Der Ex-Innenminister und seit heute (20.3.2011) Ex-EU-Abgeordnete aus Österreich wurde von Schein-Lobbyisten vorgeführt. Sie boten ihm Geld, Aufsichtsratsposten, Luxusgegenstände und sonstiges an, wenn er ein Gesetz in ihrem Sinne im EU-Parlament einbringt.
Also noch einmal. Ein vom Volk gewählter Abgeordneter, mit Salär und Spesenkonto fürstlich ausgestattet, lässt sich seine Meinung erkaufen und hilft selbst auch noch tatkräftig an der eigenen Bestechung mit.
Das ist ein Mann, der aufgrund seiner Ministertätigkeit in Österreich einen üppigen Pensionsanspruch hat.
Einer, der sich aufgrund seiner ‚Verhaberung‘ auch bis zur Pension in wenigen Jahren keine Sorgen zu machen braucht.
Zu seiner schier unglaublichen Gier, kommt auch noch eine unglaubliche Präpotenz. Hat er doch tatsächlich behauptet den ‚Bestechungsversuch‘ von Anfang erkannt zu haben und er wollte dieser ‚Haderlumpen‘ überführen. ‚Single handed‘ versteht sich, weil einer wie er keine OLAF (European Anti-Fraud Office), Polizei, etc. braucht.
Er benötigt also keine Hilfe, um solche Gauner dingfest zu machen. ….ein wahrlich österreichischer ‚Lucky Luke‘. Ach ja, auch die Geheimdienste, die nach eigenen Aussagen darin verwickelt sind, werden vor seinem Intellekt erzittern.
Übrigens, gegen diesen Mann wurde noch zu Zeiten als Innenminister eine Anzeige wegen Amtsmissbrauch eingebracht. Der agierende Staatsanwalt hat die Anzeige bis zur Verjährung ‚vergessen‘. Das kann aus Versehen ganz selten passieren, jedoch sicherlich nicht bei einem Minister. Dieser Staatsanwalt wird namentlich genannt
http://derstandard.at/1297820841208/Gruene-zeigen-Strasser-bei-Betrugsbehoerde-an?seite=6#forumstart bei dem Kommentareintrag vom 18.3.2011 um 21:18 Uhr (ca. die Mitte der Webseite).
Im Vergleich dazu ist die deutsche Affäre um den Ex-Verteidigungsminister ein ‚Lerchelschas‘. Ging es beim deutschen Ex-Minister um geistigen Diebstahl, handelt es sich beim österreichischen Ex-Minister und Ex-EU-Abgeordneten um handfeste kriminelle Tätigkeiten.
Es ist dem EU-Parlament dringend angeraten, schärfsten gegen solche Personen vorzugehen. Denn es ergibt sich ein Bild, das EU-Abgeordnete keine Arbeit zu tun und darum genügend Zeit haben, dem Geld aus mehr als fragwürdigen Kanälen nachzulaufen.