn das
Prager Kongresszentrum ist durchaus groß und wir hatten keine
Lust erst mal eine Runde drum rum zu drehen. Das geschulte
Auge erkannte aber schnell die Kongressflyer, die als
Richtungsweiser überall um die wichtigsten Locations
angebracht waren (also auch bei den Workshops etc) und folgte
unbeirrbar den Pfeilen zum Eingang.
Als ich das
Gebäude betrat, erinnerte ich mich, dass hier im letzten Jahr
die Samstagsparty stattfand. Wow, man rechnete also mit
vieeeeel mehr Leuten. Allerdings wirkte der Raum leer. Erst
bei genauerem Umsehen wurde mir klar, dass auch die Galerien
geöffnet waren und so viele Besucher dort Platz genommen
hatten um einen besseren Blick auf die Shows zu haben. Diese
starteten mit etwas Verzögerung und unter der Moderation von
SuperMario. Von blau-weißen Elfen der Prager Gruppe Mambita
wurden wir ebenso verzaubert wie von Zorro und den
Brasilianischen Tänzerinnen von LosBailadores. Auch eine feine
und technisch sehr saubere Chacha-Chore sowie eine
Rueda-Choreographie erwarteten uns.
Im zweiten
Showblock ging es auch nochmals heiß her. Leider habe ich
hiervon nicht so viel mitbekommen, da gerade ein ganzer
Schwung bekannter Gesichter „über mich hereinbrach“
Die Party
selbst, unter fachkundig aufgelegter Musik von Aimeline, DJ
Sebastian,…wurde zu einem riesen Spaß. Es gab ausreichend
Platz zum Tanzen und auch die Stars ließen es sich nicht
nehmen, mit jedem zu tanzen, der sie einlud. Das ist das
schöne an diesem Kongress. Sie sind alle da, amüsieren sich
prächtig und von Starallüren keine Spur.
Samstag,
Workshoptag. Hatte ich überhaupt geschlafen? Oder war ich
in Gedanken irgendwo anderes gewesen? Irgendwie klingelte dann
auch noch mein Handy um halb acht morgens? Komischer Tag. Naja,
bis 10 Uhr gab es Frühstück und anschließend ging es mit dem
Tram Richtung Kongresszentrum.
Es gab zwei
Locations, die durch zwei Querstrassen voneinander entfernt
waren.
Einziges
Manko, die eine lag im zweiten Stock eines wunderschönen alten
Gebäudes mit phantastischem Treppenaufgängen, einem
lichtdurchfluteten Treppenhaus und schönen Parkettböden. Hier
fand dann auch die Samstagsparty statt, dazu aber später mehr.
Die andere Workshoplocation lag 5 Minuten Fußmarsch entfernt
im 4. Stock einer Sporthalle. Treppensteigen und Kondition
waren also angesagt. ;)
Der
Workshopplan war gut durchstrukturiert und es war für jeden
etwas dabei. Allerdings waren alle Räume zu klein für die Zahl
der begeisterten Tänzer. Doch die Instructors konnten auch mit
diesem Problem umgehen und teilten die Gruppen auf zum
nachtanzen. So konnten die einen zugucken, die anderen üben
und man konnte sich gegenseitig beobachten und von den anderen
Lernen, denn leider waren keine Spiegel vorhanden. Am Sonntag
wurde dann ein Raum getauscht und so konnten die gefragtesten
Workshops im großen Ballsaal stattfinden.
Es gab viel
footwork und Styling, Spin Classes, Bodymovements (Neeraj
sagte zur Begrüßung: „This will be an hour full of pain“),
Einführung on2, Akrobatik, on1, Rueda und Rumba, Samba und
sogar eine Bachatastunde. Die Mischung war gut, mit dem
Fullpass konnten alle Kurse der unterschiedlichen Niveaux
besucht werden und es kam zu keinen nennenswerten
Verzögerungen oder Problemen.
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Gegen 22:30
Uhr ging es zurück zur Location. Das festliche Haus bot
ein einzigartiges Ambiente, es hatte etwas Herrschaftliches
die breiten Treppen hinauf zuschreiten. Der Ballsaal war mit
Kronleuchtern behangen. Eine tolle Stimmung. Auch heute Abend
erwarteten uns eine Menge guter und neuer Shows. Den ersten
Showblock hatten wir leider verpasst, hatte es doch etwas
länger gedauert, die schon tiefen Augenringe wegzuschminken.
Akuter Schlafmangel der vergangenen Woche sei dank
J
Im zweiten
Showblock verzauberten uns die Dancing Diamonds aus Zürich mit
ihrer Show, ebenso wie Manuel Mascarell mit Barbara Cano (im
ersten Showblock tanzte er bereits mit Charlotte aus Prag).
Salsalibre aus Warschau zeigten die beste Gruppenperformance
des Abends. Ich hatte die Gruppe bereits 2004 in München
gesehen und war mit Ausnahme von Ania (Neeraj Maskaras
Partnerin) nicht sehr begeistert. Dieses Mal jedoch war alles
anders. Die Show bestach durch eine unglaubliche Bühnenpräsenz
aller Tänzer, einfallsreiche Richtungswechsel und Bilder,
technisch sehr hohes Niveau und nicht zuletzt durch sehr schön
gestaltete Kostüme. Gratulation an Ania für die tolle
Choreographie.
Nun war
endlich Zeit zum Tanzen, bevor der letzte Showblock nun die
wahren Stars des Abends hervorbringen sollte. Die Tanzfläche
war gut gefüllt, es gab zwei Areas mit nur Salsa bzw. Latin
und mehr. Alle hatten unglaublich viel Spaß, die Korbquote lag
auch heute abend bei genialen fast 0%.
Der letzte
Showblock wurde eingeleitet von den SalsaKings, die eine etwas
chaotische Show mit vielen unterschiedlichen Kostümen und
einer Art „Crazy-Frog“-Mentalität darboten. Kleines Manko,
direkt im Anschluss folgten LosPambos aus Sofia, ebenfalls mit
einer CrazyFrog Perfomance, allerdings sehr sauber und schön
getanzt. Selbst das Organisatorpaar Michal und Daniela ließen
es sich nicht nehmen und traten mit einer sehr schönen,
spritzigen Choreographie auf. Meine Bewunderung dafür. Im
Anschluss zeigten Neeraj und Ania ihre neue Choreographie mit
sehr ausgefallenen Kostümen, viel Emotionen und natürlich war
das Publikum begeistert. Jazzy und Anita heizten das Publikum
mit ihrer Mambo-Show weiter auf bis schließlich Hacha y
Machete den Höhepunkt tanzten. Dachten wir zumindest. Denn
Michal und Daniela hatten eine außergewöhnliche Überraschung
für uns.
Ein sehr
bekannter klassischer Sänger war in der Stadt und gab mit
Pianobegleitung ein grandioses Kurzkonzert. Salsa und Klassik?
Auf jeden Fall. Das Publikum tobte.
Ich glaub es
war sechs Uhr morgens, als wir endlich im Bett lagen, mit
schmerzenden Füßen und eigentlich dem Vorhaben, erst mal
auszuschlafen.
Aber da die
Sonne so hübsch ins Zimmerchen lachte, standen wir doch schon
mittags auf, um noch ein bisschen durch die Stadt zu
schlendern. Prag ist wirklich schön, man möchte es nicht
glauben. So kauften wir noch ein bisschen für die Abendparty
ein, denn in Prag haben die Geschäfte auch am Sonntag
geöffnet. Naja zwei Mädels im Shoppingfieber halt ;)
Zwischenzeitlich wagten wir noch mal einen Blick in die
Workshops. Wie gesagt hatte man nun die Räume getauscht und so
fanden alle auch genug Platz zum tanzen und üben.
Aber irgendwie
war die Sonne draußen doch verlockender. Ich rede mich jetzt
auch damit raus, dass ich ja krank war, das Bootcamp mit Edie
mitorganisiert hatte, außerdem irgendwie grad etwas unter
nächtlichen Schlafstörungen leide und am Montag direkt wieder
ins Büro musste L
Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich normalerweise auf
Kongressen NIE so viel durch die Städte zum Sightseeing und
shoppen latsche, wie ich es diesmal getan hab, man weiß es
nicht J
Gut also
zurück zum Hotel und hübsch gemacht für die Abschiedsparty,
die in einem Latinclub, dem Tropison in der Innenstadt
stattfand. Gott sie dank trafen wir beim Essen holen auf einen
sehr hilfsbereiten Salsero, der uns gleich mitnahm, also zur
Location versteht sich J
So fanden wir den Weg, sonst hätten wir uns womöglich
verlaufen.
Der Club liegt
im 5.Stock über einem großen Einkaufszentrum mit einem
grandiosen Blick auf das nächtliche Prag. Drin war astreines
Latino-Fieber, es wurde getanzt, geschwoft, geredet und alle
hatten einen riesen Spaß.
Salsafestival
Prag? Auf jeden Fall immer ein Erlebnis. Die Leute sind extrem
freundlich, die Atmosphäre ist super familiär, die
Organisatoren für jeden ansprechbar und sie verloren das ganze
Wochenende nie ihr Lächeln und Prag selbst ist ja auch schon
eine Reise wert.
Ich bin auf
jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei, wenn es wieder heißt:
Welcome back
to the 6th Bacardi Salsafestival in Prague 2007
von Steffi
Zu den
Fotos
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