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CUBA meets NEW YORK
Am 16. Oktober wurde
La Torbellina mal wieder im Namen der Salsa-Munich
losgeschickt, Erkundigungen einzuholen über einen Zweitages
Workshop mit dem Titel „Cuba meets New York“. Oha, da ganz
klar war, dass es sich nicht um einen Wirtschaftskongress oder
eine Ausstellung handelt, muß es jemand tatsächlich versuchen,
beide Stilrichtungen auf einem Workshop anzubieten. Zu diesem
Zweck haben sich drei bekannte Münchner Tanzlehrer/-schulen (Rafael,
Marion und
Hakan) zusammengetan und „Fa.Latin Fusion“
gegründet, welche auch der Veranstalter dieser zwei Tage war.
Los ging es am Samstagmittag mit einer Stunde Ladies Styling
der New Yorker. An die zwanzig bis fünfundzwanzig Damen hatten
sich im Skyline eingefunden. Ein traumhafter Blick eröffnete
sich den Damen aus dem Fenster des
Skyline
auf die "Skyline" von München. In kleinen Gruppen standen die
Teilnehmerinnen beisammen und erwarten den Beginn – denn
immerhin sollte Candy aus New York den Workshop
abhalten. Mit einer Verspätung von fast 20 Minuten konnten
dann begonnen werden. Die Warterei hatte sich gelohnt. Die
herzliche und kompetente Art von Candy hat jede Minute
wettgemacht. Selten habe ich eine Tanzlehrerin mit soviel
Begeisterung, Witz und Charme erlebt wie Candy. In ihrer
unglaublich lockeren Art, immer wieder ergänzt durch ihr
nettes Kichern, zeigte sie den Damen, dass Frau sich auch als
New Yorkerin einen Hüftschwung erlaubt und der Stil durchaus
eine gewisse Erotik ausstrahlen kann. Unglaublich, wie
beweglich und rund sie die einzelnen Elemente ihrer
Choreographie vortanzte und dann die „Ladies“ ermutigte, es
ihr nachzutun. „Hey ladies, don’t be shy. Move your hips!“
gefolgt von einen netten Kichern - sehr zur Freude der schon
anwesenden Herren. Die Choreographie baute sie wunderbar und
leicht zu folgen auf – die fetzige Musik tat das ihrige. Der
laute Beifall war durch und durch gerechtfertigt.
Anschließend wurden die Herren der Schöpfung gefordert – es
stand Partnerwork für die nächsten eineinhalb Stunden auf dem
Programm – leider war Jay kurzfristig ausgefallen – „er geht
jetzt seiner Schauspielkarriere nach“ – so dass Gavin aus
Australien für ihn einspringen musste. Und Gavin forderte die
Herren. Ich war in diesen Workshop mit meinen
Berichterstattungs-Begleiter gegangen, sei-nes Zeichens „New
York Styler“, der mittlerweile Geschmack am kubanischen Stil
gefunden hat – also kein Thema für ihn bzw. für uns. Aber was
Gavin da präsentiert – oh oh – war nicht von schlechten
Eltern. Er zerlegte die Figur wunderbar in kleine
Einzelschritte, doch waren diese Einzelelemente und dann ihre
Kombination für uns zum Verzweifeln. Konnten wir nicht mehr
tanzen??? Doch ein Blick in die Runde von ca. 20 Paaren zeigte
uns, dass wir nicht allein auf weiter Flur mit unserer
Verzweiflung waren – es gab durchaus noch einige, die ähnlich
ratlose Gesichter machten. „Wie war das noch mal, also zuerst
seitlich vorbei und dann links herum oder doch rechts?“ Als
Candy und Gavin am Schluss die Figur in ihrer Gänze zeigten,
blieb nicht nur uns beiden der Mund offen stehen. Ja, so kann
New York auch sein – Perfektion der Bewegungen ergänzt mit der
weichen und erotischen Interpretation einer dominikanischen
Tänzerin. Es wird mir ein Rätsel belieben, wie man diese Figur
tanzen kann.
Mit dem Partnerwork war der New York-Workshop für den Samstag
erledigt. Nun folgte der zweite Workshop mit den kubanischen
Einheiten.
Nach einer halben Stunde Pause wurde erst mal langwierig
ermittelt, ob auch wirklich nur die Teilnehmer im Raum waren,
die auch den zweiten Workshop bezahlt hatten und nicht noch
vom vorherigen NY-WS einfach dageblieben waren und sehr zum
Erstaunen von „Obercontroller“ Tanzlehrer Hakan, waren nur
ehrliche Leute da – keiner hatte sich ohne zu bezahlen „reingeschlichen“.
Erstaunlich???
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Als erstes Stand Rumba Cubana auf dem Programm. Rumba??? Ja,
Rumba aber eine von der ungewöhnlichen Sorte! Zuerst lockerte
uns Roly und Barbara aus Cuba auf mit heißen Rhythmen
und Be-wegungselementen. Alleine durch die Musik kam schon
eine lockere und sonnige Atmosphäre auf. Und was dann folgte
war Spaß pur. Herangeführt über den Takt (Clave) der Rumba und
den Grundschritt der Rumba, folgte eine kleine Choreographie
immer wieder untermalt durch Erklärungen und Erläuterungen von
Roly. Innerhalb kürzester Zeit waren wir durchgeschwitzt.
Barbara kommentiert Rolys Bemerkungen hinter seinem Rücken mit
Grimassen und Lächeln. Wer hier wohl die Hosen anhat???
Nach eineinhalb Stunden war eine Pause von Nöten, damit wir
die Kräfte für die anschließende Wickelfigur sammeln konnten.
Roly baute die Figur wunderbar auf – zuerst die Hände und dann
erst die Schritte, dies erleichterte einem Großteil der
Workshopteilnehmer, der Figur zu folgen und sie zu tanzen. Mit
seinem Charme und der Leichtigkeit der Cubaner vermittelte
Roly so viel Spaß und Freude am Tanzen, dass die Teilnehmer
trotz fortgeschrittener Stunde (ein Großteil hatte schon 4
Stunden Tanzen hinter sich) noch begeistert dabei waren.
Ich für meine Teil schleppt mich glücklich und zufrieden, aber
ziemlich energetisch entladen nachhause.
Leider konnte ich den zweiten Tag die Workshops nicht
weiterverfolgen, da mir von Tanzlehrer Hakan erklärt wurde,
dass ich nur an einem Workshop teilnehmen darf. Und da ich ja
bereits jeweils einen halben WS am Samstag hatte, war mein
„Kontingent“ erschöpft. Schade! Hätte Euch gerne mehr
berichtet...
Am Sonntagabend liefen wir dann zu den angekündigten Live
Shows: "Cuba meets New York!" ab 20:00 Uhr im Skyline Club
ein.
Ab 21 Uhr gab e dann einen Schnupper-Salsa-Kurs mit Marion. In
ihrer netten und kompetenten Art brachte sie die
unerschrockenen Damen und Herren der Salsa ein Stück näher.
Ihrem wachsamen Auge entging praktisch nichts.
Mittlerweilen hatte sich das
Skyline
ganz gut gefüllt und die ersten Paare nutzen noch die
Leere der Tanzfläche. Die angekündigten Canapés fanden auch
genügend Abnehmer. Es ging schon auf elf zu und ich fragte
mich wann denn die erste Show zu sehen wäre. Immerhin war es
Sonntag, morgen würde es wieder früh rausgehen und so ein Tag
Workshop ist doch anstrengend. Um halb zwölf bekamen wir auf
Nachfrage vom DJ die Auskunft, dass die erste Show um
Mitternacht zu sehen wäre. In der Zwischenzeit hatte mich die
Müdigkeit im Halbdunkel des Skylines ausfindig gemacht und
mahnte mich zum Aufbruch. Ich konnte mich noch bis kurz nach
zwölf hinretten, doch dann siegte der Schlaf.
(Anmerkung der Redaktion: Torbellina ist natürlich NICHT im Skyline
eingeschlafen
)
La Torbellina
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