Bericht Maraca
im Nightclub, Bayerischer Hof
am 17. Juli 2005
Seit Jahren schon hat sich der Münchener Klaviersommer fest in
die, zumindest dem Kalender nach, wärmere Jahreszeit hiesiger
Musikfeinschmecker eingegraben. Dieses Ereignis einer von
Jazz, meist hochwertiger Qualität geprägten Ansammlung von
Musikern findet in seiner Programmgestaltung eine weite
Auslegung – sehr zur Freude von Anhängern der Salsaklänge. So
ist fast immer Platz frei für eine oder zwei Gruppen aus
diesem Metier und häufig finden sie aus Kuba ihren Weg
hierher. Dieses Unterfangen ist nicht immer vom Glück geprägt,
wie man in der Vergangenheit durch kurzfristige Absagen doch
das eine oder andere Mal erleben durfte. Dieses Mal klappte
alles und als erste Kubaner gaben Maraca ein Stelldichein im
Nightclub. Schon fast ein Heimspiel, kehrten sie doch in
vertraute Gewölbe zurück. Leider fand sich wieder mal nur ein
bescheideneres Häuflein an Interessierten ein.
|
Nun mag Maraca dem Bekanntheitsgrad nach vielleicht nicht zur
ersten Gilde kubanischer Gruppen gezählt werden. Wer sie
jedoch schon mal gesehen hat, weiß schnell, dass ihnen das
nicht gerecht wird. So gehört Orlando Valle mit seinen
erstklassigen Mitspielern sicher zu den vielseitigsten
Musiktruppen der großen Insel in der Karibik. Das stellten sie
auch dieses Mal wieder unter Beweis. Wie zu erwarten machten
sie angenehme Konzessionen an das Publikum und widmeten den
Großteil ihrer beiden Sets dem Salsa. Mit ihrer neuen CD im
Gepäck und druckvollem Spiel füllten sie damit leicht die
kleine Tanzfläche und brachten den Club gehörig in Bewegung.
So konnten Band und Publikum gehörig Dampf ablassen. Mit
dieser Vorstellung haben Maraca wieder bestätigt, dass sie
nicht nur im Sommer hier gerne gesehen sind.
Stephan
(alias
el
misionario)
Zu den Fotos
|