Interessante Berichte zu Events, Konzerten und sonstigen Veranstaltungen der Salsa- Brasil- Afro-Szene.

Kizomba-Sommer in München… einfach traumhaft

Kizomba-Sommer in München… einfach traumhaft!!!

Unglaublich beschwingt und voller Glückshormone komme ich gerade nachhause vom Kizomba-Tanzen bei Regen unter dem bemosten Dach eines kleinen alten Holzpavillons irgendwo im Luitpoldpark bzw. Bayernpark in München. Eine kleine überschaubare Gruppe von kizombabegeisterten MünchnernInnen und Wahl-MünchnerInnen traf sich bereits, gestern, Samstag früh um 10:00 Uhr dort zum Kizomba tanzen und blieb bis Mitternacht. Heute, Sonntag, lief der Tag genauso ab. Das Publikum wechselte zum Teil, TänzerInnen kamen und gingen. Aber manche blieben inspiriert, begeistert und mit großem Durchhaltevermögen an beiden Tagen von morgens bis abends.

Parkspaziergänger kamen und gingen und wohnten dem Kizomba-Schauspiel fasziniert etwas bei bevor sie ihren Weg fortsetzten… Bis auf eine Dame, die erst nur etwas verhalten zuschaute, sich dann etwas vorwagte, sogleich wie selbstverständlich in den Kreis aufgenommen und zum Tanzen aufgefordert wurde. Sie blieb einfach etwas bei uns und hatte – wie wir – große Freude an Kizomba-Musik und -Tanz und der netten, kleinen Kizomba-Gemeinde, die sich an diesem schönen und super geeigneten Ort, versammelt hatte.

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Bericht vom Konzert der kolumbianischen Band LA-33 am 13.07.2017 Ampere München

Wer häufig auf Latinkonzerte geht, findet sich meist in vertrautem Kreise wieder. Die Zahl der Besucher bleibt oft überschaubar und viele Gesichter kommen einem bekannt vor. Das soll heißen, Anhänger von anderen Musikrichtungen wie zum Beispiel Pop, Rock oder Jazz findet man eher weniger. Eine Band, die Fans anderer Genres eigentlich eine Tür öffnen könnte, ist LA-33. Bei ihren Anfängen in den frühen 2000er Jahren ließen sie aufhorchen, da sie es verstanden, verschiedene Stile, wie Jazz, Rock, Reggae oder andere zu einer Art eigener urbaner Salsa zu verschmelzen. Das entstandene Gebräu blieb trotz der vielen Facetten eingängig, verbindlich und nicht polarisierend. Im Ohr blieb insbesondere eine eigene, von ihnen kreierte Fassung des Titelsongs zum Rosaroten Panther. Eigentlich wäre damit alles gegeben, um eine noch breitere Resonanz auch in andern Musiklagern zu finden.

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Salif Keita Ampere München 2017

Wer sich an diesem Mittwochabend in das Ampere aufmachte, war vielleicht etwas skeptisch was ihn dort erwarten würde. War die Tournee, auf der Salif Keita in München Station machte, doch als Akustiktour angekündigt worden. Begleitet werden sollte er von Gitarre, Kora, Ngoni, Perkussion und zwei Backgroundsängerinnen. Nachdem auf der Bühne ein Schlagzeug stand, war klar, dass die Besetzung eher dem entsprechen sollte, was man von Keita gewohnt war. Die Gitarre war elektrisch  und statt Ngoni war ein Keyboard aufgebaut. Positiv überrascht dürfte zudem gewesen sein, wer sich über den Gesundheitszustand des Meisters Gedanken gemacht haben sollte. Bestritt er doch vor zwei Jahren seinen Auftritt bei den Afrikatagen auf der Theresienwiese fast ausschließlich im Sitzen. Dieses Mal wurde der sich auf der Bühne befindende Stuhl einzig vom Koraspieler benutzt, was ob der Handhabbarkeit des Instrumentes niemand überrascht haben dürfte. So stand einem angenehmen Abend, bei dem das Publikum die Hüften kontinuierlich kreisen lassen konnte, nichts mehr im Wege. Salif Keita zeigte Präsenz durch seine unverkennbare Stimme, wobei er seinen Musikern genug Raum ließ, den passenden Klangteppich um ihn herumzuweben.

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Meine ersten Erfahrungen in München’s „Kizombawelt“ – ein Mikrokosmos :-)

Seit ca. 17 Jahren bewege ich mich in der Tanzszene in München und manchmal auch irgendwo auf der Welt. Ich tanze Salsa, Merengue, Bachata, etwas Cumbia und habe viele Jahre auch aktiv Orientalischen Tanz trainiert. Auf Kuba lernte ich „wie man den Mann tanzt“ von einer tollen Lehrerin in Trinidad, so dass wir, wenn ich mit Freundinnen ausgehe, seit langem nicht mehr auf einen engagierten Salsero warten müssen, der vielleicht – je nach Anwesenheitsaufkommen durchgestylter Salseras – sowieso nie kommt. Ich springe dann kurz mal in die Salsero-Rolle und wir haben Spaß beim Tanzen. DJ und Tanzlehrer Mike im Circulo nannte mich mal netterweise „Hombretta“ (was so viel heißt wie „Männin“).

In Kolumbien lernte ich die für mich genialste und berührendste Salsawelt kennen als ich dort mit Freunden auf Reisen war. Sorry an alle, dies lesenden, Kubaner :-). Aber in Kolumbien sind Salsa (und natürlich Vallenato und Cumbia) omnipräsent und diesen Reggeaton-Verschnitt hört man dort kaum oder ggf. sogar nie… Gott sei Dank! Dort wird einfach mal schnell irgendwo Salsa getanzt – völlig ohne Event. Musik ist sowieso überall – ob morgens, mittags oder abends – und da kann Frau doch einfach schnell mal das Tanzbein schwingen mit einem kolumbianischen Senior, der in einem Kiosk mit einem an der Kasse wartet. Solche Dinge

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Bericht: Fiesta Latina im Festsaal Hotel Bayerischer Hof mit Manolin live am Faschingssonntag den 26.02.2017

Bericht Manolin, Bayerischer Hof, 26.02.2017

Endlich wieder Fiesta Latina! Nachdem beim Jazzsommer im letzten Jahr Salsa nicht wirklich Berücksichtigung fand und auch sonst in letzter Zeit Liveauftritte bekannter Namen selten waren, war man doch froh, dass diese traditionelle Veranstaltung, die Faschings- und Salsafreunde, kostümiert und in zivil, wie gewohnt am Faschingssonntag zusammenbrachte. Nach einer Absage mit Ersatzprogramm und mit teilweise weniger klangvollen Namen in den vergangenen Jahren war mit Manolin, dem Medico de la Salsa auch wieder einer der bedeutenderen kubanischen Sänger angesagt. Er ist hier kein Unbekannter, war er doch 2011 schon da. Mit einer engagierten Truppe als Unterstützung, bei der der Keyboarder als Chef des Orchesters seine Mannen kontinuierlich gestenreich auf Trab hielt, brachte Manolin in zwei Sets das Publikum in Stimmung. Das ist umso bemerkenswerter, da er selbst stimmlich nicht in bester Verfassung war, aber trotzdem gut durchhielt. Man kann ihn zu den Timbapionieren zählen, hatte er doch in den Neunzigerjahren schon seine ersten Erfolge. Dies sah und hörte man immer wieder in jazzigen und funkigen Tunes, die er in seine Lieder einstreute.

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Soy de Cuba – Das Tanzmusical aus Havanna

Feurige Tänze zu pulsierenden Rhythmen, gefühlvolle Gesangseinlagen und eine bewegende Liebesgeschichte vor der brillanten Kulisse Havannas: Im Handumdrehen führt Soy de Cuba auf eine unvergessliche Reise und mitten ins Herz der karibischen Insel. Schon 2015 sorgte das eindrucksvolle Tanzmusical für ausverkaufte Häuser und eroberte das Publikum im Sturm. Mit seinem glühenden Ausruf „Soy de Cuba“ – „Ich komme aus Kuba!“ meldet sich das erstklassige kubanische Ensemble endlich wieder zurück – im April 2017 auf großer Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Soy de Cuba erzählt vom Tanz und von der Liebe. Im Zentrum steht die junge Ayala, die nach Havanna kommt, um ihr Glück als Tänzerin zu versuchen. Dort lernt sie schnell die Schattenseiten einer schillernden Welt kennen, in der Intrigen, Eifersucht und Rivalität an der Tagesordnung sind. Doch Ayala gibt nicht auf. Sie weiß, sie wird sich als Tänzerin beweisen und das Herz ihrer großen Liebe erobern.

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Die Band „Los De La Rumba“ aus München stellt sich vor

Los De La Rumba, 3 Musiker aus Lateinamerika mit mehr als 25 Jahre Musikerfahrung stellen sich vor. Die Musiker Carlos Alberto Segura aus (Kolumbien), Kristian Mendoza (Kolumbien) und Andres Alvares (Kolumbien) begeistern mit einem lässigen mitreißenden Groove, der dem Tanzboden eine unglaublichen Magnetismus verleiht, dem sich kaum jemand entziehen kann. Aber nicht nur feurige Salsa aus Kolumbien haben die Jungs drauf. Neben Salsa befinden sich auch Merengue, Bachata oder Reggaeton und Brasil-Groove im reichen Portfolio der Band. Alle Musiker können in ihrer breiten Historie auf die Mitgliedschaften in bekannten Bands aufweisen. Irgendwoher müssen diese 25 Jahre Musikerfahrung ja herkommen.

Hervorzuheben ist auch die familiäre freundliche Atmosphäre, die sich bei Konzerten der Band recht schnell einstellt.

Live zu erleben ist die Band am Samstag, 08 Oktober 2016, | ab 19:00 Uhr | Eintritt Frei

Im El Mirador München

Mehr Informationen:

 

Tanzfestival „Yo vengo d’ Cuba“ in Augsburg – 04. bis 06.03.2016

cropped12096232_10208004271533216_8935499437761831806_n2Kongresshalle Augsburg, 04.03.2016 bis 06.03.2016.

Salsa vom Feinsten: „Yo vengo d’ Cuba“ versammelt am kommenden Wochenende in Augsburg einige der weltweit besten Cuban-Salsa-Lehrer. Organisiert wird das Tanzfestival von Emilito und seiner Tanzschule Cuban Salsa Power.

29. Februar, 20.30: Ich erreiche Emilito Herrera, den Leiter von Cuban Salsa Power per Handy, auf dem Weg zu seiner Tanzschule. Mit dem Fahrrad fährt er durch den frisch gefallenen Schnee …

Hallo Emilito, Hut ab, bei diesem Wetter! Was wäre für dich auch ein Leben ohne Bewegung, … ohne Salsa?

Ich wäre schon lange tot! Salsa ist … Leben!

Ja, so stehts auch über dem großen Spiegel in deiner Tanzschule. Daneben viele andere positive Begriffe, die sagen, was Salsa alles sein kann …

Ja, aber vor allem soll es Spaß machen – sonst kann mans doch vergessen. Ich tanze, seit ich fünf Jahre alt bin. Das Tanzen hat mir die Kindheit gerettet… Ich verbinde es stark mit meiner Familie – Opa, Papa, Mama – mit ihrem Kampf ums Überleben in Kuba. Dieses Lebensgefühl ist eine Flamme, mit der ich die Leute anstecken will…

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Neueröffnung – X-treme’s Club in München-Schwabing

11908213_10207889781787695_2015489069_n***** THE COUNTDOWN FOR THE BIG OPENING ***** Am 05 September 2015 ist die Neueröffnung des X-treme's Club in München-Schwabing, Leopoldstrasse. 27 (U-Bahn-Giselastr.) Der neue Club in München-Schwabing: ***** XTreme Club ***** Ich freue mich sehr wieder mal Euer Gastgeber zu sein, vor allem die beste Stimmung, die geilste Musik, den besten Service und die leckersten Drinks anbieten zu dürfen. Nach fast zwei Jahren Pause bin ich wieder für Euch da, wie die besten alten "TROPICANA" Zeiten. "The holiday spirit" ist bei uns garantiert…..immer ein Stück Urlaub dabei. Unsere DJ's werden die Bude rocken, mit heißen, geilen Beats, wie Reggaeton, Latin-House, Merengue-Hiphop, Dancehall, Charts, Cubatón, Bachata und und und… bis 05:00 Uhr in der früh!!!

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Bericht: Konzert Chico Trujillo am 30.07.2015 im Ampere des Muffatwerk München

Image2_DetailWer am 4. Juli 2008, einem heißen Sommertag, in die Muffathalle zur Noche Musica Latina gepilgert war, konnte neben den beiden Hauptattraktionen Ricardo Lemvo & Makina Loco und Maravilla de Florida im Café noch eine Band mit Namen Chico Trujillo sehen. Die waren die eigentliche Überraschung dieses Abends, als sie sich unter saunaartigen Bedingungen auf der kleinen Bühne im überfüllten Raum wie Schwerstarbeiter abarbeiteten. Ein Jahr später kamen sie noch einmal ins Ampere zu „Fun for Free“. Nach einer nun längeren Zeitspanne machte sich eine Anhängerschar erwartungsvoll wieder auf den Weg ins Ampere, das ausverkauft war. Ein großer Teil davon waren chilenische Landsleute, die viele Lieder auswendig konnten und entsprechend für eine gute Stimmung von Anfang an sorgten. Nun, Chico Trujillo scheint sich etabliert zu haben in den vergangenen Jahren. Sie haben einige CDs veröffentlicht und Tourneen absolviert.

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Bericht: Tony Allen Band – Jazz Sommer im Bayerischen Hof – 22.07.2015

20150722_Tony-Allen-Band_Jazz-Sommer-Bayerischer-Hof_MunichIMG_7686Tony Allen Band – Jazz Sommer im Bayerischen Hof – 22.07.2015

Mit großem Interesse erwarten Musikfans in München jeden Sommer das Programm des etablierten Jazz Sommers im Bayerischen Hof. Interessant wird es immer auch deshalb, da der Begriff Jazz weit ausgelegt wird und damit eine breite Zuhörerschicht anspricht. Den Auftakt durfte dieses Mal Tony Allen mit seiner Band machen. Viel wurde vorab über ihn berichtet. Bekannterweise war er mal der Schlagzeuger in der Band von Fela Kuti. Wobei man fairerweise anmerken muss, dass Allen die Band eigentlich musikalisch zusammengehalten hat. Ohne ihn hätte es keinen Fela Kuti gegeben, wie er uns in Erinnerung geblieben ist und den Begriff Afrobeat, der viele, auch nichtafrikanische Musiker inspiriert und beeinflusst hat, würde es ohne Allen wahrscheinlich nicht geben. Im gutbesuchten Festsaal erwarteten die Besucher einen entspannten Tony Allen. Im mittlerweile reifen Alter, in dem man sich üblicherweise und ohne schlechtes Gewissen seiner Rente widmen dürfte, muss er niemandem mehr etwas beweisen.

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Bericht und Fotos: Latin-Fiesta auf dem Praterstrand München

20150802135813_DetailBericht: Latin Fiesta am Praterstrand München – Sonntag den 2. August 2015

Es gibt ja inzwischen so einige „Strände“ in München, der längste ist sicher der Isarstrand. Aber zu den sympathischsten gehört der Praterstrand, nicht nur wegen dem leckeren Essen! Vor allem wenn dort eine Latin-Fiesta mit gleich zwei Salsa-Livebands und drei DJs angesagt ist.

Control Bacano, die Band die als erstes spielte, erfreute bereits sehr früh am Nachmittag des 2. August mit ihrer „musikalischen Rundreise durch Kolumbien“ die noch nicht so zahlreichen Gäste. Trotzdem schafften sie es, mit ihrem Groove die ersten Leute auf die Tanzfläche zu ziehen. Apropos Tanzfläche, die war im Sand, oder einem recht schmaler Holzsteg vor der Bühne. Das störte aber die wenigsten und tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

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Bericht Buena Vista Social Club auf dem Tollwood 2015

0107_rz_OBVSC_Foto_Alejandro_GonzalezBericht zum Abschiedskonzert des Buena Vista Social Club am Mittwoch den 1. Juli 2015 auf dem Tollwood München.
Soll es das nun wirklich gewesen sein? Das Orquesta Buena Vista Social Club befindet sich auf Abschiedstournee. Ein würdiger Rahmen war an diesem Abend eigentlich gesetzt: Das Musikzelt auf dem Tollwoodgelände fast ausverkauft, die Temperaturen vor allem im Zelt wahrlich kubanisch und das Publikum erwartungsvoll gut gelaunt. 20 Jahre waren sie in unterschiedlicher Zusammensetzung und mit Unterbrechungen immer wieder unterwegs, längst als eingetragenes Markenzeichen. Fast ist man geneigt zu sagen, es war eine permanente Abschiedstour von Anfang an. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Großteils der Musiker konnte man von vornherein nicht auf eine lange Beständigkeit bauen. Hatte am Anfang überhaupt jemand diesen Erfolg erwartet? Tatsächlich ist im Lauf der Jahre die überwiegende  Anzahl der Mitglieder gestorben. Die entstandenen Lücken wurden mit jüngeren Musikern gefüllt. An diesem Abend wurde dabei einmal mehr klar, dass die Nachrücker zwar technisch gut waren. Was ihnen aber fehlte, war die Seele der Alten, das Flair des Vergangenen, die Morbidität des alten Kuba. Mit ihrem individuellen Charme, der langjährigen Erfahrung, der auf ihre alten Tage wiedergefundenen Freude am Spielen und Auftreten erzeugten sie im Ensemble diese einzigartige Atmosphäre. So waren zum Schluss von den dominanten Akteuren nur noch Omara Portuondo und Eliades Ochoa übrig. Die Harmonie der Individuen war aber nicht mehr dieselbe. Nichtsdestotrotz lieferte die Truppe eine vereinnahmende Vorstellung ab. Wie erwartet, wurde langsam ein Spannungsbogen aufgebaut.

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Bericht: Pupy y los que son son – 3.6.2015 – Ampere München

Pupy y los que son son im Ampere München 3.6.2015Fast erschien es wie abgesprochen, dass sich an diesem Tag der Sommer erstmalig so richtig bemerkbar machte. Am selben Abend sollte nämlich die warme Jahreszeit in Form von kubanischer Musik auf jeden Fall kommen. Cesar Pedroso, besser bekannt als Pupy, hatte sich mit seiner Truppe Los que son son nach einigen Jahren wieder bei uns angesagt. Eine stattliche Anzahl von Anhängern wollte sich trotz einem zum draußen Sitzen einladendem Wetter die Chance nicht nehmen lassen, mal wieder einem musikalischen Highlight beiwohnen zu dürfen.

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Bericht Soy de Cuba, 7./8. April 2015, Zirkus Krone

soy-de-cuba-gross-1240x504Seit zwischen den USA und Kuba die Phase des Tauwetters eingeleitet wurde, ist die große Karibikinsel noch einmal ganz anders in den Fokus besonderer Aufmerksamkeit gerückt. Viele waren schon dort. Aber die, die sich bisher nicht aufraffen konnten, möchten Kuba vielleicht gerne einmal im jetzigen Zustand kennenlernen. Wer weiß, welche Entwicklung das Land nimmt. Was liegt da näher, als Erinnerungen aufzufrischen, für die einen, und sich ein erstes Gefühl zu holen für das Flair, für die anderen. Das Tanzmusical Soy de Cuba, das gegenwärtig durch die Lande zieht, bot dafür eine gute Gelegenheit. Immer wieder konnte man schon in den vergangenen Jahren einen Querschnitt kubanischer Tanz- und Musikkultur bei ähnlichen Veranstaltungen erleben. Trotzdem zeigte ein gemischtes Publikum im gut gefüllten Kronebau ein bemerkenswertes Interesse für die Show. Die Handlung ist meist nur Aufhänger für attraktive, schön anzusehende Tanzdarbietungen, unterlegt mit einem Querschnitt von kubanischen Rhythmen. So war es auch an diesem Abend. Das einfache Mädchen vom Land träumt von der Tanzkarriere in der Stadt, was ihr letztlich auch gelingt.

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Bericht: Konzert mit Oscar D’Leon am 17.07.2014 im Bayerischen Hof München

140717_Oscar_de_Leon_Munich_DSC_0150Wer kann es sich schon erlauben mit seinem vielleicht größten Hit ein Konzert zu eröffnen? Oscar D’Leon startete an diesem Abend mit „Llorarás“, einem der Salsaklassiker schlechthin. Seine letzten beiden Auftritte fanden in anderen Räumlichkeiten statt und so erschien es fast konsequent, dass er nun zum diesjährigen Jazzsommer im Festsaal des Bayerischen Hofs als Hauptvertreter die dieser Veranstaltung regelmäßig und traditionell eingeräumte Latinfahne hochhalten durfte. Es ist eine Rolle, die ihm vor vielen Jahren am selben Ort schon mal zuteil geworden war. Umso mehr durfte man gespannt sein, wie der große „Altmeister“ nach diesem Intro den weiteren Verlauf des Abends gestalten würde. Nun, er tat es mit Bravour. In einem Alter, in dem fast jeder seinen Ruhestand genießt, eilte D’Leon agil und mit guter Intonation durch eine geraume Anzahl von Krachern. Ohne Mühe kann er es sich leisten aus einem großen Fundus einen Abend zu gestalten und zu variieren. Er legte den Schwerpunkt auf ganz unterschiedliche traditionelle Latinrhythmen und beschränkte sich dabei nicht nur auf sein ureigenes Repertoire.

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Suénala – Brüning von Alten’s Cuban Sunrise Orchestra

P1090110bDer in München ansässige Musiker, Komponist und Arrangeur Brüning von Alten, im Jazz ebenso versiert wie in den afrocubanischen Batá Rhythmen, legt hier mit seinem Cuban Sunrise Orchestra ein Album der Extraklasse vor.

Big Band Sound wie man ihn sich wünscht, auf einem Niveau wie einst Machito’s Orchester, Arrangements vom Feinsten die immer wieder überraschen, ein Album das vom ersten bis zum letzten Ton groovt und so den leidenschaftlichen Taenzer ebenso begeistern wird wie den  feinsinnigen Latin Jazz Fan..

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Bericht: Konzert Los Van Van und Havana d’Primera in der Muffathalle München am 31.10.2013

Muffat_Van-Van_20131031_221657_HavanadePrimera_DSC_7521Gut eineinhalb Jahre ist es hier, seit sie das letzte Mal hier waren. Los Van Van ist wahrscheinlich der einzige und beste kubanische Garant für einigermaßen gefüllte Hallen. So ist es schwerer geworden, andere interessante Gruppen häufiger zu sehen. Eine Möglichkeit diesem Dilemma zu begegnen,  ist die Hinzunahme einer Vorgruppe oder positiver ausgedrückt, ein Doppelprogramm auf die Reise zu schicken. Nun, in diesen Genuss durften die Anhänger kubanischer Musik dieses Mal kommen. Havana d’Primera, eine der neueren und angesagten Bands durfte den  Auftakt machen. Einige waren sogar hauptsächlich wegen ihnen gekommen. Und sie wurden nicht enttäuscht. Mit Muffat_Van-Van_20131101_000518_HavanadePrimera_DSC_7601feiner abgestimmter Timba, die nicht aufdringlich und schrill wirkte, wussten sie zu gefallen. Dass dieser Stil auch in angemessenem und rhythmisch abwechslungsreichem Tempo gespielt werden kann, verkörperte die Truppe mit Leichtigkeit. Alexander Abreu mag nicht der begnadetste Sänger sein, aber er ist unverwechselbar präsent mit einer ihm eigenen, mächtigen Ausstrahlung. Zwischendrin wusste der Bassist, als einer von vielen hervorragenden Musikern der Band, mit Cachao ähnlicher Descarga zu begeistern, die Abreu  unter Zuhilfenahme seiner eigentlichen Herkunft, der Trompete, mit prägnanter Intonation ergänzte.

 

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Bericht: Konzert der Cumbia All Stars im Ampere München am 31.07.13

20130731_Ampere_20130731_204835_Cumbia-Allstars_DSC_5346Es ist ein Stück Musikgeschichte, das für diesen Abend im Ampere angekündigt war. Einige Mitglieder von bedeutenden Cumbiabands aus dem Peru der Siebzigerjahre hatten sich zusammengefunden und sind auf Tournee gegangen, um diesen einzigartigen Sound wieder live auf die Bühne zu bringen. Peruanische Cumbia zeichnet sich dadurch aus, dass sie durch den Einbau folkloristischer Elemente der Anden eine eigene Richtung nahm. Sie sticht besonders durch den starken Einfluss von Gitarren heraus, was dem Ganzen einen speziellen, swingenden Sound verleiht. Bei einem derartig besonderen Ereignis würde man erwarten, dass es einen besonderen Zuschauerzuspruch hervorruft. Leider war das Resultat mager. Nicht einmal ein einigermaßen zahlreiches Erscheinen von Landsleuten war zu verzeichnen. Mancher hätte sich mehr Resonanz erwartet. Konnte man bei anderen Konzerten doch schon das Gegenteil beobachten. Vielleicht hatte die Hitze auch einige potentielle Besucher in den Biergärten festgehalten.

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Bericht: New York Salsa All Stars mit José Alberto, Frankie Morales, Alfredo De La Fe, Jimmy Bosch, Rodry-Go, Mercado Negro im Bayerischer Hof, 18.07.13

20130718_NewYork_20130718_225713_Salsa-Allstars_DSC_0277Der jährliche Jazz Sommer im Bayerischen Hof beschert Fans der Latinmusik meist auch immer einen interessanten Vertreter aus der Salsaszene. Dies war auch schon bei der Vorgängerveranstaltung Klavier Sommer so, was durch großzügige Interpretation der Begriffe Jazz und Klavier die hiesige Szene erfreulich bereichert. Neben angestammten Gruppen tauchen immer auch wieder für das Ereignis zusammengestellte Formationen auf. Dieses Mal firmierte eine Gruppe unter New York Salsa All Stars, was zunächst zugkräftig klang, bei genauem Hinsehen bei der Besetzung sich aber zunächst fast als Mogelpackung offenbarte. Waren doch nur die als Hauptakteure angekündigten Jose Alberto ‚El Canario‘, Frankie Morales, Alfredo de la Fé und Jimmy Bosch als in New York ansässig subsumierbar. Als Begleitung firmierten die, Kennern bekannten, in der Schweiz ansässigen Mercado Negro. Nachdem diese schon einige ähnliche Einsätze hinter sich hatten und zudem für ihre hohe Qualität bekannt sind, konnte man das ganze Gemisch unter dem angekündigten Namen letztendlich durchaus durchgehen lassen.

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