Bericht und Fotos vom Cuban Salsa Congress in Amsterdam
14. - 16. Oktober 2005

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Cuban Salsa Congress in Amsterdam
14. - 16. Oktober 2005

organisiert vom Salsa-Social-Club Augsburg
Familie Sonnenschein

 

Zu den Fotos

Bericht von
von Agnesita und Rosella

 

Daten / Fakten / Organisation

 

Es waren insgesamt ca. 300 Teilnehmer(innen) dort, davon 250 internationale Gäste (aus Frankreich, England, Russland, Ungarn, Rumänien, Deutschland etc.) und 50 Holländer.

Ca. 14 Lehrkräfte, davon 2 Lehrerinnen.
(4 der Lehrer waren die uns bereits bekannten Gesichter wie Claudio Pacheco, Juan José Ortiz, sein Vater Juan Petit Ortiz und Israel Gutierrez).

Die Workshops waren – im Gegensatz zu München – alle an einem Ort, so dass man sehr gut „Saal-Hopping“ auch während der laufenden Stunden machen konnte. 3 an der Zahl befanden sie sich in einer studentischen Sportanlage und sie waren groß genug für die jeweils durchschnittlich 100 Teilnehmer. Mehr hätten es allerdings nicht sein dürfen. Nicht nur der Platz muss genügen, der Lehrer muss auch noch zur ganzen Gruppe durchdringen können, was aber durch Ehrgeiz, Disziplin und Mikrophone geklappt hat.

Es gab die Möglichkeit, dort auch Mittag zu essen, sogar – und das darf bei dem wunderbaren, stimmungszuträglichen schönen Herbst-Sonnenwetter nicht unerwähnt bleiben – auf einer integrierten Sonnenterrasse.

Die Organisation war gut, man konnte sich gleich am Vorabend einschreiben und dann ab zur Party. Auch die Party-Locations waren bedacht ausgewählt, jeden abend woanders; sie wurden per Infozettel mit Adresse, Verkehrsanbindung und z.T. Lageplan - und mehrsprachig
- kommuniziert. (Die erste Location am Freitag war trotzdem nicht so einfach zu finden, sie war nicht zentral gelegen, aber dafür hat sonst alles gepaßt: Musik, Tänzer, Getränkepreise, Sitz- und Steh(=Gaff)möglichkeiten, Ambiente, Boden...).

Workshops und Lehrer

Zunächst sei festgehalten, dass die Lehrer rundum alle sehr engagiert, kooperativ (Filmen der Kombis war erlaubt) und natürlich sehr kompetent waren.
Wir hätten gerne 1 oder 2 von den insgesamt 6 Rumbastunden in Cha Cha Cha getauscht und vielleicht statt der 3. Rítmica Cubana-Std. lieber noch eine Style- oder Rueda-Stunde....

Das Highlight für viele war „Casino con dos mujeres“ (Rueda mit zwei Frauen). Also für uns war das eine völlige Neuheit! Wir waren sooo begeistert. Zunächst konnte der Mann etliche Figuren lernen, die er auch sonst mit 2 chicas abends tanzen kann, aber das dann noch als Rueda! Das ist echt der Hammer, und es funktioniert!
Der Lehrer, Olofison, war aber auch genial, er hat etliche Figuren in eine Stunde Workshop gepackt und dann auch noch während des Rueda-Tanzens neue Figuren eingebracht (z.B. Strike). Wow!
(Mich würde mal interessieren, ob das vorher schon mal jemand gemacht hat, oder ob es wirklich eine brandneue Idee ist. Die Figuren haben konkrete Namen, beginnend mit
0 („zero“), 1 (uno), 2 (dos) etc., ansonsten können auch andere Figuren aus der Rueda getanzt werden, immer beginnend mit Enchufla, dann z.B. Pelota 1, 2, 3..., díle que no...).

Abendveranstaltungen / Shows

Wie gesagt waren die Abendveranstaltungen immer woanders;
Freitag wurde oben schon kurz beschrieben.
Samstag: Hotel Hilton. Dort war für die ca. 2-stündige Show ein extra Saal mit Sitzplätzen gemietet worden, die Party fand später in einem anderen Raum statt.
Erwartete uns vor dem Hilton bereits eine fackelgesäumte Eingangstreppe, schauten uns nun edle Kronleuchter von oben beim Tanzen zu. Um es auf einen Nenner zu bringen: es war eine edle, um nicht zu sagen „exklusive“ Angelegenheit, der Samstagabend.
Was die Shows angeht, so war von Vorteil, dass in dem Saal alle einen Sitzplatz hatten und nicht nur diejenigen gut sehen, die es schaffen, sich üblicherweise vorne am Bühnenrand zu positionieren; die Bühne war mittig und erhöht. Nachteil war, dass Shows in der Regel in eine Richtung einstudiert werden, so dass die 1 Längsseite Zuschauer und die 2 Querseiten nicht so viel von den Shows hatten, aber es hat immer noch bei weitem gereicht!
 

 

 

Es gab ein breites Spektrum von Darbietungen, von afro-cubanischen Orishas über höchstanspruchsvollen Showtanz der spanischen Meister, über witzige, kabarettistische Einlagen der Rumberos mit ihren Congas, einen wunderschön getanzten Son (Claudio) voller Charme und Lebensfreude bis hin zu Modern Dance / HipHop + Latin (die Tanzgruppe um Seo Fernandez hat sich z.T. so schnell bewegt, dass die Augen gar nicht mehr mitkamen) und Israels perfektioniertem Break-Dance auf Salsa (da hat er sich selbst übertroffen, was dann auch mit standing ovations quittiert wurde).

Die Shows waren tänzerisch auf höchstem Niveau, vom Stil, Schauspiel und der Musik her sehr abwechslungsreich und deshalb für jeden etwas dabei.
Am Ende der Show lernten wir dann die Hymne kennen, die wohl beim Kongress in Athen entstanden ist: „Cúbame mucho“ auf die Melodie von „Bésame mucho“.

Sonntag gings in eine umgebaute Kirche mit Säulen, Altarraum etc.
Das war auch wieder etwas Besonderes...

...Und das ist genau das, was Raffael Sonnenschein (Veranstalter) seinen Gästen auch bieten wollte.
Viele Kongresse organisieren anscheinend die Parties in den selben Räumen, wo die Workshops stattfinden; das hat den Vorteil des (etwas) größeren Erholungscharakters, wenn man so ein Wort in Zusammenhang mit einem (kubanischen) Salsa-Kongress überhaupt erwähnen sollte...Dann bliebe die Organisiererei und die Zeit der Suche nach den Locations aus und die Ruhepausen wären etwas länger. Auch das Heimkommen war – außer am Freitag, da wurde ein Bus für die Rückfahrt organisiert – nur per Taxi möglich, denn die letzten U- und Trambahnen fahren in Amsterdam nur bis ca. 00:30h. Raffael hat sich aber für die andere - abwechslungsreichere - Variante entschieden und sich um besondere Lokalitäten bemüht.

Positiv fanden wir den jeweils frühen Beginn der Abendveranstaltungen, die vielen guten tanzwilligen Tänzer, das Ausbleiben von unangenehmer Anmache und schließlich das 1-Tanz-Syndrom (wird im Board bereits diskutiert). Bei den langen kubanischen Salsas reicht aber auch oft ein Lied.....

Am Schluss noch ein Wort zu Raffael Sonnenschein: wir finden, er hat sich auch neben dem ganzen organisatorischen Stress und Schlafmangel (wenn Kubaner morgens um 4 h Hunger haben, dann wird eben zum Burger King am Flughafen gefahren, weil sonst nix aufhat....) sehr um die Gäste bemüht, versucht, mit jedem zu reden, Feedback zu bekommen.... In Socialising sicher die Note 1.


Fazit:

Die Stimmung während des ganzen Kongresses war einfach sehr gut.
Es hat riesigen Spaß gemacht.
Freuen wir uns auf den nächsten kubanischen Kongress in München!

 

von Agnesita und Rosella

 

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14. - 16. Oktober 2005

 
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