Neues Album des Sänger aus Peru JAIME CUADRA – CHOLO SOY

 

Peru ist mit Gold und Kupfer nicht nur reich an Bodenschätzen, sondern verfügt auch über Kultur-Ressourcen, die weit über den weltbekannten Titel „El Cóndor Pasa“ hinausreichen. Das Drama „La Teta Asustada“ der peruanischen Regisseurin Claudia Llosa wurde bei den 59. Internationalen Filmfestspielen Berlin als bester Film mit dem „Goldenen Bären“ ausgezeichnet. Es war der erste Film aus Peru, der jemals im Berlinale-Wettbewerb lief.

Ein aktueller Musiktrend aus Peru schafft ebenfalls den Sprung ins Mekka der weltweiten Unterhaltungsindustrie: Hollywood! Als erstem peruanischen Musiker gelang es dem Sänger, Multiinstrumentalisten und Produzenten Jaime Cuadra, einer Filmlegende die passende akustische Atmosphäre zu liefern: James Bond. Am 24. April kommt Cuadras grenz- und stilüberschreitender Musikmix inklusive der drei Tracks aus „Ein Quantum Trost“ unter dem Namen CHOLO SOY in den Handel (Happy Hour Records/in-akustik).

Mit Panflötenklängen in europäischen Fußgängerzonen hat seine Musik gar nichts zu tun. Jaime Cuadra kommt zwar aus Peru, doch folkloristisches Nischendasein ist ihm fremd. Vielmehr setzt er mit seiner neuen Produktion auf eine global verständliche Sprache, die sich dennoch auf die Tradition seines Landes bezieht.

Der Titel des Albums, „Cholo Soy“, (deutsch: „Ich bin ein Cholo“) steht auch für ein Bekenntnis. Denn als cholos werden im Andenraum die Mestizen bezeichnet: Mischlinge aus Indigenen und Europäern, die zugleich Träger einer eigenständigen, kreolischen Volkskultur sind. Cuadra kombiniert nun afro-peruanischen Blues, kreolischen Walzer, Festejo und Marinera mit elektronischer Musik – und reichert das Ganze mit Reggae, brasilianischen Rhythmen, HipHop, Tribal Down Tempo und House an. Dieser furiose Stilmix brachte dem seinem Projekt den Best World Fusion Album IMA Award in New York ein. Und im Jahr darauf hat Regisseur Marc Forster gleich drei Songs des Albums für den Soundtrack des James-Bond-Films „Ein Quantum Trost“ übernommen. Ein Ritterschlag!

Der 1970 geborene Cuadra hat selbst einen Hintergrund als Rockmusiker. Und fusionierte auf seinen ersten Alben als Solist Latin-Pop mit afro-peruanischer Musik – einem traditionellen Genre, das das tragische Lebensgefühl der Anden mit den aufmüpfigen Rhythmen schwarzer Sklaven vereint. „Cholo Soy – Peruvian Waltz Chillout“ erschien erstmals 2006 auf Cuadras eigenem Label und ist in Peru inzwischen mit Platin ausgezeichnet worden. Für das aktuelle Album holte sich Cuadra zwei peruanische Gesangs-Legenden ins Studio. Zum einen den 1923 geborenen Luis Abanto Morales, der sich in seiner Karriere auf den harmonisch sehr ausgewogenen, von charmanter Leichtigkeit beseelten Vals peruano spezialisiert hat. Zum anderen Eva Ayllón, die neben der auch in Europa bekannten Susana Baca als wichtigste musikalische Vertreterin des afro-peruanischen Genres gilt und in ihrer Heimat als „Königin des Landó“ gefeiert wird. Beide Sänger zeigten sich begeistert von Cuadras Projekt, den Klassikern ein neues Soundgewand zu verpassen – ohne jedoch auf die Intensität der Originalversionen zu verzichten.

Auf „Cholo Soy“ kommt aber auch die Stimme von Jaime Cuadra zur Geltung. Sie erinnert an den vielschichtigen, sonoren Gesang des in ganz Lateinamerika beliebten spanischen Pop-Sängers Miguel Bosé. In

„Nube gris“ führt Cuadra eine Art panamerikanische Latin-Pop-Ballade auf, die zwischen Lounge-Atmosphäre, Bossa Nova und perkussivem Samba changiert. „Cardo o ceniza“, eine Komposition von Chabuca Granda, der bekanntesten Interpretin des peruanisch-lyrisch-romantischen Lieds, wird von Eva Ayllón mit ihrer feurigen, resoluten Stimme intoniert. Den Rhythmus übernehmen hier nicht nur klatschende Hände, Cajón (eine Holzkiste als Trommel) und Gitarre, wie man das vom spanischen Flamenco kennt, sondern auch Rap-Gesang. Der findet sich, interpretiert vom peruanischen Rapero Fatkingbulla, auch in „Cariño malo“ wieder: einer kraftstrotzenden Ballade über tragische Liebe, deren Schwermut noch von einer Bassklarinette verstärkt wird. Auch das Titelstück „Cholo soy“ wird von einem schweren und schwermütigen Rhythmus getragen. Hinzu kommt, neben zahlreichen elektronischen Beigaben, ein verfremdetes, typisch andin-klagendes Akkordeon. Und natürlich der Gesang des Komponisten: Luis Abanto Morales. Die Stimme des über 80-Jährigen klingt hier so verraucht-verrucht wie auf alten, zerkratzten Tango-Platten. Verfremdung, Sampling, Soundeffekte – das ist die Sicht auf eine musikalische Tradition, welche Jaime Cuadra durch ein modernes, zeitgemäßes Kaleidoskop bricht. Gesamplete Panflöte oder das Stimm-Sampling der längst verstorbenen Lucha Reyes, die als berühmt-tragische afro-peruanische Persönlichkeit mit „Regresa“ 1970 ihren größten Hit gelandet hatte – Cuadra gelingt mit seinem Album eine Reprise, die auch unter die Haut geht. Und das mit seinen rhythmischen Ausflügen nach Brasilien, Jamaika oder zum Jazz doch stets entspannt daherkommt.

Dabei ist „Cholo Soy“ ein peruanisches Album, dessen Siegeszug um die Welt gänzlich ohne die Beihilfe internationaler Musikstars gelingt. Ein (Quantum) Trost für uns: Die Lizenz zum Grooven hält Cuadra nicht erst seit James Bond in der Hand.

DIREKT-INFO:

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