Bericht und Fotos zur Salsacard Gala Berlin 2006

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Salsacard Gala Berlin 2006
 3.3.2006

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von Steffi
 

Salsacard-Gala in Berlin oder: als der Winter Bayern fest im Griff hatte

 

Eigentlich hatte ich alles genau geplant. Wochenendbesuch bei meinen Eltern, dazwischen mal eben kurz nach Berlin zur Samstagsparty der großen Salsacard-Gala jetten und am nächsten Morgen brav wieder zu Hause frühstücken. Doch irgendwie kam dann alles anders.

Freitag, 3.3.2006. Es schneit in Bayern. Nichts Ungewöhnliches um diese Jahreszeit, also Kofferpacken und überlegen, was man an der großen Party in Berlin so anziehen möchte.

Samstag, 4.3.2006. Es schneit immer noch in Bayern. Der Wetterbericht prophezeit weitere  Schneefälle und die Nachrichten melden hunderte von Flugausfällen in Frankfurt vom Vortag.

Naja, aber wir Bayern, wir sind den Winter ja gewöhnt, also konnte die weiße Pracht die Vorfreude auf die Galaparty nicht trüben, zumal ich von Martin (Mr. Salsacard) erfahren hatte, dass ich mit Mimo aus München im gleichen Flieger sitzen werde. Zwei Salseros auf Reisen, was konnte da noch schief gehen?

12:15 Uhr. Die Schneemassen wurden nun doch recht mächtig, also machte ich mich bereits eine Stunde früher auf den Weg zum Flughafen. Schnee und Zug verträgt sich ja bekanntlich nicht immer. Nach einer überraschend reibungslosen Anreise ohne Verspätungen oder Behinderungen erreichte ich überpünktlich meinen Flug und traf in der Abfertigungshalle auch gleich auf Mimo. Wir waren guter Dinge, dass alles gut gehen würde.

15:45 Uhr Boardingtime. Zumindest war es so eigentlich geplant. Die Maschine hatte allerdings  Verspätung und bekam wegen dem immer noch anhaltenden Schneetreiben nicht gleich eine Landeerlaubnis. 30 Minuten später konnten wir einsteigen. Mimo und ich waren bester Laune, würden uns doch in Berlin in einigen Stunden jede Menge hochkarätige Shows erwarten und auch Mimo war für eine Performance eingeplant. Martin hatte Shaka G. Brown aus Washington einfliegen lassen, ebenso waren die Dancing Diamonds aus Berlin, Tamambo aus London und das S.E.C.S.-Team aus Prag eingeplant. Zusätzlich sollten uns noch viele nationale Tänzer aus Berlin, Hannover und Karlsruhe erwarten.

16:30 Uhr. Wir sind an Board und die Stewardess gibt dem Captain das Zeichen: „Boarding completed“. Juhu, gleich geht es los!!!!

„Meine Damen und Herren, herzlich willkommen an Board“ begann der Flugkapitän,….

Dann erklärte er uns aber, dass wir wegen des hohen Schneeaufkommens leider nicht direkt starten würden können, da wir uns erst auf Startplatz 14 befanden. Gut, 5 Minuten pro Flugzeug und Start wurden uns angekündigt, machte also 70 Minuten Wartezeit bis zum Start. Naja, die Party würde um 20 Uhr beginnen, planmäßig hätten wir um 17:20 Uhr landen sollen, alles noch irgendwie im grünen Bereich. Wir hatten es uns mittlerweile im Flugzeug (einem pinkfarbenen T-Mobile-Vogel von Germanwings) bequem gemacht und uns von den Flugbegleitern mit der ersten Runde Essen und Trinken versorgen lassen. Auf Grund der langen Wartezeit erlaubte der Captain das Telefonieren an Board. So wurde erst einmal Martin angerufen und mitgeteilt, dass wir direkt zum Meistersaal kommen würden.

17:20 Uhr, eigentlich die geplante Landezeit in Berlin. Doch wir standen immer noch in München. In der Zwischenzeit war eine Landebahn ausgefallen, da ein Flugzeug wegen der schlechten Wetters nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und ins Grüne bzw. Weiße hinausgeschlittert war. Also wurden nun alle an- und abfliegenden Maschinen über die Bahn „Nord“ abgewickelt. Es schneite auch immer noch dicke, romantische Flocken. Durchsage vom Cockpit, dass die Startbahn nun geschlossen wurde, um sie vom Schnee und Eis zu befreien. Gott sei Dank war es warm im Flugzeug.

18:30 Uhr. Die Airline verteilt Essen und Trinken für umsonst. Langsam beginnen die Tänzerbeine zu zucken. Sollten wir heute überhaupt noch ankommen? Anruf bei Martin, dass er wohl Mimos Show absagen müsste. Wir hingegen amüsierten uns trotz der etwas misslichen Lage recht gut im Flugzeug, hörten Musik und Mimo begann zu basteln….Mr. German Wings war geboren.

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19:30 Uhr. Die gute Nachricht. „Wir sind auf Startplatz 2.“ Die schlechte Nachricht „Die Startbahn bleibt bis auf weiteres geschlossen.“, so tönte es aus dem Cockpit. Den Passagieren wurde nun auch angeboten, das Flugzeug zu verlassen und damit die Reise abzubrechen. Wir überlegten auch kurz, entschlossen uns aber zu bleiben.

20:30 Uhr, Juhu, wir bewegen uns. Langsam fuhr unser Flugzeug Richtung Startbahn, nicht ohne vorher nochmals 45 Minuten für Enteisung und Starterlaubnis zu verbrauchen.

21:30 Uhr. Wir starten,…endlich. In Berlin angekommen machten wir uns direkt auf den Weg zum Meistersaal. Martin fing an, an Gespenster zu glauben, „Seid Ihr jetzt gelaufen?“ und alle begrüßten uns herzlich.

 

23 Uhr. Wir sind da!!! Die Party war bereits in vollem Gange, der Meistersaal gesteckt voll, die Temperatur erinnerte eher an eine finnische Sauna als an eine Salsaparty obwohl man letzterer auch nachsagt, sie sei sehr heiß! Neben den geladenen Stars waren auch sehr viele Berliner und viele Tänzer aus allen Teilen der Republik angereist. Für megamäßige Stimmung sorgten an den Turntables DJ Gabriel aus Paris, Truels aus Kiel und einige andere. Auch einige Kongressorganisatoren hatten sich angekündigt. Neben Franco & Lisandra von Pura Salsa aus Berlin konnte ich noch Imad (Hamburg, Wuppertal) und Noa (Bremen) erspähen. Im Laufe des Abends würde Martin sie alle nochmals unterstützt von seiner Co-Moderatorin Chanel als Berlin vorstellen. Es ging heiß her auf dieser Salsacard-Gala, neben Reggaeton-Shows sahen wir auch (vor allem Backstage) noch die Hemden fallen, was an der unaussprechlichen Hitze im Saal lag. Gegen zwei Uhr morgens machten sich allerdings die Stars bereits auf den Weg zurück zum Hotel, was wir zurückgebliebenen Tänzer und Tänzerinnen natürlich sehr bedauerten. Trotzdem ging die Party weiter und wir hatten doch alle sehr viel Spaß, besonders, als mit abnehmender Zahl der Gäste auch das Klima und die Temperatur im Saal zusehens besser wurden.

Gegen vier Uhr morgens machten aber auch die restlichen Anwesenden schlapp, man wollte seine Kräfte noch für die morgigen Workshops mit Star-Gast Shaka sparen und die vorangegangenen Saunatemperaturen forderten auch ihren Tribut.

Kurzes Resümee über den Abend. Aus Erzählungen und von Videoaufnahmen kann ich Euch sagen, dass die Shows fantastisch waren, die Party war heiß, sehr heiß sogar, alle Männer sehr tanzwillig trotz der Temperaturen. Ich hatte es nicht bereut, dass ich den weiten und beschwerlichen Weg aus München gemacht hatte. Danke hier an Mimo für die Unterhaltung im Flugzeug.

Berlin Schönefeld, Sonntag 5:30 Uhr. Nach durchtanzter Nacht stand ich nur 9 Stunden nach meiner Ankunft wieder am Flughafen. Alles schien planmäßig zu laufen, so sagten es zumindest die netten Damen an der Information. Prima, dann bin ich um 10:30 Uhr zum Frühstück zu hause und kann endlich ins Bett. So dachte ich.

Die Rückreise-Odysee gestaltete sich ähnlich wie beim Hinflug. Einige Schmankerl will ich Euch trotzdem nicht vorenthalten.

Auf so viele Fragen wie: warum ich in München um elf Uhr landete, mein Koffer aber noch in Berlin war, warum der Zug zu mir nach Hause nicht fuhr, ich dann aber doch endlich nach Hause kam oder wie tief Autos in drei Tagen einschneien können,…fand ich leider keine Antworten mehr.

Fakt war, dass ich dank Abholservice am Sonntag gegen 16:30 Uhr endlich zu Hause ankam.

Auf Martins Frage, ob ich es bereut hätte, nach Berlin gekommen zu sein, konnte ich trotz aller Tortur nur sagen: NEIN, es war eine schöne Party und es hat viel Spaß gemacht.

Vielleicht werde ich im nächsten Jahr aber schon am Freitag anreisen und erst am Montag zurückfliegen,….man wird sehen ;-)

von Steffi
 

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Bericht und Fotos zur Salsacard Gala Berlin 2006

 
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