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Daten / Fakten / Organisation
Es waren insgesamt ca. 300 Teilnehmer(innen) dort, davon
250 internationale Gäste (aus Frankreich, England, Russland,
Ungarn, Rumänien, Deutschland etc.) und 50 Holländer.
Ca. 14 Lehrkräfte, davon 2 Lehrerinnen.
(4 der Lehrer waren die uns bereits bekannten Gesichter wie
Claudio Pacheco, Juan José Ortiz, sein Vater Juan Petit Ortiz
und Israel Gutierrez).
Die Workshops waren – im Gegensatz zu München – alle an einem
Ort, so dass man sehr gut „Saal-Hopping“ auch während der
laufenden Stunden machen konnte. 3 an der Zahl befanden sie
sich in einer studentischen Sportanlage und sie waren groß
genug für die jeweils durchschnittlich 100 Teilnehmer. Mehr
hätten es allerdings nicht sein dürfen. Nicht nur der Platz
muss genügen, der Lehrer muss auch noch zur ganzen Gruppe
durchdringen können, was aber durch Ehrgeiz, Disziplin und
Mikrophone geklappt hat.
Es gab die Möglichkeit, dort auch Mittag zu essen, sogar – und
das darf bei dem wunderbaren, stimmungszuträglichen schönen
Herbst-Sonnenwetter nicht unerwähnt bleiben – auf einer
integrierten Sonnenterrasse.
Die Organisation war gut, man konnte sich gleich am Vorabend
einschreiben und dann ab zur Party. Auch die Party-Locations
waren bedacht ausgewählt, jeden abend woanders; sie wurden per
Infozettel mit Adresse, Verkehrsanbindung und z.T. Lageplan -
und mehrsprachig
- kommuniziert. (Die erste Location am Freitag war trotzdem
nicht so einfach zu finden, sie war nicht zentral gelegen,
aber dafür hat sonst alles gepaßt: Musik, Tänzer,
Getränkepreise, Sitz- und Steh(=Gaff)möglichkeiten, Ambiente,
Boden...).
Workshops und Lehrer
Zunächst sei festgehalten, dass die Lehrer rundum alle sehr
engagiert, kooperativ (Filmen der Kombis war erlaubt) und
natürlich sehr kompetent waren.
Wir hätten gerne 1 oder 2 von den insgesamt 6 Rumbastunden in
Cha Cha Cha getauscht und vielleicht statt der 3. Rítmica
Cubana-Std. lieber noch eine Style- oder Rueda-Stunde....
Das Highlight für viele war „Casino con dos mujeres“ (Rueda
mit zwei Frauen). Also für uns war das eine völlige Neuheit!
Wir waren sooo begeistert. Zunächst konnte der Mann etliche
Figuren lernen, die er auch sonst mit 2 chicas abends tanzen
kann, aber das dann noch als Rueda! Das ist echt der Hammer,
und es funktioniert!
Der Lehrer, Olofison, war aber auch genial, er hat etliche
Figuren in eine Stunde Workshop gepackt und dann auch noch
während des Rueda-Tanzens neue Figuren eingebracht (z.B.
Strike). Wow!
(Mich würde mal interessieren, ob das vorher schon mal jemand
gemacht hat, oder ob es wirklich eine brandneue Idee ist. Die
Figuren haben konkrete Namen, beginnend mit
0 („zero“), 1 (uno), 2 (dos) etc., ansonsten können auch
andere Figuren aus der Rueda getanzt werden, immer beginnend
mit Enchufla, dann z.B. Pelota 1, 2, 3..., díle que no...).
Abendveranstaltungen / Shows
Wie gesagt waren die Abendveranstaltungen immer woanders;
Freitag wurde oben schon kurz beschrieben.
Samstag: Hotel Hilton. Dort war für die ca. 2-stündige Show
ein extra Saal mit Sitzplätzen gemietet worden, die Party fand
später in einem anderen Raum statt.
Erwartete uns vor dem Hilton bereits eine fackelgesäumte
Eingangstreppe, schauten uns nun edle Kronleuchter von oben
beim Tanzen zu. Um es auf einen Nenner zu bringen: es war eine
edle, um nicht zu sagen „exklusive“ Angelegenheit, der
Samstagabend.
Was die Shows angeht, so war von Vorteil, dass in dem Saal
alle einen Sitzplatz hatten und nicht nur diejenigen gut
sehen, die es schaffen, sich üblicherweise vorne am Bühnenrand
zu positionieren; die Bühne war mittig und erhöht. Nachteil
war, dass Shows in der Regel in eine Richtung einstudiert
werden, so dass die 1 Längsseite Zuschauer und die 2
Querseiten nicht so viel von den Shows hatten, aber es hat
immer noch bei weitem gereicht!
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Es gab ein breites Spektrum von Darbietungen, von
afro-cubanischen Orishas über höchstanspruchsvollen Showtanz
der spanischen Meister, über witzige, kabarettistische
Einlagen der Rumberos mit ihren Congas, einen wunderschön
getanzten Son (Claudio) voller Charme und Lebensfreude bis hin
zu Modern Dance / HipHop + Latin (die Tanzgruppe um Seo
Fernandez hat sich z.T. so schnell bewegt, dass die Augen gar
nicht mehr mitkamen) und Israels perfektioniertem Break-Dance
auf Salsa (da hat er sich selbst übertroffen, was dann auch
mit standing ovations quittiert wurde).
Die Shows waren tänzerisch auf höchstem Niveau, vom Stil,
Schauspiel und der Musik her sehr abwechslungsreich und
deshalb für jeden etwas dabei.
Am Ende der Show lernten wir dann die Hymne kennen, die wohl
beim Kongress in Athen entstanden ist: „Cúbame mucho“ auf die
Melodie von „Bésame mucho“.
Sonntag gings in eine umgebaute Kirche mit Säulen, Altarraum
etc.
Das war auch wieder etwas Besonderes...
...Und das ist genau das, was Raffael Sonnenschein
(Veranstalter) seinen Gästen auch bieten wollte.
Viele Kongresse organisieren anscheinend die Parties in den
selben Räumen, wo die Workshops stattfinden; das hat den
Vorteil des (etwas) größeren Erholungscharakters, wenn man so
ein Wort in Zusammenhang mit einem (kubanischen)
Salsa-Kongress überhaupt erwähnen sollte...Dann bliebe die
Organisiererei und die Zeit der Suche nach den Locations aus
und die Ruhepausen wären etwas länger. Auch das Heimkommen war
– außer am Freitag, da wurde ein Bus für die Rückfahrt
organisiert – nur per Taxi möglich, denn die letzten U- und
Trambahnen fahren in Amsterdam nur bis ca. 00:30h. Raffael hat
sich aber für die andere - abwechslungsreichere - Variante
entschieden und sich um besondere Lokalitäten bemüht.
Positiv fanden wir den jeweils frühen Beginn der
Abendveranstaltungen, die vielen guten tanzwilligen Tänzer,
das Ausbleiben von unangenehmer Anmache und schließlich das
1-Tanz-Syndrom (wird im Board bereits diskutiert). Bei den
langen kubanischen Salsas reicht aber auch oft ein Lied.....
Am Schluss noch ein Wort zu Raffael Sonnenschein: wir finden,
er hat sich auch neben dem ganzen organisatorischen Stress und
Schlafmangel (wenn Kubaner morgens um 4 h Hunger haben, dann
wird eben zum Burger King am Flughafen gefahren, weil sonst
nix aufhat....) sehr um die Gäste bemüht, versucht, mit jedem
zu reden, Feedback zu bekommen.... In Socialising sicher die
Note 1.
Fazit:
Die Stimmung während des ganzen Kongresses war einfach sehr
gut.
Es hat riesigen Spaß gemacht.
Freuen wir uns auf den nächsten kubanischen Kongress in
München!
von
Agnesita
und Rosella
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