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Also das mit der Körperspannung ist so eine Sache.
Imho gibt es beim Salsa keine grundlegende Regel, da Salsa einfach ZU VIELE Bewegungsmöglichkeiten und Stile bietet, so nach dem Motto "alles ist erlaubt, so Du Dich im Takt bewegst" (Anm.: Ich rede hier eher von den Linienstilen, da ich "kringeln" nicht soo gut kenne). :d_zwinker:
Personenbezogen gegenüberstellend möchte ich hier gerne "Salsapower" aus Zürich und "Manuel Mascarell" aus Spanien erwähnen.
Auf "youdingsbums" finden sich da ettliche Filmchen, die hier eine völlig konträre Tanztechnik darstellen.
Wenn man(n)/frau einmal Workshops bei Salsapower besucht hat, weiss man was Spannung ist.
Die Moves sind sooo schnell, aktionsgeladen mit schnellen Lastwechseln, so dass man ohne extreme Körperspannung überhaupt nicht tanzfähig ist. ?(
Die Figurabfolgen schauen dann auch entsprechend "kräftig" aus -so in etwa als ob man geradewegs aus einem Fitnessstudio kommt.
Wenn Manuel Mascarell dagegen tanzt, sieht alles elegant fliessend und schwebend aus.
Da ist zwar auch Körperspannung notwendig aber bei weitem nicht so viel wie bei den Moves von Salsapower.
Beides ist aber Salsa, jedoch "nur" bewegungstechnisch anders interpretiert -und ehrlich gesagt ist es gerade DAS, was mir am Salsa so gefällt: Finde Deinen eigenen Stil. Und genau das ist dann auch das Schwierige an der Sache.
Sowas gibt's z.B. bei Standard und Latein nicht, da ist beim Tanzstil alles bis ins letzte streng reglementiert.
"Edie the Salsa freak" hat es einmal gut beschrieben als Sie erläuterte wie Frauen Ihrer Meinung nach tanzen sollten -als Spiegel des Mannes, da er der Choreograf ist.
Tanzt er kräftig soll Sie dies ebenso tun, tanzt er leicht und beschwingt soll Sie sich auch diesem Stil anpassen.
Beides zusammen während eines Songs geht natürlich auch, das nennt man dann Musikinterpretation oder "Musicality" -auf musikalisch akzentuierte Schläge sich akzentuiert bewegen.
Für mich die Höchstform des Salsa und das ist sogar erlernbar auch wenn es "sauschwer" ist und es gibt dazu auch entsprechende Tanztechniken.
Meine persönliche Meinung dazu: Ohne Spannung geht tanztechnisch gar nichts, jedoch kommt es auf die Dosierung an.
Mein ehem. Standardtanzlehrer unterrichtete uns seinerzeit immer so, dass wir anfangs immer und ständig mit extremer Spannung tanzen mussten. Irgendwann bekam man(n)/frau einen Krampf und wurde automatisch lockerer. Mit der Zeit lernten wir so gut zu dosieren. Ich finde, dass dies eine hervorragende Lernmethodik war/ist. Besser jedenfalls als ständig locker zu sein. Immer locker zu sein heisst dann auch u.U., dass Führungsimpulse des Mannes leider allzu oft im Nirwana landen und der Move eben nicht so zur Ausführung kommt, wie der Salsero es wollte und gern gesehen hätte.
jmtc
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René Descartes
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