Bericht und Fotos vom Tanz Workshop der Latin Fusion  im Skyline München.
New York meets Cuba
16. Oktober 2004

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Latin Fusion München
Tanz Workshop
im  Skyline am 16 u. 17. Oktober 2004

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Bericht und Fotos von
La Torbellina

 

CUBA meets NEW YORK

Am 16. Oktober wurde La Torbellina mal wieder im Namen der Salsa-Munich losgeschickt, Erkundigungen einzuholen über einen Zweitages Workshop mit dem Titel „Cuba meets New York“. Oha, da ganz klar war, dass es sich nicht um einen Wirtschaftskongress oder eine Ausstellung handelt, muß es jemand tatsächlich versuchen, beide Stilrichtungen auf einem Workshop anzubieten. Zu diesem Zweck haben sich drei bekannte Münchner Tanzlehrer/-schulen (Rafael, Marion und Hakan) zusammengetan und „Fa.Latin Fusion“ gegründet, welche auch der Veranstalter dieser zwei Tage war.

Los ging es am Samstagmittag mit einer Stunde Ladies Styling der New Yorker. An die zwanzig bis fünfundzwanzig Damen hatten sich im Skyline eingefunden. Ein traumhafter Blick eröffnete sich den Damen aus dem Fenster des Skyline auf die "Skyline" von München. In kleinen Gruppen standen die Teilnehmerinnen beisammen und erwarten den Beginn – denn immerhin sollte Candy aus New York den Workshop abhalten. Mit einer Verspätung von fast 20 Minuten konnten dann begonnen werden. Die Warterei hatte sich gelohnt. Die herzliche und kompetente Art von Candy hat jede Minute wettgemacht. Selten habe ich eine Tanzlehrerin mit soviel Begeisterung, Witz und Charme erlebt wie Candy. In ihrer unglaublich lockeren Art, immer wieder ergänzt durch ihr nettes Kichern, zeigte sie den Damen, dass Frau sich auch als New Yorkerin einen Hüftschwung erlaubt und der Stil durchaus eine gewisse Erotik ausstrahlen kann. Unglaublich, wie beweglich und rund sie die einzelnen Elemente ihrer Choreographie vortanzte und dann die „Ladies“ ermutigte, es ihr nachzutun. „Hey ladies, don’t be shy. Move your hips!“ gefolgt von einen netten Kichern - sehr zur Freude der schon anwesenden Herren. Die Choreographie baute sie wunderbar und leicht zu folgen auf – die fetzige Musik tat das ihrige. Der laute Beifall war durch und durch gerechtfertigt.

Anschließend wurden die Herren der Schöpfung gefordert – es stand Partnerwork für die nächsten eineinhalb Stunden auf dem Programm – leider war Jay kurzfristig ausgefallen – „er geht jetzt seiner Schauspielkarriere nach“ – so dass Gavin aus Australien für ihn einspringen musste. Und Gavin forderte die Herren. Ich war in diesen Workshop mit meinen Berichterstattungs-Begleiter gegangen, sei-nes Zeichens „New York Styler“, der mittlerweile Geschmack am kubanischen Stil gefunden hat – also kein Thema für ihn bzw. für uns. Aber was Gavin da präsentiert – oh oh – war nicht von schlechten Eltern. Er zerlegte die Figur wunderbar in kleine Einzelschritte, doch waren diese Einzelelemente und dann ihre Kombination für uns zum Verzweifeln. Konnten wir nicht mehr tanzen??? Doch ein Blick in die Runde von ca. 20 Paaren zeigte uns, dass wir nicht allein auf weiter Flur mit unserer Verzweiflung waren – es gab durchaus noch einige, die ähnlich ratlose Gesichter machten. „Wie war das noch mal, also zuerst seitlich vorbei und dann links herum oder doch rechts?“ Als Candy und Gavin am Schluss die Figur in ihrer Gänze zeigten, blieb nicht nur uns beiden der Mund offen stehen. Ja, so kann New York auch sein – Perfektion der Bewegungen ergänzt mit der weichen und erotischen Interpretation einer dominikanischen Tänzerin. Es wird mir ein Rätsel belieben, wie man diese Figur tanzen kann.

Mit dem Partnerwork war der New York-Workshop für den Samstag erledigt. Nun folgte der zweite Workshop mit den kubanischen Einheiten.

Nach einer halben Stunde Pause wurde erst mal langwierig ermittelt, ob auch wirklich nur die Teilnehmer im Raum waren, die auch den zweiten Workshop bezahlt hatten und nicht noch vom vorherigen NY-WS einfach dageblieben waren und sehr zum Erstaunen von „Obercontroller“ Tanzlehrer Hakan, waren nur ehrliche Leute da – keiner hatte sich ohne zu bezahlen „reingeschlichen“. Erstaunlich???
 




Als erstes Stand Rumba Cubana auf dem Programm. Rumba??? Ja, Rumba aber eine von der ungewöhnlichen Sorte! Zuerst lockerte uns Roly und Barbara aus Cuba auf mit heißen Rhythmen und Be-wegungselementen. Alleine durch die Musik kam schon eine lockere und sonnige Atmosphäre auf. Und was dann folgte war Spaß pur. Herangeführt über den Takt (Clave) der Rumba und den Grundschritt der Rumba, folgte eine kleine Choreographie immer wieder untermalt durch Erklärungen und Erläuterungen von Roly. Innerhalb kürzester Zeit waren wir durchgeschwitzt. Barbara kommentiert Rolys Bemerkungen hinter seinem Rücken mit Grimassen und Lächeln. Wer hier wohl die Hosen anhat???

Nach eineinhalb Stunden war eine Pause von Nöten, damit wir die Kräfte für die anschließende Wickelfigur sammeln konnten.

Roly baute die Figur wunderbar auf – zuerst die Hände und dann erst die Schritte, dies erleichterte einem Großteil der Workshopteilnehmer, der Figur zu folgen und sie zu tanzen. Mit seinem Charme und der Leichtigkeit der Cubaner vermittelte Roly so viel Spaß und Freude am Tanzen, dass die Teilnehmer trotz fortgeschrittener Stunde (ein Großteil hatte schon 4 Stunden Tanzen hinter sich) noch begeistert dabei waren.

Ich für meine Teil schleppt mich glücklich und zufrieden, aber ziemlich energetisch entladen nachhause.

Leider konnte ich den zweiten Tag die Workshops nicht weiterverfolgen, da mir von Tanzlehrer Hakan erklärt wurde, dass ich nur an einem Workshop teilnehmen darf. Und da ich ja bereits jeweils einen halben WS am Samstag hatte, war mein „Kontingent“ erschöpft. Schade! Hätte Euch gerne mehr berichtet...

Am Sonntagabend liefen wir dann zu den angekündigten Live Shows: "Cuba meets New York!" ab 20:00 Uhr im Skyline Club ein.

Ab 21 Uhr gab e dann einen Schnupper-Salsa-Kurs mit Marion. In ihrer netten und kompetenten Art brachte sie die unerschrockenen Damen und Herren der Salsa ein Stück näher. Ihrem wachsamen Auge entging praktisch nichts.

Mittlerweilen hatte sich das Skyline ganz gut gefüllt und die ersten Paare nutzen noch die Leere der Tanzfläche. Die angekündigten Canapés fanden auch genügend Abnehmer. Es ging schon auf elf zu und ich fragte mich wann denn die erste Show zu sehen wäre. Immerhin war es Sonntag, morgen würde es wieder früh rausgehen und so ein Tag Workshop ist doch anstrengend. Um halb zwölf bekamen wir auf Nachfrage vom DJ die Auskunft, dass die erste Show um Mitternacht zu sehen wäre. In der Zwischenzeit hatte mich die Müdigkeit im Halbdunkel des Skylines ausfindig gemacht und mahnte mich zum Aufbruch. Ich konnte mich noch bis kurz nach zwölf hinretten, doch dann siegte der Schlaf.
(Anmerkung der Redaktion: Torbellina ist natürlich NICHT im Skyline eingeschlafen )
 


La Torbellina

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