Salif Keita Ampere München 2017

Wer sich an diesem Mittwochabend in das Ampere aufmachte, war vielleicht etwas skeptisch was ihn dort erwarten würde. War die Tournee, auf der Salif Keita in München Station machte, doch als Akustiktour angekündigt worden. Begleitet werden sollte er von Gitarre, Kora, Ngoni, Perkussion und zwei Backgroundsängerinnen. Nachdem auf der Bühne ein Schlagzeug stand, war klar, dass die Besetzung eher dem entsprechen sollte, was man von Keita gewohnt war. Die Gitarre war elektrisch  und statt Ngoni war ein Keyboard aufgebaut. Positiv überrascht dürfte zudem gewesen sein, wer sich über den Gesundheitszustand des Meisters Gedanken gemacht haben sollte. Bestritt er doch vor zwei Jahren seinen Auftritt bei den Afrikatagen auf der Theresienwiese fast ausschließlich im Sitzen. Dieses Mal wurde der sich auf der Bühne befindende Stuhl einzig vom Koraspieler benutzt, was ob der Handhabbarkeit des Instrumentes niemand überrascht haben dürfte. So stand einem angenehmen Abend, bei dem das Publikum die Hüften kontinuierlich kreisen lassen konnte, nichts mehr im Wege. Salif Keita zeigte Präsenz durch seine unverkennbare Stimme, wobei er seinen Musikern genug Raum ließ, den passenden Klangteppich um ihn herumzuweben.

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Sommerhighlight aus Kuba – Pedro Lugo Martinez – El Nene – live in München

Ein seltenes und herausragendes Konzertereignis bietet uns der Veranstaltungskalender in diesem Sommer. Pedro Lugo Martinez, besser bekannt unter dem Namen El Nene, der mit seiner unverwechselbaren Stimme herausragende Sänger und „Weiterentwickler“ des kubanischen Son, sorgt für akustischen, rhythmischen und auch höchst tanzbaren Genuss. Martinez war viele Jahre mit der Formation Los Jovenes Clasicos del Son unterwegs. Daneben nahm er auch einige Solowerke auf. Seit ein paar Jahren spielt er mit seiner eigenen Formation Son del Nene. Geblieben sind von den Jovenes Clasicos die „klassische“ Sieben-Mann-Besetzung und die Qualität und Frische der Stücke. Selten schaut El Nene bei uns vorbei. Zuletzt war als Teil eines Ensembles unter dem Namen The Sons of Cuba in Verbindung mit dem Film Musica Cubana auf der Bundesgartenschau 2005 in Riem zu sehen. Nicht nur Fans kubanischer Klänge sollten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Gleich zwei Termine stehen zur Auswahl: Am 29. Juli um 22h beim Gräfelfinger Kulturfestival und am 5. August um 20h im Rahmen der Buena Vista Cuba Party im Brunnenhof der Residenz.

 

Bericht: Tony Allen Band – Jazz Sommer im Bayerischen Hof – 22.07.2015

20150722_Tony-Allen-Band_Jazz-Sommer-Bayerischer-Hof_MunichIMG_7686Tony Allen Band – Jazz Sommer im Bayerischen Hof – 22.07.2015

Mit großem Interesse erwarten Musikfans in München jeden Sommer das Programm des etablierten Jazz Sommers im Bayerischen Hof. Interessant wird es immer auch deshalb, da der Begriff Jazz weit ausgelegt wird und damit eine breite Zuhörerschicht anspricht. Den Auftakt durfte dieses Mal Tony Allen mit seiner Band machen. Viel wurde vorab über ihn berichtet. Bekannterweise war er mal der Schlagzeuger in der Band von Fela Kuti. Wobei man fairerweise anmerken muss, dass Allen die Band eigentlich musikalisch zusammengehalten hat. Ohne ihn hätte es keinen Fela Kuti gegeben, wie er uns in Erinnerung geblieben ist und den Begriff Afrobeat, der viele, auch nichtafrikanische Musiker inspiriert und beeinflusst hat, würde es ohne Allen wahrscheinlich nicht geben. Im gutbesuchten Festsaal erwarteten die Besucher einen entspannten Tony Allen. Im mittlerweile reifen Alter, in dem man sich üblicherweise und ohne schlechtes Gewissen seiner Rente widmen dürfte, muss er niemandem mehr etwas beweisen.

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Bericht Buena Vista Social Club auf dem Tollwood 2015

0107_rz_OBVSC_Foto_Alejandro_GonzalezBericht zum Abschiedskonzert des Buena Vista Social Club am Mittwoch den 1. Juli 2015 auf dem Tollwood München.
Soll es das nun wirklich gewesen sein? Das Orquesta Buena Vista Social Club befindet sich auf Abschiedstournee. Ein würdiger Rahmen war an diesem Abend eigentlich gesetzt: Das Musikzelt auf dem Tollwoodgelände fast ausverkauft, die Temperaturen vor allem im Zelt wahrlich kubanisch und das Publikum erwartungsvoll gut gelaunt. 20 Jahre waren sie in unterschiedlicher Zusammensetzung und mit Unterbrechungen immer wieder unterwegs, längst als eingetragenes Markenzeichen. Fast ist man geneigt zu sagen, es war eine permanente Abschiedstour von Anfang an. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Großteils der Musiker konnte man von vornherein nicht auf eine lange Beständigkeit bauen. Hatte am Anfang überhaupt jemand diesen Erfolg erwartet? Tatsächlich ist im Lauf der Jahre die überwiegende  Anzahl der Mitglieder gestorben. Die entstandenen Lücken wurden mit jüngeren Musikern gefüllt. An diesem Abend wurde dabei einmal mehr klar, dass die Nachrücker zwar technisch gut waren. Was ihnen aber fehlte, war die Seele der Alten, das Flair des Vergangenen, die Morbidität des alten Kuba. Mit ihrem individuellen Charme, der langjährigen Erfahrung, der auf ihre alten Tage wiedergefundenen Freude am Spielen und Auftreten erzeugten sie im Ensemble diese einzigartige Atmosphäre. So waren zum Schluss von den dominanten Akteuren nur noch Omara Portuondo und Eliades Ochoa übrig. Die Harmonie der Individuen war aber nicht mehr dieselbe. Nichtsdestotrotz lieferte die Truppe eine vereinnahmende Vorstellung ab. Wie erwartet, wurde langsam ein Spannungsbogen aufgebaut.

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Bericht: Pupy y los que son son – 3.6.2015 – Ampere München

Pupy y los que son son im Ampere München 3.6.2015Fast erschien es wie abgesprochen, dass sich an diesem Tag der Sommer erstmalig so richtig bemerkbar machte. Am selben Abend sollte nämlich die warme Jahreszeit in Form von kubanischer Musik auf jeden Fall kommen. Cesar Pedroso, besser bekannt als Pupy, hatte sich mit seiner Truppe Los que son son nach einigen Jahren wieder bei uns angesagt. Eine stattliche Anzahl von Anhängern wollte sich trotz einem zum draußen Sitzen einladendem Wetter die Chance nicht nehmen lassen, mal wieder einem musikalischen Highlight beiwohnen zu dürfen.

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Bericht Soy de Cuba, 7./8. April 2015, Zirkus Krone

soy-de-cuba-gross-1240x504Seit zwischen den USA und Kuba die Phase des Tauwetters eingeleitet wurde, ist die große Karibikinsel noch einmal ganz anders in den Fokus besonderer Aufmerksamkeit gerückt. Viele waren schon dort. Aber die, die sich bisher nicht aufraffen konnten, möchten Kuba vielleicht gerne einmal im jetzigen Zustand kennenlernen. Wer weiß, welche Entwicklung das Land nimmt. Was liegt da näher, als Erinnerungen aufzufrischen, für die einen, und sich ein erstes Gefühl zu holen für das Flair, für die anderen. Das Tanzmusical Soy de Cuba, das gegenwärtig durch die Lande zieht, bot dafür eine gute Gelegenheit. Immer wieder konnte man schon in den vergangenen Jahren einen Querschnitt kubanischer Tanz- und Musikkultur bei ähnlichen Veranstaltungen erleben. Trotzdem zeigte ein gemischtes Publikum im gut gefüllten Kronebau ein bemerkenswertes Interesse für die Show. Die Handlung ist meist nur Aufhänger für attraktive, schön anzusehende Tanzdarbietungen, unterlegt mit einem Querschnitt von kubanischen Rhythmen. So war es auch an diesem Abend. Das einfache Mädchen vom Land träumt von der Tanzkarriere in der Stadt, was ihr letztlich auch gelingt.

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Bericht: Grupo Fantasma live im Ampere München am 8. August 2012

Konzert Grupo Fantasma live Ampere München 2012 Wer in Sachen Musik gerne mal etwas ausprobieren möchte, ohne viel zu investieren, außer ein bisschen Zeit, hat ein paar Mal im Jahr eine gute Gelegenheit dazu. Dann bietet das Muffatwerk unter dem Motto „Fun for Free“ Konzerte bei freiem Eintritt an. Die Skala ist vielfältig. Meist ist auch für „Ethno-“ oder „Latinfans“ etwas dabei. An diesem Abend war Grupo Fantasma ins Ampere eingeladen geworden. Vielleicht kann man sagen, dass diese Gruppe auch was ausprobieren wollte, als sich die damaligen Mitglieder im Jahr 2000 in Austin, Texas, zusammenfanden, um ein vibrierendes Gebräu basierend auf Cumbia, garniert mit einem ordentlichen Schuss Funk, Mambo und Merengue, zu kreieren. Hinzu kommt, dass sie ihre Instrumentierung über bekannte Standards hinaus, um die in diesem Genre eher selten vertretenen Gitarre und Baritonsaxophon ergänzten, was ein Stück zu einem, ihren ganz eigenen Flair beiträgt. Mit einem rhythmischen Soundgewitter zeigten sie auf der Bühne gleich von Anfang an, dass sich auch bei normalem, zu bezahlendem Eintritt, das Kommen ausgezahlt hätte.

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Bericht: Manolito y su Trabuco live im Circulo München am 14.08.2012

Wer auf das Thema Salsa Cubana zu sprechen kommt, stößt unweigerlich auf die Tanzschule Circulo. Nirgendwo sonst kann man diesen Tanz so ausführlich in seinen Ausprägungen in München lernen. Nun ist kaum ein anderer Stil des Salsatanzes so mit der Musik des Landes verbunden wie die kubanische Variante. Da liegt es nahe, den Schülern auch Livemusik zu präsentieren, was das Circulo seit einigen Jahren immer wieder mal anbietet. Ein besonderes Highlight war an diesem Abend mit Manolito y su Trabuco angesagt. Obwohl er in der Vergangenheit in gewissen Abständen immer wieder mal in verschiedenen Räumlichkeiten aufgetreten ist, lohnt es sich eigentlich immer, ihn und seine Truppe anzusehen. Auf den ersten Blick erscheint das Circulo vielleicht als nicht ganz das ideale Lokal für Konzerte, jedoch kommt man selten so auf Tuchfühlung mit den Musikern, wie hier im großen Tanzsaal. Die niedrige Bühne trägt ihren Teil dazu bei. Auch war es bemerkenswert, wie an diesem Abend 16 Personen dort in kuscheliger Nähe zueinander ihren Platz fanden.

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Bericht: Next Generation of Buena Vista – Soneros de Verdad mit Luis Frank und Mayito Rivera, am 4. August 2012 live im Brunnenhof der Residenz München

Next Generation of Buena Vista - Soneros de Verdad mit Luis Frank und Mayito Rivera Next Generation of Buena Vista – Soneros de Verdad mit Luis Frank und Mayito Rivera Wer sich an diesem Abend von Norden her auf den Weg zum Brunnenhof machte und den Odeonsplatz passierte, kam am „Bayerischen Genussfestival“ vorbei, einer „Schmankerlveranstaltung“ rund um Frankenwein, Käse, Milch und Fisch. Ein solches Schmankerl versprachen auch die Soneros de Verdad, die sich im Brunnenhof präsentieren sollten. Der Sänger Luis Frank, Kopf der Truppe, hängte sich seinerzeit mit einigen der älteren Sänger an den „Hauptarm“ der Buena Vista Welle und hatte beachtenswerten Erfolg. Nachdem ein großer Teil der Musiker von Buena Vista mittlerweile leider verstorben sind, pflegt Frank den kubanischen Son weiter für ein dankbares Publikum. So war es naheliegend, dass die Soneros im Brunnenhof auftraten, wo in den letzten Jahren fast regelmäßig eine Sonformation im Sommer ein Publikum gefunden hat. Die Soneros de Verdad präsentierten sich als ein Ensemble von ausgezeichneten Musikern, die ihr Genre entsprechend vertraten. Zwar hat der schillernde „Cotó“, der zu den besten Tresspielern Kubas zählt, die Truppe verlassen. Er wurde aber adäquat ersetzt. Die eigentliche und bemerkenswerte Neuerung ist aber der Einstieg von Mayito Rivera zu Anfang des Jahres, dem jahrelangen Sänger von Los Van Van. Er bereicherte und erweiterte mit seiner Stimme und den Titeln, die er sang, das Repertoire erheblich.

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Bericht La Excelencia live am Freitag den 3. August in der Freiheizhalle München

La Excelencia Freiheiz Munich Waren tatsächlich schon zwei  Jahre vergangen, seit La Excelencia das erste Mal hier vorbeigeschaut hatten? Nach dem schönen Erfolg damals haben sie nun wieder ins Freiheiz zurückgefunden. Die in New York ansässige Gruppe ist im Jahr 2005 angetreten, nicht nur erstklassige, eigenkomponierte  Salsa-Dura zu verbreiten, sondern auch Texte damit zu verbinden, die soziale Probleme ansprechen. Auf  ihrer wieder hörenswerten neuen Einspielung „Ecos del Barrio“, die sie im Gepäck hatten, heißt es deshalb nach dem „Intro“ passend „de Nueva York para el mundo entero“.  Man durfte gespannt sein, ob sie ihren erfolgreichen Auftritt wiederholen würden. Um es vorwegzunehmen, wer gekommen war, wurde nicht enttäuscht. Zwar hat es Wechsel in der Zusammensetzung der Truppe gegeben. Vielleicht zollt das fortdauernde Touren doch einen gewissen Tribut. Doch wurden die Abgänge gleichwertig ersetzt. Der neue kubanische Co-Sänger Yuniel Jiménez aus Santa Clara brachte sogar etwas Extraflair in die Vorstellung, indem er beim Son montuno „Guerrero“ seine Qualitäten als Tresspieler einbringen konnte.

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Eva Ayllón live in der Freiheizhalle München am 29. Juli 2012

Der 29. Juli scheint für sie ein angenehmer Tag zu sein, um in München aufzutreten. Die Rede ist von Eva Ayllón, neben Susana Baca die wohl prominenteste Vertreterin afro-peruanischer Musik. Nun vor drei Jahren war sie schon mal an diesem Datum für ein Konzert in der Theaterfabrik. Dieser 29. Juli ist auch der Nationalfeiertag Perus. Diese „Koinzidenz“ hätte  man vielleicht mit einem Besuch des Konzertes würdigen können, das dieses Mal im Freiheiz stattfand. Die Auftritte ähneln eigentlich meist einer peruanischen Privatfete. Peruaner waren auch dieses Mal stark in der Überzahl, aber der Saal hätte insgesamt gut noch ein paar Besucher mehr vertragen können. Eigentlich ist diese „einseitige“ Konzentration schade. Nicht nur würde sich durch mehr Vertreter anderer Nationen die Zusammensetzung des Publikums etwas auflockern.

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Alfredo de la Fe – Jazz Sommer im Bayerischen Hof am 19. Juli 2012

Schon immer hat es eine Rolle gespielt, in welcher Lokalität ein Latinkonzert stattfindet und welches Publikum sich folglich dort einfindet. Das hat oft entscheidenden Einfluss auf die Stimmung und eine gelungene oder weniger gelungene Veranstaltung. Selten hat man allerdings so wenig Latinos gesehen, wie an diesem Abend im Festsaal des Bayerischen Hofs. Bevor Alfredo de la Fé mit seinem Auftritt begann, betonte er die Bedeutung von München für seine Musikkarriere und fragte ins Publikum, wer Spanisch spräche. Die Anzahl der Meldungen, die zu sehen waren, konnte man fast an einer Hand abzählen. Es lässt sich nur mutmaßen, woran es gelegen hat. Kann sein, dass der von der Klassik kommende Kubaner de la Fé über verschiedene musikalische Stationen wie Warschau, New York, San Francisco, Kolumbien und schließlich wieder New York einfach zu viel herumgekommen ist, sodass sich ihm keine „Hausmacht“ mehr zuordnen lassen kann. Vielleicht lässt er sich auch musikalisch nicht so leicht einordnen. Sagte doch einer der Herren am Einlass einer fragenden Dame, dass das hier ein Jazzkonzert sei. Was de la Fé mit seiner gut gelaunten Truppe dann spielte, waren aber sehr traditionell am Salsa orientierte Rhythmen, denen er mit der Violine seinen Stempel aufdrückte. So schaffte er es im Verlauf des ersten Teils bemerkenswerterweise das Saalpublikum in Schwung und Bewegung zu bringen, obwohl doch sonst anwesende Stimmungsmacher in den vorderen Reihen praktisch fehlten.

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Afrika in Munich, Bassekou Kouyate & Ngoni Ba live im Ampere München am 14.07.2012

Bassekou Kouyate & Ngoni Ba Mali live Afrika Konzert Wer hätte vor einigen Monaten gedacht, dass es ein Thema werden könnte, ob Musiker aus Mali noch Musik machen und auftreten würden können? Nun, seit dem Umsturz Ende März und der anschließenden Besetzung des größeren nördlichen Teils des Landes durch Tuareg und dann konservative Islamisten ist dieser Gedanke nicht mehr so abwegig, wenn eine Befriedung nicht gelingen sollte. Man kann froh sein, dass es noch nicht so weit gekommen ist und hoffentlich nicht kommen wird. Trotzdem war die Frage, wie sich Bassekou Kouyate und Ngoni Ba im Angesicht dieser Entwicklung an diesem Abend im Ampere präsentieren würden. In der Tradition von Ali Farka Toure, mit dem Bassekou noch gespielt hatte, und der ersten Platte „Segu Blue“ hätte man durchaus mit schwerem Blues rechnen können, mit dem sich die Gruppe ihr Leid von der Seele hätte spielen können. Nun sprach Bassekou während des Konzertes die gegenwärtige Situation in seinem Land an und bat um Verständnis und Unterstützung. Umso mehr überraschten sie mit der Musik, die sie spielten.

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Toto la Momposina – Cumbia live aus Kolumbien im Ampere München am 17.07.2012

120717 Toto La Momposina Ampere MunichEine Kollegin aus Kolumbien, der ich am Tag von dem am selben Abend stattfindenden Konzert – nicht ohne einen gewissen Stolz – erzählte, erwiderte sichtlich erfreut ob meiner unerwarteten Musikkenntnisse: „Ah, Toto la Momposina, es una leyenda.“ Ins Ampere kam sie am Abend dann aber nicht, was ihr nachzusehen war. Wer entscheidet sich schon für das, was er zuhause häufig haben kann, wenn er einmal von weither nach München kommt. Obwohl, dort wäre sie auf eine stattliche Gruppe von Landsleuten getroffen, die durch teilweise landestypische Kleidung und Sombreros nicht zu übersehen waren. Sie wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen. Schließlich war schon eine geraume Anzahl von Jahren vergangen, seit Sonia Bazanta Vides, wie Toto mit bürgerlichem Namen heißt, nicht mehr hier war. Nun verbindet man Legenden, so sie denn noch unter den Lebenden weilen, meist mehr mit Vergangenheit als mit Gegenwart und schon gar nicht mit Zukunft. Da die Cantadora mittlerweile in einem Alter ist, in dem man sich mit dem Ende des Berufslebens zumindest beschäftigen könnte, um damit den Status einer lebenden Legende zu pflegen, durfte man auf den Auftritt gespannt sein. Schnell wurde klar, dass sie mit einem Rentnerdasein gar nichts am Hut hat. So wie sie mit ihrer achtköpfigen Truppe kommunizierte, hatte man fast den Eindruck, die Königin der Tambores, wie sie auch genannt wird, hatte einen Teil ihrer männlichen Großfamilie mitgebracht.

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Gilberto Santa Rosa am Freitag 30. März 2012 in der Freiheizhalle München

Bericht Gilberto Santa Rosa, 30.03.12, Freiheizhalle

Zu den Fotos auf Salsa-Munich.deEs gibt Musiker, die während ihres gesamten Daseins von ein oder zwei Hits zehren. Eine Fangemeinde begleitet sie treu bei ihren Auftritten bis gegen Ende oder als Zugabe die bekannten Weisen erklingen. Wahrlich leicht hat es doch dagegen, wer aus einem fast unschlagbar großen Topf von Erfolgen mit Leichtigkeit einen ganzen Abend bestreiten kann. Gilberto Santa Rosa kann eine so erfolgreiche Karriere sein eigen nennen, dass er zu Beginn seines Auftritts ohne Mühen gleich tief in seinen Fundus greifen konnte. Als er auf die Bühne der Freiheizhalle kam und den Abend einstimmte, hatte er das Publikum schon auf seiner Seite. Auch nach all den Jahren musste er nur seine Präsenz und Stimme spielen lassen.

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Bericht La Tropicana München, Eröffnungsfiesta am 30.04.09

Ob man ihn nun besonders mochte oder nicht, eine Lücke hatte er schon hinterlassen, der Palacio2, als er vor doch schon geraumer Zeit zumachte, mitten auf dem Optimolgelände. Die Neugierde, die bei der Eröffnung eines neuen Latinolokals sowieso da ist, war bei der Eröffnung des La Tropicana noch etwas größer, befindet es sich doch in der Kultfabrik, also in allernächster Nähe zum früheren Palacio2. Weiterlesen

Bericht Live from Buena Vista – im Brunnenhof der Residenz – am 1. Juli 2007

 

Zum Bericht von Stephan

Zwei der populären Klassikabende in frischer Luft und unter freiem Himmel waren an diesem Wochenende wieder mal angesagt. Wer sich dabei ganz auf die Veranstaltungen am Odeonsplatz konzentriert hatte, vergaß leicht, dass am Sonntag, gleich in der Nachbarschaft, auch der Brunnenhof mit Programm aufwartete. Dort, bei den steinernen Löwen, wo die Ludwigsstraße anfängt, führte das Rezept mit einem der Jungstars, dem Starpianist Lang Lang, Klassik einem breiten Publikum zu präsentieren, zu einem ausverkauften „Haus“. Hier, bei den bronzenen Löwen, versuchte man einen anderen Klassiker namens Buena Vista, mit Zugnummern älteren Semesters, zu vermarkten. Weiterlesen

Bericht und Fotos zum Festival Son Cuba in der Muffathalle in München am 6. Oktober 2006

Zum Bericht von Stephan

Kaffee, Zigarren und Sex lassen die Kubaner alt werden. So konnte man dieser Tage in den Medien das Ergebnis einer Studie nachlesen. Vielleicht muss man noch die Musik hinzufügen. Die Neugierde nach diesen Alten scheint ungebrochen. So war es schon wieder soweit. In der sechsten Auflage machte das Festival Son Cuba Station an altbekannter Stätte. Weiterlesen

Sergent Garcia Konzert – in der Muffathalle in München – am 5. Oktober 2006

Zum Bericht von Stephan

Er wollte uns vielleicht Rätsel aufgeben, als er die Bühne mit einer kunstvollen Gesichtsmaske betrat. Mit dieser Maske zollte er seinen Tribut an „lucha libre“, eine Art mexikanischen Ringkampf. „Die größten Stars tragen diese Masken unterschiedlicher Art. Selbst in der Öffentlichkeit legen sie sie nicht ab. Manche lassen sich sogar damit begraben. Darüber hinaus ist es eine Art Erinnerung, dass wir doch alle Masken tragen“, sagte Sergent Garcia in einem Interview. Weiterlesen

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