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Karibische Nacht auf dem Gut Kaltenberg – oder wie das
Chaos an die Macht kam.
Nachdem für uns nicht klar war, wann die Karibische Nacht nun
genau beginnen sollte - auf dem Flyer war 20.30 Uhr angegeben
und auf der Internetseite vom Veranstalter stand 20.00 Uhr –
ging es von Bad Tölz aus zum Tegernsee. Schon auf dem Weg
begann es heftig zu stürmen und kaum waren wir angekommen,
öffnete der Himmel alle Tore und es begann in Strömen zu
regnen. Das angekündigte Gewitter war da! Auch wenn es am
Nachmittag und frühen Abend vielleicht noch nicht danach
aussah – so kam es dann wie seit Stunden vorhergesagt mit
einer Heftigkeit, die den ganzen Innenhof des Gutes verwüstete
und einen Großteil der Dekoration und Einrichtung umwarf.
Nachdem der Veranstalter vom Unwetter so plötzlich von einer
Minute zur anderen „überrascht“ wurde, brach das heillose
Chaos aus. Es folgte ein völlig unorganisierter und planloser
Rückzug in die Tenne. Der Veranstalter, der bis zu letzt
positiv dachte und darauf gehofft hatte, dass man die Fiesta
doch draußen feiern kann, wurde somit jäh enttäuscht.
Enttäuscht und verärgert waren auch die Gäste von dem durch
das Gewitter verursachte Chaos und machten ihrem Unmut
durchaus auch Luft. So sprach mancher von einer Zumutung und
das es die Leute aus dem Tegernseer Tal verärgern würde wie
der Veranstalter mit dieser Situation umgeht. So hatte man
sich wenigstens ein paar entschuldigende Worte für die
Unannehmlichkeiten erwartet.
Leider keinerlei Reaktion und das bei dem nicht gerade
günstigen Eintritt von 19,00 € (inkl. VVK & Gebühren). Dafür
wurde nach Meinung vieler Besucher/-innen keine ausreichende
Gegenleistung erbracht.
Die Gäste mussten sich zum Teil selber Ihre Sitzgelegenheiten
aus dem strömenden Regen in die Tenne tragen und dann auf
teilweise nassen Bierbänken sitzen. Auch konnte z. B. gerade
mal die ersten Reihen vor der Bühne etwas von der Band
Trova Sur hören, da diese auf jedwede technische
Unterstützung verzichten mussten. Dies war wirklich schade, da
es Trova Sur verdient hätte auch in die hinteren Reihen gehört
zu werden. Auch wenn sie sich alle Mühe gaben, so schien es,
als würden sie nach nicht einmal einer Stunde kapitulieren.
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Etwas besser hatte es da Iris Gyömbér
und Peter „Pedro“ Wandelt, die eine sehr gute
Salsa-Show tanzten (mehr zu Peter und Iris im Interview). Sie
wurden dank der mittlerweile aufgebauten Anlage von Chuck
Hermann unterstützt. Chuck selbst versuchte dann die
Stimmung - mit dem Publikum entsprechender Musik – in Schwung
zu halten, was ihm auch sehr gut gelang. Hier gab es von allem
etwas. Salsa, Cumbia, Merengue, Bachata,
Latino Pop, etc. Sogar Son Montuno gab es "auf die
Ohren".
Nachdem das Publikum einige Zeit versucht
hatte, sich auf der viel zu kleinen Tanzfläche zu
vergnügen, gab es eine zweite Showeinlage von Peter und Iris.
Diesmal starteten sie jeweils mit einer Solonummer. Iris
begann mit einer koketten und aufheizenden Nummer zu Lady
Marmelad und „Pedro“ zeigte eine fetzige Choreografie mit
schnellfüßigen Open Shines, die das Publikum in ihren Bann
zogen und es mit einem entsprechenden Applaus würdigten. Zum
Schluss tanzen beide noch eine spritzige und schön anzusehende
Choreographie welche die Zuschauer ebenfalls begeistert
beklatschte.
Inzwischen war dann auch der ein oder
andere Ärger verzogen und die Mundwinkel begannen sich im
Verlauf des Abends wieder nach oben zu bewegen. Man feierte
den Rest des Abends entspannt und ausgelassen. Getanzt wurde
dann auf so ziemlich jedem freien Platz.
Gegen ca. 1.00 Uhr haben wir die
Karibische Nacht auf dem Gut Kaltenbrunn zwar mit etwas
aufgebesserter Stimmung verlassen, aber der fade Beigeschmack
vom „Opening“ blieb leider hängen. An dieser Stelle vielleicht
auch noch ein paar tröstende Worte an die beiden Damen vom
Kulturgipfel, die brav den Kopf für den Chef hingehalten
haben. Sie haben wohl den meisten Ärger der Gäste abbekommen,
obwohl sie als Praktikantin bzw. als Volontärin wohl mit am
wenigsten dafür konnten. Ihr habt Euch tapfer geschlagen. Gut
gemacht!
Und so bleibt dann nur ein Fazit. Es
hätte ein schönes Fest werden können, wenn nicht das Chos am Anfang die Stimmung und Erwartungen so jäh
ruiniert hätten. Schade, aber beim nächsten Mal wird es
sicherlich besser klappen.
Chico Rico
Zu den
Fotos
Zum
Interview mit Peter "Pedro" Wandel und Iris Gyombér
(Tanzshow)
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