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während des Dokumentarfilm Festivals (7.-15.Mai) werden zwei Filme bzgl. Kuba gezeigt, vielleicht interessiert es ja jemanden:
[b]PARAISO[/b]
Deutschland/Kuba 2003
Regie: Alina Teodorescu
Originalfassung: spanisch
Untertitel: deutsch
Ein paar Stücke Holz, einige Plastikflaschen - und schon entsteht, kraftvoll und mitreißend, der Rhythmus des jungen Kuba. Klingt nach Klischee? Nach Bildern von verfallenen Häusern, alten Autos und schönen Menschen, die trotz ihrer Armut glücklich sind, weil sie ja die Liebe haben, das Meer und die Musik? Paraiso zeigt eine andere Welt, zeigt Guantánamo, eine kleine Provinzstadt im tropischen Osten der Insel, weit entfernt von Buena Vista Social Club und Co.
Rafael tuckert mit seinem gelben Chevrolet durch die Straßen der Stadt. Auf seiner ständigen Suche nach Benzin lernt er die Bandmitglieder von "Madera Limpia" kennen und wird ihr Chauffeur. In Guantánamo gibt es keine Clubs und keine Studios. Nur schwüle Hitze, Regen und pulsierenden Changüi, vermengt mit Rap und Hip Hop. Treibende, aggressive Musik, die vom Leben erzählt, von Liebe, Eifersucht, Sehnsucht und Langeweile. "Mein größtes Problem? Zu leben. Während ich lebe, merke ich was mir fehlt. Ich kann davon träumen und es suchen. Und was mir fehlt ist alles," sagt Yasel, der Bandleader.
Paraiso nähert sich dem Alltag im Osten Kubas, wo das Leben dahin fließt, obwohl die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Ein Film voller Poesie, abseits ausgetretener Pfade.
www.teo-film.com/paraiso
Deutscher Titel: Paradies Autor: Alina Teodorescu, Sorin Dragoi Kamera: Sorin Dragoi, bvk Ton: Hubert Bartholomae Schnitt: Alina Teodorescu Musik: Madera Limpia Produktion: Teo-Film Länge: 96 min
Reihe: Internationales Programm
So 09.05. 22.15 ARRI
Mi 12.05. 22.30 Rio
[b]SUITE HABANA[/b]
Kuba / Spanien 2003
Regie: Fernando Pérez
Originalfassung: spanisch
Untertitel: englisch
Sinfonie einer Großstadt. Ein knappes Dutzend Kubaner und ihr Alltag in Havanna. Ein Bahnarbeiter, der lieber Musiker wäre, ein Arzt, der als Clown auftritt, ein pensionierter Professor für Marxismus, dessen 79-jährige Frau an einer Ecke der einstigen Prachtstraße Prado Erdnüsse verkauft, um die karge Rente der beiden etwas aufzubessern. Menschen, die Einblicke in ihre Lebensverhältnisse und in ihre Träume gewähren. 24 Stunden aus dem Leben der kubanischen Metropole - fernab touristischer Klischees. Eine visuelle Suite aus Gesichtern, Klängen, Geräuschen, Gesten und Rhythmen - gänzlich ohne Worte komponiert von Fernando Pérez, seinem Kameramann Raúl Pérez Ureta und dem Tonmeister Edesio Alejandro. Die faszinierende Montage folgt den Tageszeiten, setzt mal amüsante, mal sinnliche Akzente. Eine Liebeserklärung an eine Stadt und ihre Bewohner.
In Kuba wird Suite Habana als einer der wichtigsten einheimischen Filme aller Zeiten gehandelt. El pais spricht vom "zweifellos besten kubanischen Film seit Fresa y chocolate".
Bester lateinamerikanischer Film und Auszeichnungen in zahlreichen weiteren Kategorien wie Regie, Musik und Sound-Design beim 25. Internationalen Filmfestival Havanna 2003 sowie u.a. Preis der internationalen Filmkritik für die "mutige Vision von Havannas täglichem Leben und seiner künstlerischen und kraftvollen Arbeit mit Bildern und Tönen".
"... ich stehe jeweils bei Tagesanbruch auf, und das Erste, was ich dann tue, ist, einfach ein paar Minuten am Fenster zu stehen, auf diese Stadt zu schauen und zu staunen (...) Man sieht von hier aus auch große Schiffe vorbeifahren, und wenn sie vor dem Morro in die enge Einfahrt der Bucht von Havanna einbiegen, hat man den Eindruck, sie führen direkt in das Häusermeer hinein und würden von diesem verschluckt." Fernando Pérez
"Nach einigen ersten Vorführungen im vergangenen Juni, wo ich Suite Habana persönlich präsentierte, musste ich mich zurückziehen. Es waren nicht nur die weinenden Leute nach diesen Vorführungen, sondern mehr noch die Tatsache, dass mich auch auf der Straße Menschen ansprachen, mich umarmten und mir sagten, der Film habe sie über ihr ganzes bisheriges Leben und über den Zustand ihrer Heimatstadt nachdenken lassen." Fernando Pérez
http://www.suitehabana.com
Englischer Titel: Suite Havana Autor: Kamera: Raúl Perez Ureta Ton: Jorge Luis Chijona Schnitt: Julia Yip Musik: Edesio Alejandro, Ernesto Cisneros Produktion: Wanda Visión / Icaic Länge: 80 min
Reihe: Internationales Programm
Sa 08.05. 18.00 Rio
Mi 12.05. 18.00 ARRI
www.dokfest-muenchen.de
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