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5. LatinChem
Jetzt erst Recht!
Mit dieser Herausforderung begann vor 5 Jahren der Latin-Chem.
Wie uns Gerd Stiller einer der Mitbegründer des Latin-Chem in
einem Interview erzählte. Von der Idee, ein Salsa Festival zu
organisieren, waren Anfangs viele Begeistert. Aber in
Chemnitz? Wenn schon - so zu bekamen die Gründer Dennis
Pinillo, Gerd Stiller und Lorenzo Sanchez zu hören, dann in
Leipzig oder in Dresden. Aber nicht in Chemnitz. Damit war der
Ergeiz geweckt und die Herausforderung angenommen. Und,
nachdem es in diesem Jahr bereits das 5-Jährige Bestehen zu
feiern gilt, gibt Ihnen die Entscheidung für Chemnitz Recht
und straft die Kritiker als Pessimisten.
In diesem Jahr sah es für den Latin-Chem anfänglich gar nicht
so gut aus. Fast 50% der Sponsoren sind ausgefallen und einen
Tag vor Beginn klaffte noch ein Loch von rund 12.000 € Minus
in der Kasse. Viele Denke immer das die Veranstalter solcher
Festivals sich damit eine goldene Nase verdienen. Leider
entspricht das nicht den Tatsachen. Die meisten bedenken gar
nicht was alles dahinter steckt und mit welchen Kosten so ein
Event verbunden ist. Viele sehen nur das, was vor den Kulissen
statt findet und denken „Wow das muss ja ein bomben Geschäft
für den Veranstalter sein. Weit gefehlt!
Wir von Salsa-Munich.de wissen aus eigener Erfahrung wie
aufwendig und risikoreich die Organisation eines Events ist.
Nicht zuletzt deshalb, weil man als Veranstalter das Volle
Risiko trägt. Keiner gibt einem eine Garantie für das
Gelingen. Hier ist viel Enthusiasmus und Begeisterung von
Nöten um so etwas überhaupt auf die Beine zu stellen. Ohne
diese, viele unzählige unbezahlte Stunden und freiwillige
Helfer wäre so etwas wohl kaum zu schaffen oder eben nicht zu
bezahlen. Darum möchten wir uns an dieser Stelle bei allen die
den Latin-Chem möglich gemacht haben bedanken. Vielen Dank!
Wie alle aus dem Gründer Team geht auch Gers Stiller, mit dem
wir dieses Jahr gesprochen haben, einer „normalen“ Tätigkeit
nach. Er selbst betreibt er eine Werbeagentur mit 6
Angestellten, die zwei Wochen vor dem Beginn nur noch für den
Latin-Chem arbeiten. Zusammen mit Sira Grohmann ist er auch
noch Geschäftsführer der Latin-Chem GmbH.
Er selbst ist zur Salsa über seine Tänzerischen Wurzeln, dem
klassischen Turniertanz sowie dem Stepptanz, den er auch heute
immer noch macht, gekommen. Seit seinem Einstieg in die Salsa
Szene war er selbst auf etlichen Kongressen und hat aus diesen
einiges an Erfahrungen für sein Tanzen und natürlich auch für
den Latin-Chem gesammelt.
Auf die Frage, was er von den zunehmenden Salsa
Tanzwettbewerben hält, antwortet Gerd kurz und knapp:
„Nichts!“ Diese Tanzwettbewerbe sind nichts anderes als
Turniere und Turnier sind Sport und somit losgelöst vom
Ursprung der Salsa. Leute kommen zusammen und „feiern“ die
Salsa. Auch, dass der ADTV (Allgemeine Deutsche Tanzlehrer
Verband) versucht, die Salsa im Rahmen der TAF "The
Actiondance Federation of Germany" in „Regeln“ zu packen und
für sich zu vereinnahmen steht er skeptisch gegenüber. „Salsa
ist ein Lebensgefühl, das man nicht messen oder bewerten
kann.“
Als wir Gerd danach fragen, warum in Chemnitz überwigend Salsa
Cuban Style getanzt und verberitet ist, gibt er uns ein
einfache wie auch plausible Erklärung. „Das hängt ganz einfach
mit der Vergangenheit zusammen. Zu DDR Zeiten gab es viele
Gastarbeiter aus Kuba, die zum Teil nach der Wende geblieben
sind und somit die Salsa Cubana in den Osten gebracht haben.
Als wir uns am Freitag Mittag mit ihm in seiner Funktion als
Geschäftsführer der Latin-Chem GmbH unterhalten, konnte er
noch nicht sagen ob sich der Latin-Chem dieses Jahr überhaupt
trägt oder ob man Verlust machen wird. Da stellte sich uns
natürlich zwangsweise die Frage nach dem 6. Latin-Chem. Wird
es eine Fortsetzung geben? „Wir sind guter Dinge und hoffen
noch auf die Parties.“ So seine Antwort. Für die Pormotion hat
die Latin-Chem GmbH dieses Jahr über 5.000 Flyer für
Tanzschulen in ganz Deutschland gesponsert. Darüber hinaus
fand der Latin-Chem in der lokalen Presse Erwähnung. Von der
Stadt Chemnitz selbst gab es leider keine Unterstützung.
Wir von Salsa-Munich.de haben uns auch für den Latin-Chem
stark gemacht. Nicht zuletzt deshalb, weil wir bereits letztes
Jahr die tolle Atmosphäre und 4 Tage vollgepackt mit Spaß,
Tanz und Musik erleben durften.
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Wenn es – und das hoffen wir doch mal - eine Fortsetzung geben
wird, wann beginnt dann eigentlich die Organisation und
Planung? „Kaum das der eine Kongress zu Ende ist geht im
Prinzip sofort die Planung und Organisation für den Nächsten
los.“ Es ist sozusagen ein 12 Monats Job. „Je Näher der Termin
rückt, desto hektischer wird es.“
Im Zuge der Frage nach der Oragnisation wollten wir auch von
ihm wissen wie es denn mit den Lehrern und DJs sei, wie diese
ausgewählt werden. „Wir werden von den Lehrern und DJs
angesprochen ob sie nicht unterrichten bzw. auflegen könnten“
so Gerd. -Die Lehrer werden immer wieder bewusst gewechselt.
Man will dem Publikum jedes Jahr etwas Neues bieten. Quasi
frisches Blut und immer wieder neue Ideen. Durchaus auch
Lehrer aus Deutschland. Denn auch hier gibt es viele gute
Lehrer, die vielleicht nicht so bekannt sind. Solche Lehrer
werden dann gezielt vom Latin-Chem Team angesprochen. So war
zum Beispiel in diesem Jahr die Salsa-Bine aus Krefeld
erstmalig dabei. Mehr über sie erfahrt Ihr im Interview, das
in Kürze folgen wird. Natürlich benötigt man auch immer
„Stars“ wie einen Manuel Mascarel als Zugpferd.
Bei einer solchen Veranstaltung bei der so viele Akteure
mitwirken, egal ob nun als Instructor oder als Artist, und so
viele Kurse satt finden kommt es immer wieder vor, dass
Schwierigkeiten auftreten. So eine Veranstaltung ist auch
anfällig für Chaos.
Die Veranstalter haben aber versucht auf die Auftretenden
Schwirikeiten möglichst flexibel zu reagieren. So kam es vor,
das mal der eine oder andere Lehrer und/oder Bandmitglied
nicht oder noch nicht da war. Andere sind gleich ganz woanders
angekommen als geplant. Um auf solche Eventualitäten
vorbereitet zu sein, hatte man extra einen Fahrdienst mit 4
Fahrzeugen organisiert und versucht, solche Dinge möglichst
kurzfristig zu beheben und in den Griff zu bekommen. Leider
blieb es denn noch nicht aus, das der Zeitplan aus dem einen
oder andern unvorhergesehenen Grund umorganisiert werden
musste. Trotzdem hatten wir nicht das Gefühl von Chaos oder
das die Stimmung unter den Teilnehmern deshalb darunter
gelitten hätte. Mann/Frau reagierte flexibel und ging dann
statt in den ursprünglich geplanten in einen anderen Kurs. Auf
Grund der Vielzahl an angeboten Workshops viel dies auch
relativ leicht.
Wichtig ist für den Veranstalter auch, dass die Lehrer Spaß an
den Workshops haben und sich wohlfühlen. Darüber hinaus sollen
sie auch noch die Parties genießen können. Den hatte sie Alle
samt wohl ohne Zweifel. Auch wenn wir nicht alle Lehrer live
in den Workshops erlebt haben, so haben wir doch sehr viel mit
denen gelacht, deren Kurse wir besucht haben. Und aus den
Erzählungen von anderen Teilnehmern und auch der Lehrer wissen
wir, das es auch in den andern Kursen so war. In den Workshops
gab es immer den einen oder anderen Joke, der das ganze nicht
all zu ernst werden ließ. Schließlich waren alle doch deswegen
gekommen. Wir wollten Spaß, ordentlich feiern und ein paar
nette Tage zusammen verbringen. Und von dem Spaß gab es
reichlich. Egal ob in den Workshops oder auf den Parties. Auf
letzteren konnten man dann auch lauter sichtlich gut gelaunt
Lehrer sehen die kräftig mitgefeiert haben. So wünscht man
sich das. Lehrer und Schüler feiern gemeinsam mit den anderen
Gästen zusammen und ausgelassen. Keiner der Lehrer hatte
irgendwelche Berührungsängste oder gar Starallüren. Man war
einfach „Una familia grande“. Eine große Familie. Uns so
fühlte man sich dann auch die ganze Zeit über. Diese sehr
freundliche und familiäre Atmosphäre ist wohl auch mit das
Besondere, das den Latin-Chem auszeichnet und so einmalig
macht.
Auch der Service rund um die Veranstaltung war für die
Veranstalter ein wichtiger Punkt, den Sie sich auf die Fahne
geschrieben hatten. Man auch versucht das Rundherum für Alle
so angenehm wie möglich zu gestalten. Ganz egal ob es die
günstigen Zimmer im 5* Hotel oder die cubanische Küche vor Ort
war. Jeder sollte die Tage in positiver Erinnerung behalten
und sich wohl fühlen. Wir für unsern Teil haben uns sehr wohl
gefühlt und kommen nächstes Jahr gerne wieder. Denn, so war am
Sonntag kurz vor unserer Abreise zu erfahren, wird es wohl ein
nächstes mal geben. Wir freuen uns schon drauf!
¡Saludos y hasta pronto!
Rico Fabig Chico Rico
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