Berichte und Fotos des Gala Abend des 3. Salsa Congress mit WAYNE GORBEA live in Regensburg am 29. April 2006

Zum Bericht von elá

Das Konzert:
Man hat ja so seine Erfahrungen mit Veranstaltern und Bands: Treten sie nun auf oder nicht?
Daher war meine Erwartung und Vorfreude groß, Wayne Gorbea und seine aufgeschlossene Band Salsa Picante, wie vergangenes Jahr, in Regensburg zu treffen.
Dank der seriösen Veranstalter Betty und Rafael Ruiz war es um 0.15 Uhr, wie angekündigt, soweit. In 10köpfiger Besetzung stand die Band zuverlässig auf der Bühne und ließ meinen Atem anhalten, was sie heute im Programm haben.

Als Aperitif präsentierte man uns das bekannte El Yo Yo.
Dann die Überraschung: Als Welturaufführung 2 Songs aus der neuen CD, die Anfang Mai auf den Markt kommt: Puerto Rico und die Fortsetzung von Cogele El Gusto. Typischer Wayne-Gorbea-Sound mit Wiedererkennungsnote, 2 Stücke, die meines Erachtens Aussicht auf Erfolg haben.
Dann ging es Schlag auf Schlag mit Cogele El Gusto, Fiesta En El Bronx, Con Un Poco De Suerte
Speziell für den 2000 verstorbenen Tito Puente präsentierte man uns seine Komposition Oye Como Va.
Zu seinem eigenen Geburtstag gratulierte sich Frank Otero gesanglich selbst, umrundet von der Band. Feliz Cumpleanos Frank, auch von Sepp und mir.

In kleiner geschlossener Front umstanden die reinen Konzertgenießer inkl. Zugabe eindreiviertel Stunden die Bühne, um der Band ihre Begeisterung zu zeigen und das hervorragende Zusammenspiel der Gruppe hautnah zu spüren. Im Hintergrund präsentierte man die akrobatischen, Schwindel erregenden NY-Schraubfiguren.
Wayne Gorbea bedankte sich bei den Konzertbesuchern mit: „Es ist mir eine Ehre, euch hier alle tanzen zu sehen.“

Wayne Gorbea´s Salsa-Picante-Sound ist unverwechselbar. Er gibt dem Old School Salsa eine moderne, teils jazzige Note. Für mich ehrliche Musik vom Feinsten mit Seele und Tiefgang.
Respekt vor den Komponisten Ramon Rosado (Saboreando Vengo, El Yo-Yo, Con Un Poco De Suerte), Luis Cruz (Clave y Martillo) und Rick Davis (Fiesta En El Bronx), deren Kompositionen von den Musikern bravourös umgesetzt und interpretiert wurden.
Erneut ein musikalisches Highlight, von dem es mir schwer fiel, mich zu lösen. Sie hätten für meine Ohren noch lange weiterspielen können. Aber Sepp und ich hatten mit Wayne Gorbea´s Salsa Picante noch etwas vor…

Internationale Anerkennung von Wayne Gorbea´s Salsa Picante:
Zu bewundern ist der lange Atem der Band. In den 70er Jahren, als Wayne Gorbea y Salsa Picante in Tanzlokalen der Bronx anfing und ihre erste Platte – Wayne Gorbea y Su Conjunto De Salsa – 1986 herausbrachte, war von internationaler Anerkennung noch nichts zu spüren. Der Durchbruch kam Ende der 90er Jahre u. a. mit den Titeln Cogele El Gusto und El Yo-Yo, mit denen sie sich in die Ohren und Beine der Salseros spielten. Seitdem brachten sie fast alle 2 Jahre eine neue Platte heraus. Erst unter dem kleinen unabhängigen Label Shanachie, seit 2004 als Eigenproduktion unter Wayne Go.
Bewundernswert, wie es die Musiker auch dieses Mal wieder mit ihrem Barrio Salsa schafften, Begeisterung in die Gesichter der Konzertbesucher zu zaubern.
Schade, dass in Deutschland so viele Salseros auf ihre Musik tanzen, aber nicht wissen, wer sich dahinter verbirgt.

Der Showblock:
Für viele Gäste der Höhepunkt des Abends, ihre internationalen und nationalen Meister in den Shows zu bewundern. Tanzlehrer aus Wien, Berlin, München, Prag, der Dominikanischen Republik, Barcelona, Zürich, Polen, New York und Marseille stellten sich akrobatisch zur Show. Die für mich beste Darbietung kam aus der Dominikanischen Republik. Die originellste Einlage zeigte uns, dass Hühner auch Salsa tanzen können.
Witzig moderiert von den Organisatoren Rafael und Betty Ruiz. Respekt, was ihr auf die Beine gestellt habt.

„Con Un Poco De Suerte“
Sepp und ich hatten wieder das Glück mit viel Spaß ein langes Gespräch mit
Wayne Gorbea, Bandleiter und Pianist
Frank Otero, Sänger
Richie Sanquintin, Bass
Ruben Borgas, Timbales
Juan Rodriguez, Bongos
zu führen. Mit der vollständigen original Wayne-Gorbea´s-Salsa-Picante-CD-Sammlung in Sepps Gepäck, die Bewunderung bei Wayne Gorbea und den Bandmitgliedern hervorrief, wurde es eine Mischung aus Signierstunde und lockerem Plaudern. s. Link Gesprächsausschitt (Berni: bitte Link zum Ausschnitt einfügen)

Wünsche:
Wir wünschen Wayne Gorbea´s Salsa Picante noch einen angenehmen Kurzaufenthalt bei seinen Freunden, der Familie von Rafael Ruiz. Familie Ruiz hat es erneut geschafft, durch ihre langjährige, freundschaftliche Verbindung die Gruppe exklusiv nach Regensburg zu locken. Schön, dass wir an dem Besuch teilhaben konnten und die Gruppe für uns alle spielte.

Sepp und ich haben unseren Wunsch geäußert:
Vielleicht wagt Mr. Gorbea auch einmal einen Sprung nach München, um hier Mambo, Salsa Dura, Cha Cha Cha und Descargas-Spezialitäten kraftvoll und virtuos zu präsentieren.
Vielleicht nicht nur ein Traum. Wir wären jedenfall mit Sicherheit wieder dabei.
elá

 

elá

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