Bericht vom Festival Son Cuba
in der Muffathalle am 05.10.05

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Festival Son cubano
in der Muffathalle München

am Mittwoch, 5. Oktober 2005

von el misionario


Bericht Festival Son Cuba in der Muffathalle am 05.10.05





Eine der angesagten kubanischen Timbagruppen nannte ihr letztes Album „Charanga Light“. Wie der Titel schon andeutet, sind die Lieder eine Weichversion des Sounds, den man sonst von dieser Gruppe kennt. Als „Cuba Light“ könnte man in leichter Abwandlung das Festival Son Cuba bezeichnen, das nun schon in der fünften Auflage in der ihm vertrauten Muffathalle aufwartete. Hier müssen sich vermeintlich allwissende Kubakenner mit dem Gedanken vertraut machen, dass man diese Musik auch im Sitzen und einem damit gezwungenermaßen sparsamen Bewegungseinsatz konsumieren kann. Die Überlebensdauer des Konzeptes zeigt, dass ein spezielles Publikum dies anscheinend genauso haben möchte. Es liegt aber nicht an den Künstlern. So konnte man auch dieses Mal wieder ein Paket erstklassiger Musiker aus dem reichhaltigen kubanischen Pool sehen. Ein Teil des Erfolgsrezeptes ist es sicherlich, dass die Gruppen angehalten sind, bekannte Melodien und Lieder mit hohem Wiedererkennungswert zu spielen. Dass dabei vor allem der Buena Vista Social Club herhalten muss, verwundert demgemäß nicht. Nachdem die talentierte und sympathische Pianistin Marialy Pacheco den kurzen Aufwärmpart übernommen hatte, durfte Mayelin Perez ein paar traditionelle akustische Klänge von sich geben.

 

 

 

Anschließend gelang es dem Sax Magic Quartett noch mal den Überraschungserfolg des letzten Jahres zu wiederholen. Wer den Buena Vista Social Club kennt, für den liegen die Vieja Trova Santiaguera vermutlich nicht fern. Was liegt also näher, als den noch agilsten dieser Truppe, den Sänger Ricardo Ortiz, als Verstärkung mit in den Reisetross zu nehmen. Waren die sympathischen Großväter seinerzeit in dieser Halle doch auf große Resonanz gestoßen. Gespannt war man auf einen der wirklich großen Treseros Kubas, Pancho Amat, der den Teil nach der Pause bestreiten durfte. Tatsächlich wusste er mit seinen Begleitern El Cabildo del Son zu überzeugen und demonstrierte, warum er auch ein gefragter Studiomusiker ist. Nichtsdestotrotz musste man während seiner Vorstellung gelegentlich daran denken, wie der Auftritt wohl mit einem sich bewegenden und mit einem kubanischen Element durchsetzten Publikum abgelaufen wäre. Nun, die, die gekommen waren, schienen nach fast drei Stunden Musikdarbietung zufrieden gewesen zu sein. Wie zufrieden hätten sie vielleicht erst sein können, wenn man sie wenigstens ein klein wenig am Claverhythmus hätte teilhaben lassen. Ist er doch die Essenz des kubanischen Son. Leider begnügte man sich zu einem Klatschrhythmus zu animieren, der an populäre Musiksendungen im deutschen Fernsehen erinnerte. Auf diese Neuerung freuen wir uns dann bei der sechsten Auflage im nächsten Jahr.



 

Stephan
(alias el misionario)

 

 

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in der Muffathalle am 05.10.05
 
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