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Wayne Gorbea y Salsa Picante in
Regensburg, Kolpinghaus, 23.04.2005, 3. Salsa Congress
An diesem Abend war alles anders für mich:
Nicht tanzen pur, sondern primär freiwillig, aber auch im
Auftrag für salsa-munich.de unterwegs, um Eindrücke vom
Konzert mit Wayne Gorbea und seiner Band zu sammeln.
Nicht mit leichtem Gepäck, sondern mit Videokamera und
Fotoapparat gewappnet.
Nicht München, sondern Regensburg.
Nicht umgeben von Cuba-Stylern, sondern umschraubt von
eindrucksvollen NY-Stylern. Zum Glück hatte ich tänzerische
und moralische Unterstützung von Sepp (Komplettaufzeichung des
Konzerts per Video), Tina, Jos und Augustin.
Und zu guter Letzt:
Kein Suchen und Fragen nach den Stars des Abends. Nein,
verwunderlicher Weise kam die Band Wayne Gorbea y Salsa
Picante auf Sepp und mich zu, um nach einem Gruppenfoto
mit uns zu fragen! Das Eis war gebrochen, die Tür geöffnet für
ein gemeinsames, spannendes Gespräch.
„To get you to dance...“
So formuliert Wayne Gorbea seinen Anspruch an diesen Abend und
er verspricht uns damit nicht zuviel. „Wir wollen entspannen,
genießen und eins werden mit den Tänzern.“ Diesen Bogen spannt
Wayne Gorbea y Salsa Picante. Sie waren nicht irgendwo weit
weg auf der Bühne, sondern mitten unter uns Salsaholics. Eine
aufgeschlossene Gruppe, durch deren Musik sich der Rhythmus
wie ein Welle durch den Saal fortsetzt und ein Ruhighalten
unmöglich macht.
Der 54 -jährige, in Manhattan geborene, Wayne Gorbea
puertoricanischer Abstammung, der seiner Bronx, seinem Barrio,
bisher treu bleibt, ist nicht der Sänger, sondern der Pianist
der Band. Doch er gibt den Ton an. Seine hervorragenden
Piano-Solos unterstreichen den Straight-Forward-Salsa und mit
seiner Posaunen- und Percussion-Abteilung sorgt er für die
eine oder andere jazzige Abwechslung. Die harmonische
Verbindung zwischen allen Instrumenten und dem Gesang aber
schafft Richie Sanquintin mit seinem hervorragenden
Bass.
Mit El yo yo, Cogele el gusto, Fiesta en el Bronx und dem
entlehnten Oye como va musste Wayne Gorbea y Salsa
Picante nicht lange zum Tanz bitten, er brachte alle dazu.
Eineinhalb Stunden Hör- und Tanzgenuss höchsten Ranges also
und wer auf seine Musik bisher nur in Salsathekas tanzte,
konnte hier einmalig einen Wayne Gorbea zum Anfassen erleben.
Was uns am meisten interessierte, war: Wieso spielt er
ausgerechnet in Regensburg und wo gastiert er noch?
Internetrecherchen im Vorfeld ergaben nichts.
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Sein Gastspiel in Deutschland, so erzählt er uns, ist ein
kurzes. Das letzte Konzert gaben sie am 2. April 2005 in New
York.
Direkt aus New York exklusiv für diesen Auftritt am
SalsaCongress kommend, fliegt die Band Montag wieder zurück,
um sich auf die 4 Konzertabende im Mai in Madrid
vorzubereiten. Hatten wir da nicht nur sprichwörtlich eine
einmalige Chance!!
Wie er nach Regensburg gelockt wurde, verraten uns Betty
und Rafael Ruiz, die Organisatoren des 3. SalsaCongress in
Regensburg: Man kennt sich. Private Kontakte verbinden die
Eltern von Rafael zum Manager von Wayne Gorbea. Der Rest war
dann ein leichtes Spiel.
In den vergangenen Jahren brachte Wayne Gorbea in einem
2-jährigen Turnus jeweils eine neue Platte unter dem
unabhängigen kleinen Label Shanachie heraus (1998 Salsa
Picante, 2000 Saboreando Salsa Dur en el Bronx und 2002 Fiesta
en el Bronx). Alle 3 CDs sind ein Muss!!
Auf die Frage, ob denn eine neue CD in Produktion sei, meinten
alle Bandmitglieder unisono mit charmantem Lächeln: Wayne
Gorbea, New York live ist druckfrisch auf dem Markt.
Zum Schluss noch ein paar Anmerkungen zu der einstündigen Show
internationaler Tanzgruppen und Tanzlehrer:
Gelungene Choreographien auf schnelle Rhythmen vom
Paarauftritt bis zur 10- köpfigen Gruppe. Meist saubere
Tanzarbeit und Akrobatik untermalt durch Beamershows.
Phantasievolle Kostüme, die die Bewegungen unterstreichen.
Interessant war die unterschiedliche Auffassung von Salsa in
jeder Choreographie, abhängig von Ländern und Regionen. Den
Rahmen für die rund 700 begeisterten Gäste gaben professionell
aufbereitet und moderiert Betty und Rafael.
Mein Applaus galt ganz speziell Wayne Gorbea y Salsa Picante.
Ein herzliches Dankeschön für diese Offenheit und das
aufeinander zu gehen.
Betty und Rafael: Ihr habt ein gutes Händchen. Danke, dass
ihr das Konzert und den Congress ermöglicht habt.
An meine Begleiter: Schön, dass ihr das Erlebnis mit mir
geteilt habt.
Con un poco de suerte ... (Saboreando ... Salsa dura en el
Bronx, Wayne Gorbea, 2000 )
... das hatten wir wirklich.
elá
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